Deutschland für Abenteurer

Vor der Haustür Fünf Outdoor-Hobbys zum Ausprobieren

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(Foto: imago/blickwinkel)

Um echte Abenteuer zu erleben, muss man nicht Hunderte Kilometer fahren. Sie sind oft gar nicht weit vom eigenen Heim entfernt und lassen sich gut ins alltägliche Leben integrieren. Nach dem Absolvieren eines harten Survival Camps stellt eine einsame Nacht im Wald kein Problem mehr dar. Entdeckerische Höhlenausflüge sorgen dagegen für Nervenkitzel. n-tv stellt Ihnen fünf dieser "Mini-Abenteuer" vor.

Runter vom Sofa, rein ins Abenteuer: Warum nicht einmal einen Ausflug der etwas anderen Art erleben? Das innere Kind freut sich definitiv über die Mini-Abenteuer, für die keine große Vorbereitung und teure Ausrüstung nötig sind. Diese fünf Naturaktivitäten vor der eigenen Haustür sollten sich Abenteuerlustige keineswegs entgehen lassen.

Survival-Camp-Training: Überlebenskünstler werden

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(Foto: imago/Westend61)

Echtes Abenteuer-Feeling versprechen Survival Camps, die selbst eingefleischte Stadtmenschen überlebensfähig in der Wildnis machen. Dort lernen die Teilnehmer abseits von der Zivilisation, wie man ohne Hilfsmittel ein Feuer zündet, sich selbst eine Unterkunft baut oder sich bei Nacht im Wald orientieren kann. Selbst die Nahrung suchen sich die Naturliebhaber hierbei selbst zusammen. Das Ziel des harten Wildnis-Trainings ist es, sich mit dem nötigen Wissen über die Natur und ihre Eigenheiten in dieser eigenständig zurechtfinden zu können. Wer an einem Survival Camp teilnimmt, überwindet häufig seine persönlichen Grenzen, wird sich aber zum Schluss regelrecht zuhause in der Natur fühlen. Die Survival-Trainings sind für Einsteiger und bereits erfahrene Abenteurer verfügbar. Meist dauern sie zwei Tage und kosten um die 150 Euro, wobei so ein Outdoor-Überlebenstraining durchaus auch bis zu einer Woche lang sein kann. Dementsprechend erhöht sich natürlich auch der Preis.

Radwandern: Die Natur auf zwei Rädern erkunden

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(Foto: imago/Westend61)

Ein Wanderausflug mit dem Fahrrad ist sicherlich nichts für Sportmuffel, ermöglicht aber das zügige Entdecken wundervoller Landschaften. Eine spontane Rast an besonders schönen Orten ist hierbei jederzeit möglich. Inzwischen gibt es zahlreiche Radwanderwege in Deutschland und Europa, die sich perfekt für diesen Urlaub der besonderen Art eignen. Je nachdem, welchen der Abenteurer sich aussucht, befinden sich auch Sehenswürdigkeiten, Museen, Galerien und weitere kulturelle Highlights in unmittelbarer Nähe der Route. Auch das Übernachten ist kein Problem, denn inzwischen sind viele fahrradfreundliche Hotels, Jugendherbergen, Campingplätze und Pensionen auf diese spezielle Zielgruppe ausgerichtet.

Der 840 Kilometer lange Elberadweg gehört zu der beliebtesten Strecke von Radwanderern. Er beginnt in Cuxhafen und führt über Hamburg, Dessau und Dresden bis zum Ausgangsort der Elbquelle nach Špindlerův Mlýn in Tschechien. Ebenso begehrt ist der Ostseeküsten-Radweg, der in Usedom startet und in Flensburg endet. Radwanderer entdecken auf der 433 Kilometer langen Strecke traumhafte Strände, kleine Küstenorte, wunderschöne Seebäder und geheimnisvolle Buchten. Für besonders Sportliche eignet sich der Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Weg. Dieser ist zwar "nur" 290 Kilometer lang, hat es aber in sich: Anspruchsvolle Steigungen und flache Radwege wechseln sich hierbei regelmäßig ab. Auf dem Weg zum schönen Bodensee erwarten Radwanderer jedoch auch verspielte Flüsse, wie die junge Donau, und zahlreiche wunderschöne Gewässer.

Tauchen: Märchenhafte Unterwasserwelt kennenlernen

Wer taucht, sieht mehr von der Welt als Nichttaucher. Auf den Taucher warten unzählige Tiere und Pflanzen, die das Tauchen als Hobby oder Mikroabenteuer so spannend machen. Es müssen jedoch nicht immer exotische Gewässer und Meere sein: In der eigenen Umgebung warten zahlreiche Seen darauf, erkundet zu werden.

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(Foto: imago/JOKER)

Bevor Anfänger die wunderschöne Unterwasserwelt entdecken, müssen sie einen speziellen Tauchkurs an einer der vielen Tauchschulen in Deutschland oder während einer Urlaubsreise im Ausland absolvieren. Mit dem erworbenen Tauchschein können dann auch Seen und Ozeane weltweit erkundet werden. Vor der Teilnahme an einem Tauchkurs sollte eine ärztliche Untersuchung beim Hausarzt die Tauchfähigkeit bestätigen. Zudem kann der Interessierte einen "Schnupper"-Tauchgang absolvieren. Die eigentliche Taucherprüfung dauert etwa vier Tage und umfasst, neben der Tauchpraxis, auch einen theoretischen Teil. Die Kosten für den Tauchschein liegen in Deutschland häufig zwischen 300 und 400 Euro. Im Ausland ist ein Tauchkurs oft noch preisintensiver.

Klettern im Hochseilgarten: Spaß haben in schwindelerregender Höhe

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Ein Besuch in einem der zahlreichen Hochseilgärten Deutschlands, ganz in der Nähe des eigenen Wohnortes, lohnt sich nicht nur für den Adrenalinkick: Das Klettern zwischen den Baumwipfeln hält fit, baut Stress ab und verbessert die Koordination. Sogar die eigene Höhenangst kann beim Herumkraxeln in den bis zu 25 Meter hohen Hochseilgärten überwunden werden. Mit den zahlreichen Seilrutschen und wackeligen Brücken bieten die einzelnen Parcours-Stationen in und zwischen den Bäumen viel Spaß für Kinder und Erwachsene. Anfänger sollten das Klettern zunächst auf den Kinderparcours üben, bevor sie sich an die schwierigeren wagen. Im Kletterparkverzeichnis finden Abenteuerlustige geeignete Hochseilgärten in ihrer Nähe.

Höhlenausflug: Eintauchen in die Unterwelt

Besonders im Sommer sorgt der Besuch einer Kalk-, Tropfstein- oder Eishöhle für eine angenehme Abkühlung. Höhlen haben, als wahres Kunstwerk der Natur, etwas außergewöhnlich Faszinierendes und Märchenhaftes an sich. Mit ihnen verbinden viele Menschen Legenden von Feen, Einhörnern oder Drachen. Ein Rundgang in einer der 60 Schauhöhlen Deutschlands lohnt sich für die ganze Familie. Hier gibt es viel Interessantes zu entdecken. Zudem stärkt die reine Luft das Immunsystem und sorgt für eine bessere Atmung.

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(Foto: imago/imagebroker)

Die Baumannshöhle in Sachsen-Anhalt hat schon Johann-Wolfgang-Goethe zu seinen Lebzeiten mit ihren Stalaktiten und Stalagmiten fasziniert. Nach ihm wurde daher die Naturbühne, der Goethesaal, benannt. Dort finden Konzerte, Trauungen und Theaterstücke statt. Ein weiterer Touristenmagnet sind die mineralreichen Saalfelder Feengrotten in Thüringen. Sie bezaubern vor allem mit ihren schnell wachsenden, farbenreichen Tropfsteinen. Die aus einem ehemaligen Bergwerk entstandene Höhle führt die Besucher auf drei Stockwerken an wundervollen Grottenseen entlang. Für Kinder zwischen vier und neun Jahren werden zudem spezielle Führungen angeboten. Hier können die Kleinsten im Zwergenumhang und mit Grubenlampe auf Entdeckungstour in der Höhle gehen. Danach locken der Abenteuerspielplatz, ein Erlebnispfad im Wald und das Erlebnismuseum "Grotteneum". Im Heilstollen finden die Eltern unterdessen Ruhe und Entspannung.

Quelle: ntv.de, imi