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Der Tag WHO und Unicef warnen vor sinkender Impfrate wegen Corona

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(Foto: imago images / Stefan Trappe)

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind laut WHO und UN-Kinderhilfswerk Unicef deutlich weniger Kinder geimpft worden. In den ersten vier Monaten dieses Jahres habe sich die Zahl der verabreichten DTP3-Impfungen gegen Diphterie, Tetanus und Keuchhusten "bedeutend" und erstmals seit 28 Jahren überhaupt reduziert, heißt es. Auch seien wegen der Pandemie mindestens 30 Impfkampagnen gegen Masern abgesagt worden.

Der Schaden durch fehlende Impfungen könnte sogar größer ausfallen als durch die Pandemie an sich. "Wir können nicht eine Gesundheitskrise gegen eine andere tauschen", warnte Unicef-Chefin Henriette Fore.

Jahrelange Fortschritte waren aber wohl bereits vor der Pandemie teilweise zum Stillstand gekommen. Etwa seien die historisch hohen Impfraten in Lateinamerika und der Karibik zuletzt rückläufig gewesen, erklärten WHO und Unicef weiter. In Brasilien, Bolivien, Haiti und Venezuela ging die Impfrate im Laufe der vergangenen zehn Jahre demnach um 14 Prozent zurück.

2019 erhielten rund 14 Millionen Kinder lebensrettende Impfstoffe nicht. Zwei Drittel dieser Kinder lebt demnach in zehn Ländern: in Angola, Brasilien, der Demokratischen Republik Kongo, Äthiopien, Indien, Indonesien, Mexiko, Nigeria, Pakistan und auf den Philippinen.

Quelle: ntv.de

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