

Die alte Couch ist langsam durchgesessen, das Bett quietscht bei jeder Bewegung und der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten. Zeit für neue Möbel! Die komplette Wohnzimmereinrichtung kostet leider schnell 8.000 bis 12.000 Euro. Wer jetzt zum erstbesten Finanzierungsangebot greift, zahlt oft drauf. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Tipps für Ihren Möbelkredit vermeiden Sie teure Fallen und sparen mehrere hundert Euro.
Möbelhäuser machen es Verbrauchern leicht. Einfach die neue Couch aussuchen, bestellen und um die Finanzierung der Möbel wird sich auch gleich gekümmert. Kein lästiger Papierkram, kein Gang zur Bank. Klingt doch einfach praktisch, oder? Ja, kann aber leider auch teuer werden.
Möbelhäuser arbeiten mit Partnerbanken zusammen, über welche die Finanzierungen abgewickelt werden. Dass die Verkäufer ein Interesse am Abschluss der Finanzierungen haben, hängt an den Provisionen. Die Höhe der Zinsen und die Sonderkonditionen werden für Sie als Kreditnehmer zum Problem.
Wenn Sie direkt im Möbelhaus den Kredit aufnehmen – ohne vorher andere Angebote gesehen zu haben – kann es passieren, dass Sie einen günstigen Zins verpassen. Bei einer Finanzierungssumme von 8.000 Euro über 48 Monate kann sich ein Unterschied von mehreren hundert Euro ergeben.
Für den gleichen Betrag hätte sich auch noch der passende Couchtisch dazustellen lassen. Genau aus diesem Grund lohnt sich der Vergleich. Mit dem Kreditvergleich finden Sie mit nur ein paar Klicks heraus, welche Bank überzeugende Konditionen bietet.
Worauf Sie beim Möbelkredit-Vergleich immer achten müssen:
Mit der richtigen Finanzierung für Ihre Möbel sparen Sie Geld. Dafür müssen Sie im Kreditvergleich die verschiedenen Angebote checken. Mit wenigen Klicks lässt sich herausfinden, welches der Angebote von der neuen Couch bis zum Wohnzimmer die besten Konditionen finanziert. Sie suchen eigentlich nach einem Kredit fürs neue Auto? Auch dann bringt Sie der Vergleich weiter.

Es lohnt sich verschiedene Finanzierungen zu überprüfen (Foto: Shutterstock)
180 Euro Rate statt 320 Euro – hört sich im ersten Moment gut an. Schließlich passt der Möbelkredit damit noch besser ins Budget. Warum ist die Entscheidung für eine niedrige Rate dann ein Fehler? Viele Verbraucher, die sich in der Entscheidung nur an der Ratenhöhe orientieren, wissen nicht, dass sich diese nur durch zwei wichtige Stellschrauben verringern lässt: Kreditsumme und Laufzeit.
Wenn Sie den Kreditbetrag verringern wollen, geht dies nur über günstige Möbel oder eine Anzahlung. Funktioniert beides nicht, bleibt nur die Ausdehnung der Laufzeit. Sie verteilen damit den Kredit fürs Möbel finanzieren auf einen längeren Zeitraum. Da die Restschuld jetzt aber langsamer sinkt, zahlen Sie länger Zinsen – die Kreditkosten für die Möbelfinanzierung werden höher.
Sie finanzieren Möbel für 6.000 Euro zu sechs Prozent effektivem Jahreszins. Hier die verschiedenen Szenarien:
Zwischen der kürzesten und längsten Laufzeit liegen 576 Euro Unterschied – fast 10 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises! Die Faustregel, an der Sie sich in Ihrer Entscheidung leiten lassen: So kurz wie möglich, so lang wie nötig finanzieren. Die objektiv richtige Entscheidung können Sie aber nur treffen, wenn Sie das Budget kennen. Vom monatlichen Nettoeinkommen ziehen Sie alle festen Ausgaben ab:
Was übrig bleibt, ist Ihr verfügbarer Spielraum, in dem sich die Rate bewegen kann. Wichtig ist, nicht alles für den Kredit einzuplanen. Behalten Sie einen Puffer, um trotz neuer Wohnzimmermöbel auf unvorhergesehene Ausgaben (zum Beispiel eine Reparatur am Auto) zu reagieren.
Es gibt übrigens einen cleveren Trick, um die Finanzierung noch schneller zurückzuzahlen. Viele Banken flechten in den Kreditvertrag Sondertilgungen ein. Können Sie diese kostenlos nutzen, lassen sich schnell fünf bis zehn Prozent der Restschuld pro Jahr außerhalb der vereinbarten Ratenzahlung tilgen.
Sie stehen im Möbelhaus vor Ihrer Traumcouch. Das i-Tüpfelchen: Gerade läuft eine Aktion, das Möbelhaus schenkt Ihnen die Zinsen. 0-%-Finanzierungen werden vom Handel regelmäßig eingesetzt, um Kunden in die Geschäfte zu locken. Auch jene Verbraucher, die sich ohne das Angebot nicht für neue Möbel interessieren würden.
Bekommen Sie die Zinsen für den Möbelkredit aber wirklich geschenkt? Oder steckt am Ende eine ganz andere Kalkulation dahinter? Schauen Sie sich den Markt genau an. Gibt es die gleiche Couch bei Wettbewerbern vielleicht ein paar Euro günstiger? Mitunter gehen im Zusammenhang mit den 0-%-Finanzierungen die Preise etwas nach oben. Wahrscheinlich ist aber auch, dass die 0-%-Finanzierung Ihre Verhandlungsposition schwächt, wenn es um Rabatte geht.
Was Verbrauchern oft so gar nicht bewusst ist: Die 0-%-Finanzierung wird gerne auch dazu benutzt, den einen oder anderen Ladenhüter aus dem Lager zu bekommen. In Kombination mit der Tatsache, dass Händler immer wieder gerne die Kosten aus der Finanzierung (die an die Bank gezahlt werden müssen) auf den Basispreis der Möbel aufschlagen, wird das vermeintliche Schnäppchen teuer.
Die versteckten Nachteile der 0-%-Finanzierung:
Die Lösung ist relativ einfach. Vergleichen Sie die Angebote aller Anbieter und loten aus, wo sich das größte Sparpotenzial realisieren lässt. Sind die gleichen Möbel woanders deutlich günstiger, lohnt sich die 0-%-Finanzierung oft nicht mehr. Stattdessen finanzieren Sie die Möbel über einen günstigen Ratenkredit und treten beim Händler als Barzahler auf.

Eine 0-% Finanzierung muss nicht immer gut sein (Foto: Shutterstock/ PeopleImages)
Sie haben das perfekte Sofa gefunden, die Kalkulation für den Kredit steht und die Rate passt auch noch ins Budget. Was jetzt noch passieren kann: Sie haben beim Möbelkauf Nebenkosten unterschätzt, die Ihre neue Einrichtung deutlich teurer als geplant werden lassen. Zu den Ausgaben, an die Sie vielleicht denken sollten, gehören:
Für die Lieferung der neuen Möbel sollte ein niedriger dreistelliger Betrag eingeplant werden. Die Entsorgung kann vergleichsweise günstig werden (Stichwort Sperrmüll), unter Umständen aber auch etwas mehr kosten. Wo Sie ein gewisses Budget einplanen müssen, ist die Renovierung. Hier geht es je nach Umfang um einige hundert bis tausend Euro. Mit diesen Nebenkosten müssen Sie rechnen und sollten diese auch so in die Berechnung des Budgets einbinden.
Mit der Entscheidung für den Kauf neuer Möbel lohnt es sich, den Zeitpunkt klug zu wählen. Der Kaufzeitpunkt bei Möbeln macht einen Unterschied beim Kaufpreis. Direkt nach der Einführung neuer Modelle werden sich die Möbelhäuser beim Preis wahrscheinlich wenig bewegen.
Kaufen Sie dagegen tendenziell kurz vor dem Modellwechsel, lassen sich Rabatte realisieren. Der Grund: Hersteller und Händler haben ein Interesse daran, für den Wechsel Kapazitäten im Lager zu räumen. Zusätzlich kann es sich lohnen, den Kauf von Ausstellungsstücken in Erwägung zu ziehen. Diese werden mitunter – gerade vor einem Umbau der Geschäftsräume – mit einem deutlichen Preisnachlass angeboten.

Der Zeitpunkt beim Möbelkauf kann entscheidend sein (Foto: Shutterstock)
Für uns gehört die Santander Bank aus mehreren Gründen zu den Anbietern mit einem starken Angebot. Der BestCredit ist eine Finanzierung für Möbel, die ab 1.000 Euro genutzt werden kann. Damit hebt sich der Kredit deutlich von Produkten der Konkurrenz ab, die erst für Kreditsummen ab 5.000 Euro angeboten werden. Da die Laufzeit zwischen 12 und 96 Monaten gewählt werden kann, passen Sie die Rate für den Möbelkredit flexibel an das eigene Budget an. Zusätzlich stecken in dem Kredit Sondertilgungen, mit denen Sie nicht nur flexibel bleiben, sondern den Kredit für Ihre Möbel auch noch schneller an die Bank zurückzahlen.
Als Verbraucher machen Sie bei der ING Erfahrungen mit einem Kredit für Möbel, der sich direkt an die individuellen Rahmenbedingungen des Finanzierungsprojekts anpasst. Finanzierbar sind zwischen 5.000 und 75.000 Euro, womit sich der Ratenkredit eher an die größeren Anschaffungen richtet. Sie können bei der ING ab 2.500 Euro als Alternative einen Rahmenkredit beantragen. Die Kreditlinie steht auch nach der Tilgung zur Verfügung und kann für kleine und große Anschaffungen verwendet werden. Diese besondere Finanzierungsvariante kostet Sie nur dann etwas, wenn ein Teil der Kreditlinie in Anspruch genommen wird.
Wer nach einem Kredit für Möbel sucht, findet auch bei der Commerzbank eine Finanzierungsmöglichkeit. Wie bei der Santander ist die niedrige Mindestkreditsumme ein Vorteil. Ab 1.500 Euro kann der Kredit online beantragt werden. Dabei setzt die Commerzbank zunehmend auf digitale Prozesse. Wer sich für den Online-Abschluss entscheidet, nutzt einen Zinsvorteil von 0,6 Prozent. Durch die Tatsache, dass der Kredit über Laufzeiten von 6 bis 119 Monaten abgeschlossen werden kann, passt sich die Rate an Ihr Budget an.
Eine neue Couch, die neue Küche oder eine komplette Einrichtung fürs Schlafzimmer – hier geben Sie schnell einige tausend Euro aus. Möbelhäuser bieten Ihnen direkt die Finanzierung zur neuen Einrichtung an. Ob das Ganze allerdings der günstigste Kredit ist, steht auf einem anderen Blatt. Um bei den Zinsen nicht zu viel zu bezahlen und sich über Sonderkonditionen Flexibilität offenzuhalten, machen Sie einen Kreditvergleich. Und mit dem unabhängigen Ratenkredit handeln Sie als Barzahler auch noch einen Rabatt aus.
Ja, das ist problemlos möglich. Ratenkredite ohne Zweckbindung können Sie frei verwenden. Ob Sie damit nur Möbel kaufen oder auch gleich den neuen Fernseher und die Waschmaschine finanzieren, ist der Bank egal. Wichtig ist nur, dass Sie die Gesamtsumme realistisch kalkulieren und die Rate ins Budget passt.
Bei Ratenkrediten, die zur freien Verwendung ausgegeben werden, ist in der Regel keine zusätzliche Sicherheit nötig. Die Bank prüft Ihre Bonität anhand von SCHUFA, Einkommen und bestehenden Verpflichtungen. Anders als beim Immobilienkredit müssen Sie keine Grundschuld eintragen lassen. Allerdings kann das Stellen von Sicherheiten Ihre Position gegenüber der Bank verbessern.
Hier sind Händlerfinanzierung und der unabhängige Kreditvertrag zu unterscheiden (dieser läuft unabhängig vom Kaufvertrag). Wenn Sie die Möbel wegen Mängeln zurückgeben, müssen Sie trotzdem den unabhängigen Kredit weiterzahlen – bis Sie das Geld vom Händler zurückerhalten. Damit können Sie den Kredit ablösen.
Die Auszahlung nach der Kreditentscheidung wird allgemein recht zügig abgewickelt und dauert häufig nicht mehr als ein bis drei Tage. Viel wichtiger ist, wie schnell die Bank Ihren Antrag bearbeitet. An dieser Stelle müssen Sie sich auf Unterschiede zwischen den Kreditinstituten einstellen. Einfluss hat aber auch, wie vollständig Ihre Unterlagen sind.
Ja, eine vorzeitige Rückzahlung ist grundsätzlich möglich. Allerdings kann die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen: Bei mehr als zwölf Monaten Restlaufzeit maximal ein Prozent der Restschuld, bei weniger als zwölf Monaten 0,5 Prozent. Im Kreditvergleich müssen Sie an dieser Stelle genau hinschauen, da einige Banken auf die Vorfälligkeitsentschädigung verzichten.


