Leben

Lombardos anderer Familienroman "Schräge Geschichten hat doch jeder"

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Gleich mit dem Debüt einen Bestseller gelandet: Claire Lombardo

(Foto: Michael Lionstar)

"Über meine Kurzgeschichten sagten einige, dass sie sehr lang sind, keinen richtigen Plot haben und dass alle einander sehr lieben", verrät Claire Lombardo bei ihrem Besuch in Berlin. Das mit der Länge und der Liebe gilt auf jeden Fall auch für ihren Debütroman "Der größte Spaß, den wir je hatten". Darin erzählt die 30-Jährige die Geschichte der Familie Sorenson und von der Liebe zwischen Marilyn und David, die so leidenschaftlich ist, dass sie nicht nur vier Töchter hervorbringt, sondern Wendy, Violet, Liza und Grace bei aller Rivalität untereinander gleichermaßen zur Verzweiflung treibt – denn wie sollen sie jemals da heranreichen können? Dysfunktionale Familie einmal ganz anders.

"Wie viele Seiten hat die deutsche Übersetzung? 700? Oje, man sagte mir schon, dass ich auf die 500 Seiten der englischen Ausgabe noch mal 25 Prozent dazurechnen kann, weil deutsche Sätze viel länger sind." Stimmt schon, aber die lesen sich so schnell weg, dass man sich schon auf die gerade vom amerikanischen TV-Sender HBO angekündigte Verfilmung freut. Und bis dahin soll idealerweise die Schauspielerin Katja Riemann weiter so humorvoll und groß aus dem Buch lesen, wie bei der Deutschland-Premiere in der Berliner Geistesblüten-Buchhandlung.

ntv.de: Glückwunsch erstmal zum HBO-Deal. "Der größte Spaß, den wir je hatten" wird jetzt zur Serie. Das muss aufregend sein.

Claire Lombardo: Vielen Dank! Ja, das ist wirklich surreal.

Produzentinnen sind Amy Adams und Laura Dern. Aber Sie werden das Drehbuch schreiben.

Ja, ich arbeite gerade gemeinsam mit einer Fernseh-Drehbuchautorin an der Pilot-Sendung. Ich habe noch nie so etwas in der Art geschrieben und freue mich über die Gelegenheit. Es ist schwierig, dieses Buch für den Bildschirm zu adaptieren. Es gibt so viele Szenen, die sich nur in Gedanken abspielen. Es macht aber Spaß, gemeinsam zu überlegen, wie man das neu strukturieren könnte, damit es cineastischer wird. Außerdem arbeiten aktuell fast nur Frauen an dem Projekt, angefangen bei den Produzentinnen, was wirklich großartig ist.

Sie haben fünf Jahre an "Der größte Spaß, den wir je hatten" geschrieben, aber nach der geschriebenen letzten Seite haben sich die Dinge offenbar schnell entwickelt – erst ein Buchvertrag, Übersetzung ins Deutsche, weitere Länder sind angefragt und nun die Verfilmung.

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Wann habe ich es fertig editiert? Dezember 2018? Nein, 2017. Immer noch ziemlich schnell. Das ist gerade definitiv ein "alles-auf-einmal"-Moment. Meine Erfahrung beim Schreiben ist, dass Du entweder auf die Folter gespannt wirst oder dass alles auf einmal passiert. Schreiben ist erstmal eine einsame Beschäftigung. Nur sehr wenige Leute haben die ersten Entwürfe gelesen. Dann gab es lange Perioden, in denen ich es überarbeitet habe, dann haben wir es Lektoren und Auktionen rausgeschickt und dann passierten alle möglichen wundervollen Sachen.

Haben Sie sich jemals so etwas vorstellen können, haben Sie eine Karriere als Autorin angestrebt?

Ich habe definitiv davon geträumt, aber nie gedacht, dass das möglich wäre. Ich wollte Sozialarbeiterin werden, als Familientherapeutin arbeiten. Doch das Schreiben ließ mich nicht los. Also löste ich meine Ersparnisse auf und bewarb mich bei zwölf Studiengängen für Kreatives Schreiben, die in den USA sehr teuer sind. Ich landete schließlich im Iowa Writers' Workshop und hätte nie gedacht, dass ich heute hier sitze.

"Der größte Spaß, den wir je hatten" ist Ihr Debütroman. Sie wurden mit Jonathan Franzen ("Die Korrekturen") und John Irving verglichen ("Garp und wie er die Welt sah"). Sie sind viel jünger als diese Autoren, sind sie überhaupt noch eine Referenz für Sie?

Ich habe die "Korrekturen" geliebt, ich habe es vor sehr langer Zeit gelesen, da war ich vielleicht 16 Jahre alt? Ein anderes meiner Lieblingsbücher ist "Middlesex" von Jeffrey Eugenides. Kennen Sie es?

Oh ja. Es ist gut, verstörend und einfach großartig.

Herzzerreißend. Das ist ein Buch, das ich einmal im Jahr lese, weil ich es so sehr liebe. Dieses Buch handelt von Intersexualität. Ich glaube, das war der richtige Ausdruck damals, als das Buch geschrieben wurde, ich bin nicht sicher, ob es heute noch politisch korrekt ist. Aber für mich ist Middlesex vor allem auch eine wundervolle Familiengeschichte, von den Großeltern, über die Eltern bis zu dem Kind. Aber während ich geschrieben habe, war es geradezu gefährlich, Bücher zu lesen. Wenn ich zum Beispiel "Middlesex" gelesen habe, hat es mich eingeschüchtert. Ich dachte immer nur, wie macht Eugenides das?

In der US-Presse wurden die Sorensons als echte amerikanische Familie gelobt. Jetzt, wo ich das Buch hier in Deutschland lese, finde ich es aber recht universell. Was ist typisch amerikanisch an den Sorensons?

Das ist witzig. Ich habe auf der Frankfurter Buchmesse mit einer Journalistin gesprochen und sie sagte mir, dass sie sich als deutsche Frau gar nicht mit der Familie identifizieren konnte. Ich weiß nicht genau, warum. Sicher, das ist eine Familie aus dem amerikanischen mittleren Westen, es gibt kulturelle Eigenheiten, es geht auch mal um den amerikanischen Traum, das Streben nach einem besseren Leben. Aber sonst?

Nun ja, das gibt es hier grundsätzlich auch. Haben Sie gefragt, ob sie Geschwister hat?

Zumindest Töchter. Und für sie gingen die Töchter in meiner Geschichte nicht genügend Risiken ein. Da habe ich sie gefragt, ob das spezifisch für deutsche Kinder sei?

Risiken eingehen? Scheint mir nicht gerade eine typisch deutsche Eigenschaft zu sein, aber gut. Sind nicht Amerikaner als unternehmungslustiger bekannt?

Vielleicht vergleichen die Leser die Geschichte mit ihren eigenen Familien und denken, dieses oder jenes sei nicht realistisch, weil der eigene Vater zum Beispiel nie so handeln würde. Das könnte hier auch der Fall gewesen sein. Zu meiner Verteidigung kann ich dann nur sagen, dass meine Charaktere einfach menschliche Wesen sind. Bestimmt sind einige Lebensentscheidungen auch durch ihre Kultur beeinflusst. Aber im Kern sind wir uns doch alle ähnlich. Wir haben alle Sehnsüchte, Dinge, die wir bedauern und sind eifersüchtig.

Sie wurden außerdem in der Presse dafür kritisiert, dass Sie über eine privilegierte weiße Mittelstands-Familie geschrieben haben, die nicht sehr divers ist.

Ich habe die Sorensons bewusst als wohlhabende Mittelstandsfamilie ausgestattet. Mich interessieren die Effekte von Klassen und Geld auf ein Leben. Wenn du deinen Charakteren außerdem viel Geld gibst, können sie sich auf ihr Innenleben konzentrieren, sie sorgen sich nicht darum, wo sie in der kommenden Nacht schlafen werden.

Wer zum Beispiel Geschwister hat, kann sich aber in der Familiendynamik und den verschiedenen Rollen, die es in Familien so gibt, wiederfinden. Mit den zwei ältesten, Wendy und Violet, die im selben Jahr geboren und damit nahezu wie Zwillinge sind. Oder mit Liza, die in der Mitte schwebt oder dem Nesthäkchen Grace. Haben Sie Geschwister?

Ja, habe ich. Ich bin die jüngste von fünf Geschwistern mit drei älteren Schwestern und einem älteren Bruder. Aber keine Sorge, da das keine autobiografische Geschichte ist, habe ich meinen Bruder nicht auf dem Papier umgebracht! Wenn ich es getan hätte, wäre das aber auch in Ordnung für ihn gewesen. Wie bei Grace in dem Buch, gibt es eine Lücke von neun Jahren zwischen mir und dem nächsten Geschwisterkind. Meine Eltern haben vier Kinder in fünf Jahren gekriegt und dann neun Jahre später mich. Eine ähnliche Familienstruktur also.

Die Ähnlichkeiten im Roman sind ja unübersehbar ...

Ich habe die Altersverhältnisse im Roman ähnlich zu denen in meiner Familie gemacht, weil ich die verschiedenen Rollen, die Geschwister untereinander haben, interessant finde. Ich mochte es, darüber nachzudenken, wie die Geburtenreihenfolge die einzelnen Figuren beeinflusst hat. Wendy und Violet sind beide auf ihre Art durchsetzungsfähig, wobei Violet getriebener ist als ihre Schwester, die taktischer vorgeht. Dann ist da Liza, die in der Mitte oft vergessen wird und Grace, die so viel jünger als die anderen ist, dass sie quasi wie ein Einzelkind aufwächst. Sie hat eine andere Perspektive auf die Eltern und gleichzeitig den Druck, den drei älteren Schwestern nachzueifern.

Was war Ihre Rolle in der Familie?

Mit so viel älteren Geschwistern aufzuwachsen, hat mich quasi zum Beobachter gemacht. Ich war fasziniert davon, wie seltsam die Beziehungen von Geschwistern untereinander sein können. Das war schon immer eines meiner Lieblingsthemen, über die ich mit Freunden geredet habe. Schräge Familiengeschichten hat doch jeder.

Oh ja. Ich bin selber die jüngste von dreien und es gibt große Altersabstände bei uns. Aber wir haben auch schon festgestellt, dass sich im Laufe der Jahre die Rollen durchaus verändern können. Das wäre doch eine Idee für eine Fortsetzung: Wenn Marilyn und David älter werden, könnte sich Gracie vorwiegend um sie kümmern.

Das ist meinem deutschen Lektor auch schon aufgefallen. Grace ist zwar die Jüngste, aber sie ist gleichzeitig auch diejenige, bei der die anderen Rat suchen. Sie hat also diese zwei Seiten – sie ist relativ unreif, in der Entwicklung gehemmt, aber bei verschiedenen Themen ist sie die Verantwortliche. Ich habe mich auch oft so gefühlt, ich war auf der einen Seite immer die Baby-Schwester, auf der anderen Seite hieß es oft: "Claire hat die Verantwortung".

Hinzu kommt, dass Eltern, gerade bei großen Altersabständen, in völlig verschiedenen Situationen sind, wenn die Geschwisterkinder kommen.

Genau. Gerade neulich sagte jemand zu mir, dass sie zwei Kinder habe und beim zweiten eine komplett andere Mutter war. Aber wie könnte das auch anders sein? Beim ersten Kind ist alles neu, dann wartest Du eine Weile – oder auch nicht – und kriegst ein weiteres Kind. Da ist alles anders.

Ist Ihnen denn Grace von allen Figuren am nächsten, weil sie als Jüngste quasi Ihre "Rolle" einnimmt?

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Bis zu einem gewissen Grad, ja. Aber gleichzeitig finde ich mich in jeder Tochter in diesem Roman wieder. Aber Grace und ich sind beide "Millennials", das verbindet uns. Ihre Schwestern und meine Geschwister stammen aus der Generation X. Wir Millennials scheinen besonders unter dem Druck zu leiden, genau wissen zu müssen, was wir mit unserem Leben anfangen wollen. Diese Notwendigkeit, wirklich große Entscheidungen zu fällen, während Du noch wirklich jung bist. Deshalb wollte ich eine Figur wie Grace im Buch haben. Sie ist hoch funktional, sie ist intelligent, sie ist sich nur nicht sicher, was sie in der Welt tun möchte. Und damit kann ich mich sehr identifizieren.

Liza ist analytisch, sie versucht zu verstehen, warum die Personen sind, wie sie sind und so bin ich auch, deshalb bin ich vermutlich Autorin geworden. Am wenigsten kann ich mich mit Wendy und Violet identifizieren, wobei Wendy und ich denselben Humor haben. Der von Wendy ist aber krasser als meiner! (lacht)

Bei Violet verstehe ich das Bedürfnis, das eigene Leben nach außen hin auf eine bestimmte Weise aussehen zu lassen und große Anstrengungen zu unternehmen, um dieses Bild aufrechtzuerhalten, selbst auf Kosten anderer Dinge. Ich tue so etwas nicht unbedingt, aber ich verstehe es.

Zwischen den Sorenson-Schwestern herrscht aber nicht nur Harmonie, sie können auch richtig schlimm zueinander sein. Haben Sie so etwas auch erlebt?

Natürlich. Ich liebe etwa alle meine Schwestern, aber wir mögen uns nicht immer! Auch mit meinen Freundinnen habe ich so etwas erlebt. Ich glaube, Frauen haben die einzigartige Gabe, rührend verständnisvoll und gleichzeitig auch furchtbar grausam zueinander zu sein. Sie haben einen Radar für die Schwächen der anderen, gleichzeitig verändern sich die sozialen Hierarchien ständig. Das hört auch nicht auf. Beim Buch wusste ich immer, es würde nie eine Kluft entstehen, die so tief ist, dass es das Ende der Familie ist. Es gibt Familien, wo die Brüche so groß sind, dass sie nicht zu kitten sind, aber oft sorgt schon das Konstrukt Familie dafür, dass das trotz Streitereien nicht passiert.

Ich mochte es, wie Jona, das ehemalige Pflegekind, bei den Sorensons lernt, dass man Streit haben kann, ohne dass es den endgültigen Bruch bedeuten muss.

Ja, man kann streiten und sich dann wieder versöhnen.

Auch wenn in Familien die Streitgründe selten vergessen werden.

Ja, aber das hält die Familien auch oft zusammen. Auch wenn man dann denkt: Oh nein, jetzt fängt der andere schon wieder mit diesem Thema an. (lacht)

Darum geht es vermutlich letztendlich bei Familien, damit werden sich viele identifizieren können. Eine Sache, die man dagegen nicht so häufig liest, ist deine Idee, aus den Eltern, Marilyn und David, ein so verliebtes Ehepaar zu machen, dass die Töchter darunter leiden, weil sie selber dieses Ideal nicht werden erreichen können. Das ist mal eine andere Art einer dysfunktionalen Familie.

Ja, das war mir beim Schreiben gar nicht bewusst, dass das einzigartig ist. Ich war definitiv von der Beziehung meiner eigenen Eltern beeinflusst. Meine Eltern sind nicht die Eltern in dem Buch. Aber ich hatte Eltern, die einander sehr zugewandt, sehr gute Freunde waren und sich begehrten. Für mich war das als Kind selbstverständlich, aber meine Kindheitsfreunde haben mir erst kürzlich erzählt, wie sie sich daran erinnerten, einen Raum betreten zu haben, wo man richtig fühlen konnte, wie meine Eltern den Raum quasi erleuchtet haben, weil sie so verrückt nacheinander waren. Für meine Schwestern und mich ist es schwer, diesem Vorbild gerecht zu werden. Ich wollte also eine Beziehung beschreiben, die im Kern wirklich gut war.

Obwohl sie nicht perfekt ist.

Richtig! Das ist auch ein bisschen der Unterschied zwischen der Wahrnehmung und der Realität. Die Töchter denken, dass sie eine perfekte Beziehung sehen, wo es in Wirklichkeit eine emotionale Untreue gibt. Geheimnisse. Nichts ist perfekt. Das gilt wohl für jede Beziehung. Es hat Spaß gemacht, mit diesem Kontrast zu spielen - so sehen die Töchter diese vermeintlich perfekte Beziehung und so ist sie wirklich.

Haben Sie da nicht nur aus der eigenen Familie, sondern auch von der Arbeit als Sozialarbeiterin geschöpft?

Absolut. Ich habe mit Obdachlosen gearbeitet, mich also am anderen Ende des ökonomischen Spektrums bewegt. Ich war 19 Jahre alt, als ich anfing.

Das ist ziemlich jung.

Ja und ich hatte eine Chefin, die ich heute liebe, die mich aber damals eingeschüchtert hat. Ich wurde ins kalte Wasser geschmissen, an ein Telefon gesetzt und die Leute riefen an, mit Problemen, die ich mir nicht mal vorstellen konnte. Ich komme nicht aus so einer vermögenden Familie wie bei den Sorensons, aber es war sehr komfortabel bei uns. Auf einmal sollte ich Leuten helfen, die nicht wussten, wo sie heute Nacht schlafen würden. Ich habe diesen Job geliebt, aber es war erschöpfend. Aber diese Zeit hat mich auf jeden Fall empathischer gemacht, was wichtig für das Schreiben ist. Und ich habe gelernt, mit Leuten zu sprechen, ihren Geschichten zuzuhören, was ähnlich wichtig ist.

In den USA ist der Druck groß, etwas aus sich zu machen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Schule beenden, zur Universität gehen, einen Job finden, darin erfolgreich sein und so weiter. Aber ich glaube, es ist unrealistisch, von 18-Jährigen zu erwarten, dass sie schon wissen, was sie mit ihrem Leben anstellen wollen. Ich wusste es bestimmt nicht. Ich habe das College abgebrochen, hatte danach diesen seltsamen Job. Ich musste erstmal verschiedene Dinge ausprobieren.

"Der größte Spaß, den wir je hatten" erzählt die Geschichte nicht nur aus den verschiedenen Perspektiven der Sorenson-Familie, sondern arbeitet auch mit großen Zeitsprüngen. Haben Sie es auch so geschrieben, oder haben Sie erstmal chronologisch geschrieben und später alles durcheinandergewürfelt?

Ich habe vor allem sehr chaotisch geschrieben. (lacht) Ursprünglich habe ich mit einer Kurzgeschichte über Violet angefangen. Diese Frau, die nach außen hin dieses perfekte Leben führt, das dann durch dieses verlassene Kind, von dem sie dachte, dass sie es nie wiedersehen würde, durcheinandergebracht wird. Das war der Grundstein dieses Buches. Aber als ich anfing, ihre Eltern und ihre Schwestern zu beschreiben, interessierte ich mich mehr und mehr für das ganze Familienkonstrukt. Aber ich habe überhaupt nicht chronologisch geschrieben. Ich war eher in so einem Modus, wo ich mir sagte, okay, heute habe ich Lust über dieses und jenes zu schreiben. Es gab eine Phase, wo ich nur in kleinen Vignetten erzählt habe, ohne Plot, ohne Struktur. Es hätte auch so funktionieren können, aber ich habe das dann wieder überschrieben und dann ist es wirklich lang geworden.

Mit Claire Lombardo sprach Samira Lazarovic.

Quelle: ntv.de