Unterhaltung

Trauriges Konzert in Antwerpen Adele weint um Opfer von Orlando

Unter Tränen widmet die britische Sängerin Adele ihr Konzert in Antwerpen den Opfern des Attentats von Orlando: Zu Lesben und Schwulen habe sie ein besonderes Verhältnis, sagt sie. "Sie sind Seelenverwandte für mich." Dann versagt ihr die Stimme.

Die britische Sängerin Adele ist bei einem Konzert im belgischen Antwerpen in Tränen ausgebrochen, nachdem sie ihren Auftritt an diesem Abend den Opfern des Attentats auf den Schwulenclub "Pulse" in Orlando gewidmet hatte. "Die Menschen der LGBTQ-Community sind schon seitdem ich jung war Seelenverwandte für mich", sagte die Grammy-Gewinnerin mit zittriger Stimme. "Daher bewegt mich das sehr." Im nächsten Moment brach die 28-Jährige vor rund 23.000 Besuchern des Antwerpener "Sportpaleis" in Tränen aus.

"Ich weiß gar nicht, warum ich jetzt schon weine", begann sie, nachdem sie sich wieder gefangen hatte. "Das meiste an diesem Abend ist sowieso schon ziemlich traurig. Meine Songs sind verdammt traurig. Ich habe nur zwei Songs, die fröhlich klingen - und selbst die sind es eigentlich nicht." Adeles dritte Platte "25" mit der Hit-Single "Hello" ist ein Mega-Erfolg. Vergangenes Jahr war es das meistverkaufte Album der Welt.

Die Britin ist seit Februar auf Tournee - allein in Europa spielt sie 49 Shows. Und sie ist bekannt dafür, auf ihren Konzerten auch mal politisch zu werden. So warb sie in der Vergangenheit etwa für die Charity-Organisation-"Drop4Drop", die von ihrem Verlobten Simon Konecki gegründet wurde und sich weltweit für die Versorgung der Menschen mit sauberem Trinkwasser einsetzt.

Prominente nehmen Anteil

Neben Adele hatten sich zuvor auch viele weitere Prominente mit den Opfern des Orlando-Attentats solidarisch erklärt. US-Talkmasterin Ellen DeGeneres schrieb auf Twitter nur ein Wort: "Schluchzen." Popstar Madonna wendete sich via Instagram an die Angehörigen. "Was in Orlando passiert ist, ist niederschmetternd. Meine Gedanken sind bei allen Opfern der Schießerei und deren Familien. Diese Hasskriminalität muss aufhören." Popstar Boy George twitterte: "Ich bete für diese Welt, dass sie sich ändern wird."

Der 29-jährige Attentäter Omar Mateen hatte in der Nacht zum Sonntag den Nachtclub "Pulse" in Orlando mit Schusswaffen gestürmt und anschließend Gäste als Geiseln genommen. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei beendete die Geiselnahme nach drei Stunden gewaltsam und tötete dabei den Attentäter. 49 weitere Menschen starben.

Quelle: ntv.de, jug/AFP