

Das neue Smartphone-Flaggschiff kann heute fast so viel kosten wie ein guter PC oder Laptop. Zwischen 1.200 und 1.500 Euro müssen Sie einplanen. Mit einer Finanzierung können Sie sich das Sparen schenken. Denken Sie aber daran: Es gibt heute verschiedene Wege, um das neue Smartphone zu finanzieren. Nicht jede Variante passt automatisch zu Ihnen. Zwischen einem Ratenkredit, dem Kauf im Rahmen eines Handyvertrags und der Händlerfinanzierung müssen Sie sich für den optimalen Weg zum Handy finanzieren entscheiden und teure Mogelpackungen vermeiden.
Der Ratenkredit ist eine Finanzierung fürs Handy, den viele Verbraucher kennen. Sie beantragen bei Banken einen Kredit ohne Zweckbindung und kaufen das Smartphone beim Händler als Barzahler. Das Prinzip dahinter ist simpel: Eine feste Kreditsumme mit gleichbleibenden Raten und eine vorab vereinbarte Laufzeit.
Da es sich um eine vergleichsweise niedrige Summe handelt, werden bei einigen Banken zudem weniger Dokumente verlangt. Sobald Sie wissen, welches Handy es sein soll und den Kaufpreis kennen, wird der Kredit beantragt. Nach der Zusage erfolgt die Gutschrift für das Geld auf Ihr Konto. Kaufen Sie das Smartphone und zahlen den Kredit anschließend in Raten zurück.
Der Ratenkredit lohnt sich dann, wenn Sie ein günstiges Angebot für den Handykauf gefunden haben oder schon einen passenden Mobilfunktarif besitzen. Wer Wert auf Unabhängigkeit legt und nicht an einen Provider gebunden sein will, wird diese Option interessant finden.
Ihr neues Handy kann schnell teuer werden. Um nicht jahrelang zu sparen, greifen Sie zum Kreditvergleich und finden die Finanzierung, die zu Ihrer Situation passt. Der Vergleich ist bequem zu bedienen und liefert Ihnen einen passenden Kredit schon nach wenigen Klicks. Und wenn Sie kein neues Handy, sondern eine Küche finanzieren wollen, hilft Ihnen der Vergleich ebenfalls weiter.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Handy zu finanzieren (Foto: Shutterstock/ NDAB Creativity)
Wer sich ein neues Handy gönnt, sucht häufig direkt bei Mobilfunkanbietern nach passenden Angeboten. Deren Handy-Bundles beinhalten oft nicht nur das Smartphone, sondern auch noch ein paar zusätzliche Extras wie neue In-Ear-Kopfhörer. Abgeschlossen wird aber nicht einfach eine Ratenfinanzierung: Sie schließen einen Mobilfunkvertrag ab und bekommen das Smartphone dazu.
Je nach Modell fällt noch eine einmalige Zuzahlung an. Die Gerätekosten sind in diesem Fall mit Teil der monatlichen Kosten für den Mobilfunkvertrag. Klingt nach einem sauberen Deal – wenn Sie nicht schon einen Vertrag bei einem anderen Anbieter haben, der nicht am Ende seiner Mindestlaufzeit angekommen ist.
In der Regel werden solche Tarife mit 24 Monaten Laufzeit abgeschlossen. Und das neuste Handy gibt es häufig auch nur dann, wenn sich für ein hochpreisiges Tarifmodell entschieden wird. Andernfalls drohen Ihnen sehr hohe Zuzahlungen.
Die Handy-Finanzierung über einen Mobilfunktarif ist praktisch, wenn ohnehin ein neuer Tarif gebraucht wird und Sie sehr viel Wert auf Komfort beim Abschluss legen. Wenn Sie die Kosten mit einer Trennung aus Vertrag und Handy addieren, kann die Finanzierung über Mobilfunkanbieter mitunter aber schlechter abschneiden.
Onlineshops und große Elektronikhändler bieten Kunden inzwischen die neuesten Top-Smartphones an und werben mit eigenen Finanzierungsangeboten. Als besonders beliebt entpuppen sich dabei 0-%-Finanzierungen. Das Tolle: Sie kaufen das Handy direkt beim Händler und zahlen es in Raten ab – ohne Zinsen.
Dahinter steht eigentlich nichts anderes als ein Ratenkredit, den Kunden mit der Partnerbank des Händlers abschließen. Das Smartphone nehmen Sie sofort mit und zahlen in den kommenden Monaten einfach die vereinbarten Raten. Es handelt sich hierbei meist um vom Händler subventionierte Angebote, deren Kosten im Kaufpreis für das Handy verpackt werden oder dazu dienen, Neukunden anzusprechen, die ohne 0-%-Finanzierung den Kauf nicht erwogen hätten.
Grundsätzlich sollte sich jeder Verbraucher fragen, warum Händler mit der 0-%-Finanzierung werben. Es lohnt sich immer, die verschiedenen Angebote zu vergleichen, um das beste Angebot zu finden. Manchmal kann eine klassische Ratenfinanzierung günstiger sein als der Händlerkredit ohne Zinsen.

Apple bietet eine Finanzierung fürs Handy an (Foto: Shutterstock/ 19 STUDIO)
Eine Finanzierung für das Smartphone ist der Ratenkauf direkt beim Hersteller. Apple, Samsung und Co. bieten Kunden inzwischen eigene Finanzierungsprogramme an, mit denen sich das Gerät oft einfach online kaufen lässt. Dazu kooperieren die Hersteller mit verschiedenen Zahlungsdienstleistern.
Sie wählen beim Online-Kauf die Option „Ratenzahlung“ und durchlaufen die Schritte der Bonitätsprüfung. Der Vorteil: In der Praxis ist der Prozess so gestrafft, dass oft wenige Informationen reichen, um eine Zusage zu erhalten. Der Hersteller schickt das Handy anschließend zu, die Ratenzahlung läuft am Ende über den beteiligten Zahlungsdienstleister.
Wer sich für einen klassischen Ratenkredit entscheidet, braucht einen Vergleich, um die beste Finanzierungslösung zu finden, und muss den Kredit beantragen. Wir fassen die wichtigsten Schritte in unserer Anleitung zusammen – damit Sie für Ihren Weg zur Handyfinanzierung auch nichts vergessen.
Bevor Sie den erstbesten Kreditvertrag unterschreiben, braucht es eine realistische Einschätzung der finanziellen Situation. Um das Budget herauszufinden, werden alle monatlichen Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt. Dazu gehören natürlich:
Was dann am Ende übrig bleibt, ist der verfügbare Spielraum, von dem Sie allerdings noch einen kleinen Puffer abziehen. Schließlich werden Haushalte immer wieder von ungeplanten Ausgaben überrascht. Sie sollten also nicht das komplette freie Budget in das neue Handy stecken.
Wenn Sie wissen, wie viel Kredit sich die Haushaltskasse leisten kann, wird der Bedarf für den Kredit abgeschätzt. Klar, der Kaufpreis gibt Ihnen bereits die grobe Richtung vor. Allerdings warten noch mehr Ausgaben auf Sie. Denken Sie an Zubehör wie die Schutzhülle und Schutzfolie. Möglicherweise brauchen Sie auch ein neues Schnellladegerät. Damit wissen Sie, wie hoch Ihr Bedarf ist – und können sich überlegen, welchen Anteil der Summe die Finanzierung und welchen Teil die Haushaltskasse übernimmt.
Mit dem Kreditvergleich finden Verbraucher heraus, welche Finanzierung unter Berücksichtigung von Budget und Bedarf die besten Konditionen bieten kann. Was an dieser Stelle sehr gern falsch gemacht wird: Der Blick ist nur auf den effektiven Jahreszins gerichtet. Natürlich entscheidet dieser über die Kreditkosten, ist aber nicht der einzige Punkt, um den es geht. Um ruhigen Gewissens das Handy zu finanzieren, muss Flexibilität genauso eine Rolle spielen.
Viele Banken arbeiten für ihre Finanzierungen mit Zinssätzen, die von der Bonität abhängen. Um herauszufinden, welche Rahmenbedingungen gelten, können Sie einen Kreditantrag stellen – der bei einer Ablehnung den Score bei Auskunfteien beeinflusst – oder greifen zur Konditionenanfrage. Diese wirkt sich nicht negativ auf Ihre SCHUFA aus.
Passt alles soweit und Sie haben die Finanzierung gefunden, geht es um den Kreditantrag. Dafür brauchen benötigen Sie in der Regel folgende Unterlagen:
Da es sich bei der Finanzierung für das Handy um eine vergleichsweise niedrige Kreditsumme handelt, sind einige Banken mitunter nicht ganz so streng und verzichten zum Beispiel auf die Gehaltsnachweise, wollen aber wissen, ob Sie erwerbstätig sind.
Füllen Sie den Kreditantrag – wenn alle Unterlagen vorliegen – vollständig aus und schicken ihn an die Bank. Sehr oft wird der Prozess heute komplett digital abgewickelt.
Egal für welche Finanzierungsform Sie sich entscheiden – einige Punkte sind im Hinterkopf zu behalten, um herauszufinden, ob eine Finanzierung fair ist und zu Ihnen passt.
Ein zuverlässiger und seriöser Vertrag schlüsselt alle Kosten klar auf. Sie müssen auf den ersten Blick erkennen, wie:
aussehen. Bei Handyverträgen mit Mobilfunktarif sollte auch aufgeschlüsselt sein, wie teuer der Tarif ohne Gerät ist.
Die Zinssätze für Ratenkredite liegen je nach Bonität oft zwischen vier und acht Prozent p.a. effektiv. Es gibt natürlich auch Darlehen, die zu deutlich schlechteren Konditionen angeboten werden. Wenn Sie über einen Job mit vernünftigem Einkommen verfügen und bei der SCHUFA keinen Negativeintrag haben, müssen Sie sich mit solchen Konditionen nicht zufriedengeben.
Was Kreditnehmern auch bei einem Kredit fürs Handy wichtig sein muss, ist Flexibilität. Über kostenlose Sondertilgungen verringern Sie die Restschuld mit Zahlungen außerhalb des Ratenplans auf das Kreditkonto – und sparen damit auch bei den Zinskosten. Wichtig: Verwechseln Sie die Sondertilgungen nicht mit der Ablösung des Kredits.
Bei vorzeitiger Ablösung des Kredits darf die Bank zwischen ein Prozent der Restschuld verlangen (bei einer Restlaufzeit von mehr als 12 Monaten) und 0,5 Prozent (bei einer Restlaufzeit unter 12 Monaten) als Entschädigung für fehlende Zinsgewinne verlangen. Einige Banken verzichten komplett darauf – was für die Anbieter ein klarer Pluspunkt ist.
Finanzieren Sie das Smartphone nicht über die normale Nutzungsdauer. Bei den meisten Handys sind dies drei bis vier Jahre. Eine Finanzierung für ein 1.500-Euro-Smartphone von mehr als 48 Monaten macht wirtschaftlich wenig Sinn. Realistischer sollten zwischen 24 und 36 Monate sein.

Ob Ratenkredit, Vertrag, Händler- oder Herstellerfinanzierung, jede Option hat klare Stärken und Schwächen, die über den tatsächlichen Preis Ihres neuen Handys entscheiden.(Foto: Master1305 / Shutterstock.com)
Wer nach einer Handyfinanzierung sucht, braucht keinen Kredit von 10.000 Euro. Wichtig ist, dass die Bank bereits niedrige Kreditsummen finanziert – wie S-Kreditpartner (Partner der Sparkassen). Im Kreditvergleich gibt’s einen Ratenkredit ohne Zweckbindung ab 1.000 Euro – ideal, um das neue Smartphone zu finanzieren. Die Laufzeit lässt sich zwischen 12 Monate und bis zu 120 Monate flexibel anpassen. Aber: Je mehr Raten gezahlt werden, desto höher die Zinskosten. Bei 24 Monaten ist über S-Kreditpartner immer noch eine Rate von unter 50 Euro darstellbar, die bei vielen Verbrauchern ins Budget passen kann.
Die Santander Bank bietet einen Handykredit ab 1.000 Euro. Damit lässt sich ein teures Flaggschiff-Modell der Hersteller wie Samsung oder Google finanzieren. Die 75.000 Euro Höchstsumme wird wahrscheinlich niemand für ein Smartphone brauchen. Durch die Bank wird der Zinssatz bonitätsabhängig ab 2.99 Prozent p. a. (effektiv) berechnet. Über die Sondertilgungen und Laufzeiten zwischen 12 und 96 Monaten kann die Rate flexibel an das verfügbare Budget angepasst werden.
Mit der Commerzbank lassen sich hochpreisige Geräte ab einer Summe von 1.500 Euro finanzieren. Gerade, wenn Sie neben dem Handy auch noch ein neues Tablet brauchen bzw. ein Hybridgerät aus Tablet und Notebook, ist die Finanzierung interessant. Achten Sie aber auch hier darauf, die Laufzeit optimal auf das Budget abzustimmen und nicht zu lange auszudehnen. Die Handyfinanzierung muss nicht über die vollen 119 Monate gestreckt werden, das Gerät wird durch die Zinsen sonst einfach zu teuer.
Angesichts von Preisen jenseits der 1.500 Euro, die inzwischen für die neuen Top-Smartphone-Modelle aufgerufen werden, überlegen sich Verbraucher deren Kauf oft zweimal. Wurden die Geräte früher oft noch bar bezahlt oder in den Bundles der Mobilfunkanbieter, wird heute gern zu Schnäppchen – wie der 0-%-Finanzierung gegriffen. Oder ein Preisnachlass beim Händler über einen Ratenkredit ausgenutzt. Egal, für welche Variante Sie sich am Ende entscheiden: Nutzen Sie den Kreditvergleich, um die beste Option zu finden und beim neuen Handy nicht zu viel zu bezahlen.

Ein guter Kreditvertrag zeichnet sich durch klare Kosten, faire Zinsen, flexible Rückzahlungsmöglichkeiten und realistische Laufzeiten aus (Foto: Bernardo Emanuelle / Shutterstock.com)
Hier wird es eher schwierig, eine Finanzierung zu erhalten. Banken und Mobilfunkanbieter prüfen vor der Zusage die Bonität. Bei Anbietern, die einen „Kredit ohne SCHUFA“ anbieten, muss auf Details geachtet werden, um keine zu teure Finanzierung abzuschließen. Sollten Fehler bei der SCHUFA für die Situation verantwortlich sein, lassen Sie diese korrigieren.
Der Kreditvertrag läuft unabhängig vom Zustand des Handys weiter. Sie müssen die Raten weiterzahlen, auch wenn das Gerät nicht mehr funktioniert und es einen Ersatz braucht. Möglicherweise hätte Ihnen hier eine gute Handyversicherung oder die verlängerte Herstellergarantie weitergeholfen.
Nein, bei einem Handykredit besteht keine Versicherungspflicht bzw. muss diese separat ausgewiesen und in den Vertragskonditionen festgehalten sein. Eine Versicherung rechnet sich oft auch nur, wenn Sie ein sehr teures Gerät finanzieren und sich gegen einen Sturz oder Wasserschaden schützen wollen.
Bei einem Bundle aus Handy- und Mobilfunkvertrag ist dies schwierig und meist mit zusätzlichen Kosten verbunden. Sie müssen erst die Laufzeit abwarten oder einen zweiten Kaufvertrag über das neue Handy abschließen. Bei einem unabhängigen Kredit können Sie einen zweiten Vertrag parallel laufen lassen oder eine Aufstockung vornehmen.
Hier bestehen verschiedene Möglichkeiten. Versuchen Sie es mit einem Verkauf über Online-Plattformen und investieren den Erlös in die Sondertilgung. Oder nutzen Sie die Möglichkeit, beim Kauf eines neuen Smartphones das Altgerät in Zahlung zu geben.


