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Schufa Eintrag löschen lassen – So können Sie einen negativen Schufa Eintrag entfernen lassen

Datum: März 26, 2025
Inhaltlich geprüft durch: Nadine Röbke
Wesentliche Punkte
  • Verbraucher können einen fehlerhaften oder nicht mehr aktuellen Schufa Eintrag löschen lassen.
  • Die Auskunftei entfernt auf Anfrage Falscheinträge oder solche, die keine Berechtigung (mehr) haben.
  • Um die Löschung der Daten sollte sich der Verantwortliche – wie eine Bank – kümmern.
  • Einmal jährlich ist die kostenfreie Selbstauskunft und damit die Kontrolle der Daten möglich.

Eintrag bei der Schufa löschen lassen

Die große Wirtschaftsauskunftei verwaltet Daten von rund 66 Millionen Personen und bewertet deren Bonität. Das Unternehmen arbeitet genau, es können aber überholte oder falsche Einträge vorliegen – in diesem Fall können Verbraucher einen solchen Schufa Eintrag löschen lassen.

Grundsätzlich gewährleistet die Schufa im Interesse aller fundierte Geschäftsbeziehungen auf der Basis gesicherter Zahlungsfähigkeit. Bei der Aufnahme von Informationen und deren späterer Löschung folgt das Unternehmen einen Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben. Wer einen Eintrag bei der Schufa löschen lassen will, muss zunächst verstehen, was gespeichert wird und wie man die Löschung eines Schufa-Eintrags in Gang setzt.

Welche Daten speichert die Schufa überhaupt?

Wer Verträge abschließt, möchte es mit seriösen Partnern zu tun haben. Die Auskünfte über das Zahlungsverhalten werden für genaue und aktuelle Informationen gesammelt, aufbereitet und gepflegt. Das übernehmen Wirtschaftsauskunfteien, die Schufa ist die bekannteste davon.

Sie sammelt Daten über die Zahlungshistorie der Bürger und übermittelt diese Einsichten auf Anfrage und gegen Zahlung. Auf der Grundlage der Daten wird eine Analyse vorgenommen und jeder Person ein Schufa-Score zugewiesen. Der Schufa-Score gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit die bewertete Person ihren Verbindlichkeiten nachkommen kann bzw. wird. Das erleichtert Kunden der Schufa die Bewertung. So nehmen Banken eine Abfrage des Schufa-Scores vor, bevor sie Kredit gewähren – sie sind zur Bonitätsprüfung in Deutschland sogar gesetzlich verpflichtet. Ein Kredit ohne Schufa ist hierzulande also nicht möglich.

Schufa Eintrag löschen lassen

▶️ Deutsche Banken sind zur Bonitätsprüfung verpflichtet/ Shutterstock/ Prostock-studio

Woher kommen die Daten?

Die Informationen rund um das Zahlungsverhalten und die Zahlungshistorie erhält die Wirtschaftsauskunftei aus sehr unterschiedlichen Quellen – zu ihnen gehören:

  • Banken
  • Händler und Online-Händler
  • Anbieter von Leasingverträgen etwa für Fahrzeuge
  • Unternehmen
  • Insolvenzregister
  • Schuldnerverzeichnis

Eine weitere Datenquelle sind Meldungen von Privatpersonen zu offenen Forderungen. Alle diese Angaben sind relevant für die Analyse und fließen in den Schufa-Score ein.

Darüber hinaus sind in den Datenbanken der Auskunftei auch die Angaben zur Person abgelegt. Sie sind nicht von Bedeutung für die Bewertung, sondern helfen dabei, Einträge zweifelsfrei bestimmten Personen zuzuordnen.

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Löschung des Schufa-Eintrag: Genaueres erfahren mit der Selbstauskunft

Bei schwacher Bonität oder sogar einem negativen Schufa-Eintrag verkompliziert sich für Verbraucher das Leben. Schon die einfachsten Vertragsabschlüsse werden erschwert oder sogar abgelehnt. Mit einem negativen Eintrag aufgrund früherer Inkasso- oder Insolvenzverfahren gibt es in Deutschland keinen Kredit. Wie es um die eigene Bonität steht, können Privatpersonen allerdings erfahren – einmal jährlich kostenlos direkt von der Schufa.

Die Einsicht in diese Daten steht Verbrauchern gemäß Artikel 15 der Datenschutzgrundverordnung zu. Die sogenannte Datenkopie wird elektronisch oder per Post übermittelt. Sie ist mit einer einfachen Registrierung verbunden und enthält sämtliche Einträge zu Zahlungshistorie – positive und negative. Auf der Website der Schufa wählen Nutzer die Option der Datenkopie in zwei Varianten:

▶️ Per Post:

Die kostenlose Kopie der zur eigenen Person bei der Schufa gespeicherten Daten kommt per Post innerhalb von fünf bis sieben Tagen. Sie enthält eine Momentaufnahme zur persönlichen Information und den quartalsweise berechneten grundlegenden Schufa-Score.

▶️ Digital:

Nach einer dreiminütigen Registrierung online erhalten Nutzer Zugang zu ihrem Basis-Score bei der Schufa, auch hier in der einmal pro Quartal aktualisierten Version. Der Eintrag umfasst Angaben von Zahlungsausfällen bei der Schufa und gibt darüber hinaus wertvolle Anregungen zur Verbesserung der eigenen Bonität.

Anhand dieser Daten lassen sich die eigenen Einträge prüfen. Insbesondere negative Einträge wirken sich „unsichtbar“ auf finanzielle Entscheidungen und Pläne aus. Gibt es hier überholte oder sogar falsche Einträge, können die Betroffenen einen solchen Schufa Eintrag löschen lassen.

Schufa Eintrag löschen

💡 Schufa Einträge lassen sich löschen/ Shutterstock/ PeopleImages.com – Yuri A

Diese Angaben nutzt die Schufa für die Bonitätsanalyse

Die große Wirtschaftsauskunftei berechnet quartalsweise die Bonität – aber welche Angaben werden dabei verwendet? Bekannt ist, dass insgesamt siebzehn Kriterien in das Scoring einfließen, vierzehn davon legt die Schufa offen:

  1. Bestandsdauer des ältesten Girokontos
  2. Alter der aktuellen Wohnadresse
  3. Anzahl der Kreditkarten
  4. Anzahl der Kreditkartenanfragen im Vorjahr
  5. Offene Verbindlichkeiten
  6. Laufendes Insolvenzverfahren
  7. Zahlungsausfälle in den vorausgegangenen drei Jahren
  8. Anzahl der laufenden Ratenkredite
  9. Höchste Laufzeit eines aktuellen Ratenkredits
  10. Aktuelle monatliche Belastung durch Ratenkredite
  11. Laufende Immobilienfinanzierungen
  12. Anzahl der Rechnungskäufe im Onlinehandel
  13. Anzahl der laufenden Inkasso-Anfragen
  14. Anzahl der erledigten Negativmeldungen

Anhand der Auswertung vergibt die Schufa eine Bewertung in Form eines Buchstabens des Alphabets – von A als „Bestnote“ absteigend. Was eine Bank dann mit dieser Bewertung anfängt, hängt auch davon ab, welches Risiko sie als Geldgeber auf sich nimmt.

Mit guter Bonität sind höhere Darlehen über längere Laufzeiten möglich, bei schwacher Bonität erhalten Antragsteller häufig lediglich Kleinkredite, mitunter zu erhöhten Zinsen.

Wie kommt es zu einem negativen Eintrag bei der Schufa?

Damit es zu einem Negativ-Eintrag kommt, müssen Schuldner nachweisbar ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen sein – sei es beim Begleichen einmaliger Rechnungen oder bei längerfristigen Verträgen wie mit Kreditgebern oder Versorgern. In diesem Fall folgen zwei Abmahnungen und ein Verweis auf den drohenden Negativ-Eintrag.

Verbraucher können bis zu diesem Schritt ihre Schulden begleichen und gegen den Eintrag Widerspruch einlegen – dann kann ein Negativ-Eintrag nur auf gerichtliche Anordnung erfolgen.

Eine Kreditvergabe bei negativer Schufa erfolgt zumindest bei deutschen Banken nicht. Wer mit einem Negativ-Eintrag, der noch nicht gelöscht werden kann, nach einer Finanzierung sucht, findet diese bestenfalls als Schweizer Kredit, also bei einer Bank im Ausland.

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Speicherfristen und automatische Löschungen

Die Datensammlung der Schufa ist nicht unbefristet möglich. Für die Einträge bei der Auskunftei gelten Fristen – sind sie abgelaufen, muss die Schufa den jeweiligen Eintrag ohnehin tilgen. Die Speicherfristen sind unterschiedlich bemessen, wie unsere Tabelle zeigt.

💡 Art der Information 🗓️ Löschfrist
Falsche oder überholte Informationen, unberechtigte Einträge Sofortige Löschung möglich
Informationen zu Privatinsolvenzen einschließlich Restschuldbefreiung Löschung nach sechs Monaten
Kreditanfragen Löschung nach zwölf Monaten
Offene Forderungen / Rechnungen Löschung nach drei Jahren

Schufa-Eintrag löschen: Ein neues Gesetz gilt für einmalige Zahlungsstörungen

Ein neues Gesetz erleichtert seit Januar 2025 die Löschung von negativen Einträgen bei der Schufa – sie regelt die Speicherfristen für eine erste und einmalige Zahlungsstörung und verkürzt sie auf 18 Monate nach Erledigung. Das Gesetz wird auch als „100-Tage-Regelung“ bezeichnet und greift, wenn die folgenden drei Kriterien erfüllt sind:

  • Begleichen des Zahlungsausfalls innerhalb von 100 Tagen nach Eingang der Meldung bei der Schufa.
  • Bis zum Ende der verkürzten Speicherfrist von 18 Monaten dürfen keine weiteren Negativmeldungen eingehen.
  • Auch Einträge im Schuldnerverzeichnis oder im Insolvenzregister dürfen nicht vorliegen.

Die Gesetzesanpassung soll dazu beitragen, bei einmaligen Zahlungsausfällen rascher eine erneut gute Bonität herzustellen.

Schufa Eintrag löschen gesetz

▶️ Eine Gesetztes Anpassung hilft dabei schneller eine bessere Bonität wiederherzustellen/ Shutterstock/CrizzyStudio

Sofortige Löschung: In diesen Fällen ist sie möglich

Was unberechtigte oder fehlerhafte und veraltete Daten betrifft, haben Verbraucher einen Anspruch auf die sofortige Löschung, wenn es um die folgenden Sachverhalte geht:

1️⃣ Personenverwechslung:

Daten zu Personen mit gleichem Namen, die fälschlicherweise dem eigenen Datensatz zugeordnet sind.

2️⃣ Falscheinträge:

Falsche Angaben seitens eines Kreditinstituts oder aus dem Handel, die nicht belegt werden können oder überholt sind, weil die Forderung beglichen wurde.

3️⃣ Veraltete Einträge und verjährte Forderungen:

Getilgte Forderungen oder Ansprüche, die verjährt sind, können ebenfalls auf Antrag gelöscht werden, unter Berücksichtigung der Speicherfristen.

4️⃣ Unberechtigte Einträge:

Keine Berechtigung haben Einträge etwa zu Mahnverfahren, wenn die Mahnung nicht zugestellt wurde, wie bei einem Adresswechsel.

Wichtig für Verbraucher: Die erste Adresse für eine Löschung des Schufa-Eintrags, den ein Unternehmen veranlasst hat, ist das Unternehmen selbst – im Fall von Krediten die Bank. Sie muss nach der Begleichung der Restschuld dafür sorgen, dass der Eintrag bei der Auskunftei nach Ablauf der Speicherfrist getilgt wird. Wer bei seiner Bank die Löschung eines (negativen) Schufa-Eintrags fordert, sollte allerdings auch die Schufa selbst informieren.

Für fehlerhafte Einträge, insbesondere Negativ-Einträge, müssen Privatpersonen ihre Rechte kennen: Aus einem Falscheintrag kann ihnen ein konkreter wirtschaftlicher Schaden erwachsen und damit möglicherweise auch ein Schadenersatzanspruch.

Nicht gelöscht werden können Informationen zu laufenden Verträgen oder Zahlungsausfälle, die nicht von der Verjährung betroffen sind!

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Fazit: Einsicht nehmen und Eintrag bei der Schufa löschen lassen

Eine Wirtschaftsauskunftei wie die Schufa ist eine wichtige Quelle der Information für Unternehmen. Sie arbeitet keineswegs willkürlich, sondern regelbasiert und unterstützt dabei auch Verbraucher – nämlich mit positivem Scoring und der Löschung veralteter oder fehlerhafter Informationen.

Wer online Kredit beantragen will, ist gut beraten, zuvor Einblick in den eigenen Schufa-Score zu nehmen, die Einträge zu prüfen und Unzutreffendes gegebenenfalls löschen zu lassen. Das ist einmal jährlich kostenfrei möglich. Anschließend wird der Kreditantrag mit realistischen Erwartungen gestellt – und natürlich ohne unangenehme Überraschungen.

Für die Strukturierung der eigenen Finanzen empfiehlt sich sorgfältige Planung, dabei helfen online verfügbare Budget- und Kreditrechner. Wer sich nicht übernimmt mit seinen Ratenkrediten, kann negative Einträge bei der Schufa von vornherein vermeiden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

💡 Wie erfahre ich, welche Informationen die Schufa über mich speichert?

Eine Kopie der eigenen Daten können Privatpersonen einmal jährlich kostenlos bei der Schufa anfordern.

❌ Kann ich einen Eintrag bei der Schufa löschen lassen?

Durchaus – fehlerhafte Daten muss die Auskunftei sofort löschen, für andere Daten gelten Speicherfristen.

▶️ Wie gehe ich vor, wenn ich einen Schufa Eintrag löschen lassen will?

Personendaten löscht die Schufa auf direkte Anfrage – für Einträge, die von Unternehmen gemeldet wurden, müssen die Unternehmen die Sachlage korrigieren. Das gilt beispielsweise, wenn ein Ratenkredit vollständig getilgt wurde.

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