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Der Tag Verfassungsschutz: Mehr linke und rechte Extremisten - weniger Salafisten

Links- wie Rechtsextremisten bekommen erneut Zulauf in Deutschland. Zu dem Ergebnis kommt der Verfassungsschutz in seinem Bericht für 2021. Lediglich bei den Islamisten stellt die Kölner Behörde einen leichten Rückgang fest. Doch auch das ist nach Einschätzung der Verfassungsschützer kein Grund zur Entwarnung. Vor allem von dschihadistisch motivierten Einzeltätern und Kleinstgruppen gehe nach wie vor eine große Gefahr aus. Kleiner Blick auf die Zahlen aus dem Bericht:

  • Rechtsextremismus: Das "Personenpotenzial" im rechtsextremistischen Spektrum ist um rund 1,8 Prozent auf 33.900 Menschen angestiegen. Knapp 40 Prozent von ihnen schätzt der Verfassungsschutz als gewaltorientiert ein.
  • Linksextremismus: Mit einem Anstieg um knapp 1,2 Prozent auf 34.700 Menschen stieg die Zahl der linksextremistisch Orientierten etwas weniger stark an. Der Anteil an gewaltbereiten Linksextremisten lag im vergangenen Jahr bei knapp 30 Prozent.
  • "Reichsbürger": Die Zahl ist von rund 20.000 auf 21.000 Anhänger angewachsen. Die sogenannten Reichsbürger und Selbstverwalter zweifeln die Legitimität der Bundesrepublik Deutschland an. Zu den rund 30 überregional aktiven Gruppierungen zählt der Inlandsgeheimdienst unter anderem Gruppen mit Namen wie "Staatenbund Deutsches Reich" oder "Königreich Deutschland".
  • Islamistische Terrorgefahr: Die Anhängerschaft islamistischer Gruppen ist erstmals seit vielen Jahren leicht geschrumpft: um rund 1,5 Prozent auf 28.290 Menschen.

Quelle: ntv.de

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