

Der Steuerbescheid liegt auf dem Tisch – es droht eine Nachzahlung von 8.500 Euro. Sie haben jetzt noch einen Monat, um gegen den Bescheid Einspruch einzulegen. In dieser Situation auf den Dispokredit zurückzugreifen, kann die finanziellen Probleme größer machen. Auch das Ignorieren des Bescheids macht die Situation nicht besser. Beide Wege führen schnell in die Kostenfalle. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Finanzierung können Sie die Steuerschulden nicht nur zügig ans Finanzamt zahlen, Sie vermeiden auch Mahngebühren und Vollstreckungskosten.
Das Finanzamt ist ein Gläubiger, der bei nicht bezahlten Steuerschulden eine Eskalationsspirale in Gang setzt – die schnell außer Kontrolle gerät. Zuerst kommt eine Mahnung mit zusätzlicher Mahngebühr zwischen drei und 25 Euro. Nach der Mahnung kommen nicht etwa Säumniszuschläge, die einfach nur die Kosten nach oben treiben.
Reagieren Sie nicht, leitet das Finanzamt die Vollstreckung ein. Anders als normale Gläubiger, die zuerst einen gerichtlichen Mahnbescheid erwirken müssen, kann das Finanzamt direkt vollstrecken. Der Steuerbescheid fungiert als Schuldtitel, der unter anderem über eine Kontopfändung betrieben werden kann. Die Kosten explodieren jetzt regelrecht:
Bei einer Steuerschuld von 10.000 Euro können einige hundert Euro hinzukommen. Zusatzkosten, die Sie sich mit der richtigen Finanzierung sparen können.
Sie wollen weitere Schritte des Finanzamts vermeiden? Greifen Sie jetzt zum Kreditvergleich und suchen nach einer Finanzierung für Steuerschulden. Wichtig ist, auf ein hohes Maß an Flexibilität zu achten. Sie suchen nach einem anderen Kredit – für die Unternehmensgründung oder als Autokredit? Jetzt nutzen Sie unseren Vergleich, um günstige Finanzierungen zu finden, die optimal zu Ihnen passen.
Flattert der Steuerbescheid mit einer Nachzahlung ins Haus, haben viele Betroffene einen Gedanken: Zum Dispokredit greifen und die Nachzahlung schnell aus der Welt schaffen. Dieser Schritt wirkt komfortabel und sieht verlockend einfach aus. Auf das Geld haben Sie direkt Zugriff – ohne einen Antrag zu stellen. Es entfallen Wartezeiten und die Einreichung verschiedener Dokumente.
Einfach die Steuerschuld überweisen – Problem gelöst! Die Rechnung bekommen Sie mit etwas Verzögerung. Der Dispokredit gehört tendenziell zu den teuren Finanzierungsformen. Zinssätze zwischen 10 und 15 Prozent p. a. sind keine Seltenheit, es kann bei einigen Banken um noch höhere Zinsen gehen.
Mit einem Ratenkredit zu sechs Prozent p. a. wird die gleiche Steuerschuld bei gleicher Laufzeit zu deutlich günstigeren Konditionen führen:
Die Ersparnis macht sich im Beispiel überdeutlich. Der Dispokredit hat noch einen weiteren gravierenden Nachteil: Die fehlende Struktur. Es gibt keinen festen Tilgungsplan, keine verbindlichen Raten. Der Dispo wird aus den laufenden Gehaltszahlungen getilgt – von denen auch Miete und Strom abgehen. Es besteht die reale Gefahr, so in eine Spirale abzurutschen.
Banken schauen außerdem kritisch auf ein dauerhaft überzogenes Konto. Bewegt sich Ihr Konto permanent im Dispo, kann die Bank den Kreditrahmen reduzieren oder komplett streichen. Plötzlich stehen Sie ohne den Puffer da – ausgerechnet dann, wenn Sie ihn eigentlich dringend brauchen.

Der Ratenkredit kann bei Steuerschulden eine Hilfe sein (Foto: Shutterstock/ fizkes)
Ein Ratenkredit ohne Zweckbindung ist für die Finanzierung von Steuerschulden eine Alternative mit fester Kreditsumme, gleichbleibenden Monatsraten und einer umfassenden Planbarkeit. Letztere entsteht durch den festen Zinssatz, der Ihnen Sicherheit für die Kalkulation bietet. Welche Vorteile nutzen Steuerschuldner beim Ratenkredit gegenüber dem Dispokredit?
Während der Dispo mit 10 bis 15 Prozent zu Buche schlägt, liegen Ratenkredite im Hinblick oft bei fünf bis sieben Prozent p. a., bei guter Bonität teilweise sogar darunter.
Der Tilgungsplan zwingt Sie zur Disziplin. Monat für Monat sinkt die Restschuld, bis Sie komplett schuldenfrei sind.
Viele Banken bieten heute kostenlose Sondertilgungen oder Ratenpausen an. Damit können Sie flexibel reagieren.
Bei der Auswahl des richtigen Kredits für Steuerschulden müssen Sie genau auf mehrere Faktoren achten. Der effektive Jahreszins ist entscheidend für den Vergleich verschiedener Angebote. Er beinhaltet alle Kosten und zeigt Ihnen transparent, was die Finanzierung der Steuerschulden wirklich kostet.
Die Laufzeit wählen Sie so, dass die monatliche Rate nicht nur ins anvisierte Budget passt, sondern auch die Tilgung nicht unnötig in die Länge gezogen wird. Je kürzer Sie die Laufzeit wählen, desto niedriger die Gesamtkosten. Allerdings sollte die Rate auch dauerhaft tragbar sein.
Sondertilgungen sind ein wichtiger Baustein, der Ihnen Flexibilität bietet. Erhalten Sie zum Beispiel ein 13. Monatsgehalt oder können einen Sparvertrag auflösen, können Sie Teile der Restschuld außerplanmäßig tilgen. Das verkürzt die Laufzeit und spart Zinsen.
Das Finanzamt bietet unter bestimmten Voraussetzungen eine Ratenzahlung an. Diese werden aber nur bei einer erheblichen Härte gewährt. Sie müssen also nachweisen, dass die sofortige Zahlung Ihre wirtschaftliche Existenz gefährdet. Diese Rahmenbedingung ist als Messlatte natürlich streng. Das Finanzamt verlangt detaillierte Nachweise über Ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse.
Dazu gehören Kontoauszüge, Gehaltsnachweise und eine Aufstellung aller Ausgaben. Der bürokratische Aufwand ist nicht zu unterschätzen – und Sie erlauben dem Finanzamt einen umfassenden Einblick in die persönlichen Verhältnisse.
Sollte die Ratenzahlung (als Steuerstundung) genehmigt werden, fallen außerdem Zinsen an. Diese betragen derzeit laut Abgabenordnung 0,5 Prozent pro Monat – also sechs Prozent p. a. Ein Nachteil ist die Tatsache, dass die Stundung maximal zwei Jahre gewährt wird. Zusätzlich kann das Finanzamt Sicherheiten verlangen, wie:
Ein weiterer Nachteil: Das Finanzamt kann die Ratenzahlung jederzeit widerrufen, wenn sich Ihre finanzielle Situation verbessert oder Sie eine Rate nicht pünktlich zahlen. Dann wird die Restschuld sofort fällig und die Vollstreckung droht.

Auch beim Finanzamt kann man die Ratenzahlung beantragen (Foto: Shutterstock)
Die Wahl der Laufzeit entscheidet maßgeblich über die Gesamtkosten Ihrer Finanzierung. Eine zu kurze Laufzeit führt zu hohen Monatsraten, die Ihr Budget möglicherweise überfordern. Eine zu hohe Laufzeit treibt die Zinskosten nach oben.
Beispiel: Sie müssen 9.000 Euro Steuerschulden finanzieren, der effektive Jahreszins liegt bei 6,5 Prozent.
| Laufzeit | Monatliche Rate | Gesamtkosten | Zinskosten |
|---|---|---|---|
| 24 Monate | rund 400 € | rund 9.603 € | etwa 603 € |
| 36 Monate | rund 275 € | rund 9.902 € | etwa 902 € |
| 48 Monate | rund 212 € | rund 10.207 € | etwa 1.207 € |
Der Unterschied zwischen kürzester und längster Laufzeit ist deutlich zu erkennen. Wie die optimale Laufzeit aussieht, ermitteln Sie über das monatliche Budget. Planen Sie aber unbedingt einen Puffer ein, der unvorhergesehene Ausgaben deckt.
Damit bei der Finanzierung Ihrer Steuerschulden alles glatt läuft, müssen Sie einem festgelegten Ablauf folgen. Wir fassen an dieser Stelle die wichtigsten Schritte zusammen, um Ihnen bei der Suche nach dem ersten Kredit für Steuerschulden eine „rote Linie“ aufzuzeigen.
Höhe der Steuerschuld ermitteln: Verschaffen Sie sich einen genauen Überblick zur Höhe der Nachzahlung aus dem Steuerbescheid. Sind bereits Säumniszuschläge aufgelaufen? Eventuell können Sie mehrere Bescheide zusammenfassen – um Ärger konsequent aus dem Weg zu gehen.
Budget für die Rückzahlung berechnen: Erstellen Sie eine Haushaltsrechnung und listen alle Einnahmen und Ausgaben auf. Berücksichtigen Sie auch unregelmäßige Ausgaben wie Versicherungsbeiträge oder Reparaturen. Der verbleibende Betrag zeigt Ihnen, wie viel Rate Sie sich leisten können.
Kreditangebote vergleichen: Nutzen Sie den Vergleich, um Angebote verschiedener Banken gegenüberzustellen. Achten Sie hier auf den effektiven Jahreszins, mögliche Sondertilgungen und die Flexibilität bei der Laufzeit. Mit wenigen Klicks verschaffen Sie sich einen umfassenden Überblick.
Konditionsanfrage stellen: Bei bonitätsabhängigen Zinsen empfiehlt sich eine Konditionsanfrage. Sie erfahren, zu welchen konkreten Zinssätzen die Bank Ihnen das Darlehen anbietet. Wichtig: Die Anfrage muss SCHUFA-neutral sein und darf nicht als Kreditantrag gestellt werden.
Unterlagen vorbereiten und Kredit beantragen: Bereiten Sie alle erforderlichen Dokumente vor. Dazu gehören Personalausweis, Gehaltsnachweise, eventuell auch noch Kontoauszüge. Je vollständiger Ihre Unterlagen sind, desto schneller erfolgt die Bearbeitung. Nach der Auszahlung überweisen Sie die Steuerschuld umgehend ans Finanzamt.

Mit einem Plan kann man die Steuerschulden gut finanzieren (Foto: Shutterstock/ Grusho Anna)
Mit der Santander Bank können Sie über den Kredit ohne Zweckbindung ab 1.000 Euro bis 75.000 Euro beantragen, um damit die Steuerschulden zu finanzieren. Der Zinssatz wird durch die Santander in Abhängigkeit der Bonität berechnet – ab 2.99 Prozent p. a. effektiv. Dabei kommt die Bank ihren Kunden mit Sondertilgungen und der vorzeitigen Rückzahlung entgegen. Hier bietet der Kredit finanzielle Flexibilität, um auf verschiedene Situationen zu reagieren. Mit einer Laufzeit zwischen 12 und 96 Monaten, lässt sich Ihre Finanzierung an das monatliche Budget anpassen.
Über die DKB können Sie einen Kredit für die Finanzierung der Schulden beim Finanzamt online beantragen. Zur Verfügung stehen hier Ratenkredite ohne Zweckbindung zwischen 2.500 Euro bis zu 100.000 Euro. Die Finanzierungssumme lässt sich auf Laufzeiten von 12 bis 120 Monaten verteilen. In einem Punkt sticht der Kredit im Vergleich mit anderen Angeboten heraus – beim bonitätsunabhängigen Zinssatz. Die DKB bietet zusätzlich eine Sofort-Variante an, für die ein Zinsvorteil von 0,5 Prozentpunkten angeboten wird.
Von der Postbank wird ein Kredit ab 3.000 Euro bis 80.000 Euro angeboten, dank dem sich die Rückzahlung der Steuerschulden auf 12 bis 120 Monate verteilen lässt. Die Verzinsung basiert auf Ihrer Bonität ab einem effektiven Jahreszins von 3,25 Prozent p. a. (effektiver Jahreszins). Durch die Postbank werden kostenlose Sondertilgungen und eine Möglichkeit zur vorzeitigen Rückzahlung der Finanzierung in den Kredit eingebunden.
Erhalten Sie einen Steuerbescheid, der eine hohe Nachzahlung umfasst, sitzt der Schreck erstmal tief. Für die Finanzierung stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Sie können beim Finanzamt um eine Stundung ersuchen, müssen dafür allerdings einige Hürden überwinden. Ein Ratenkredit ohne Zweckbindung verschafft Ihnen Luft und ermöglicht, mit Sonderkonditionen auch in der Tilgung flexibel zu bleiben. Achten Sie aber darauf, Rate und Laufzeit immer optimal auf das Budget auszurichten.
Das Finanzamt leitet nach erfolgloser Mahnung die Zwangsvollstreckung ein. Das bedeutet Kontopfändung, Lohnpfändung oder im Extremfall die Pfändung von Sachwerten. Die Kosten steigen durch Vollstreckungsgebühren erheblich. Handeln Sie deshalb rechtzeitig.
Das hängt von Ihrer Gesamtsituation ab. Solange die Steuerschuld noch nicht in der SCHUFA vermerkt ist (die Steuerschuld selbst wird nicht eingetragen, aber eine mögliche Privatinsolvenz, die daraus resultieren kann) und Ihre Bonität stimmt, haben Sie gute Chancen auf einen Kredit. Wichtig ist, dass Ihr Einkommen die neue Kreditrate trägt.
Bei vielen Banken erfolgt die Auszahlung nach der Bewilligung innerhalb von 24 bis 72 Stunden. Express-Optionen sind teilweise gegen Aufpreis verfügbar. Wichtig ist, dass Sie alle erforderlichen Unterlagen vollständig einreichen – das beschleunigt die Bearbeitung erheblich, was viel wichtiger ist als eine umgehende Auszahlung.
Ein zweiter Kreditnehmer oder eine Bürgschaft können die Bewilligung eines Kredits verbessern. Voraussetzung ist das Stellen eines Bürgen allerdings nicht. Um Ihre Position beim Antrag zu verbessern, können Sie ein privates Darlehen mit dem Ratenkredit mischen, um die erforderliche Kreditsumme zu verringern.
Eine Stundung bedeutet nur einen Aufschub, ist also keine Dauerlösung. Auch während der Stundung Zinsen an. Zudem sind die Voraussetzungen streng, Sie müssen eine Notlage nachweisen, in der Sie ohne Verschulden gelandet sind. Gerade die Rahmenbedingungen sprechen eher dafür, nach Alternativen zu suchen.


