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Derivate auf Dax und Gold gefragt Dubais Pläne beruhigen Anleger

An den deutschen Derivatemärkten sind Kaufoptionen auf den Leitindex Dax und Gold-Scheine derzeit am meisten gefragt. Der Sanierungsplan der angeschlagenen Staatsholding Dubai World habe die Gemüter beruhigt, sagten Händler.

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(Foto: REUTERS)

Die impliziten Volatilitäten der Aktien, die am Montag im Zuge der Probleme in Dubai kräftig angezogen hatten, schwächten sich ab. Der VDax, der auf Basis der Kauf- und Verkaufsoptionen auf die im Dax gelisteten Werte berechnet wird, sank um 6,3 Prozent auf 27,7 Punkte. Je tiefer der VDax, desto größer ist der Appetit der Investoren auf risikoreiche Anlagen wie Aktien.

An der Eurex wurden rund doppelt so viele Calls wie Puts auf den Dax gehandelt. Puts sind vor allem ein Instrument für Absicherungen von Positionen gegen Kursverluste. Obwohl die Angst vor einer Verschärfung der Finanzkrise in den Hintergrund getreten sei, warteten viele Anleger mit größeren Positionierungen immer noch ab. "Die Unsicherheit ist noch nicht ganz ausgeräumt, ich bin eher short", erklärte ein Marktteilnehmer.

An der Euwax verzeichneten von den rund 250.000 gehandelten Zertifikaten 175.000 steigende Notierungen. Dazu gehörten die von ABN Amro emittierten Mini-Futures auf den Dax 0VQR oder die Discount-Zertifikate KQXF, ebenfalls auf den Dax. "Gefragt sind vor allem klassische Strukturen wie Discount-Zertifikate und Aktienanleihen", hieß es am Markt.

In der Volumen-Spitzengruppe befanden sich auch zwei Hebelprodukte auf Gold. VVN5 und O72M legten kräftig zu. Das Edelmetall stieg dank Käufen von spekulativ orientierten Marktteilnehmern und Zuflüssen von längerfristigen Anlegern erneut auf ein Rekordhoch von 1199,70 Dollar. "Dass die Sorgen um Dubai schwinden ist gut für Gold, denn Dubai war einer der größten Käufer und Händler von Gold", sagte ein Händler.

Auch der volumenstärkste Optionsschein an der Euwax lautete auf Gold. Die von der Commerzbank emittierten Calls AW0R verteuerten sich um 13 Prozent. Von den 146.000 an der Euwax insgesamt gehandelten Optionen verzeichneten 70.000 steigende Kurse.

Quelle: ntv.de, rts

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