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Gaga-Reaktionen auf Gaga-Gags Anzeige und Hassbriefe für Luke Mockridge

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Freut sich über seinen gelungenen PR-Coup: Luke Mockridge.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sein Auftritt im ZDF-"Fernsehgarten" war schon ziemlich fragwürdig. Doch die Welle, die Luke Mockridge damit losgetreten hat, gleicht ebenfalls einem Tsunami der Absurditäten. Der Comedian beschreibt nun einige der krassesten Reaktionen. Aber auch über die Hintergründe seines Auftritts packt er aus.

Keine Frage: Bessere Werbung in eigener Sache hätte Luke Mockridge kaum machen können. Seit Stefan Raab den Sohn von "Lindenstraßen"-Darsteller Bill Mockridge in "TV total" gehypt hat, ist der Comedian zwar durchaus einem größeren Publikum bekannt. Doch erst seit seinem von vielen kritisierten und anderen bejubelten Gaga-Auftritt im ZDF-"Fernsehgarten" vor dreieinhalb Wochen kennen ihn vermutlich beinahe so viele Menschen wie Angela Merkel.

Mockridge kommt das selbstredend nicht ungelegen. Schließlich startet am Freitagabend mit "Luke! Die Greatnightshow" ein neues Format mit ihm im Fernsehen. Ein Format, für das er den ganzen "Fernsehgarten"-Zinnober letztlich nur veranstaltet hat. Schließlich begleitete ihn ein eigenes Kamerateam, als er in der ZDF-Sendung am Sonntagvormittag mit Furz-Witzen und Affengeräuschen für Aufregung sorgte. Und für Empörung - nicht nur bei Moderatorin Andrea Kiewel.

Persönlich zur Dienststelle

Davon zeugen die Reaktionen, mit denen sich Mockridge seit seiner platten Performance konfrontiert sieht. Einige von ihnen schildert der 30-Jährige nun auch in seiner neuen Show. Das berichtet die "Bild"-Zeitung, die nach eigener Darstellung bei der Aufzeichnung in Köln dabei war.

Mockridge zufolge geriet nicht nur er persönlich ins Visier aufgebrachter TV-Zuschauer. "Meine Eltern haben anonyme Hassbriefe erhalten - in meiner Heimatstadt Köln konnte ich in kein Restaurant mehr gehen, ohne dass sofort getuschelt wurde", zitiert ihn die "Bild"-Zeitung.

Doch dabei allein blieb es nicht. Inzwischen sei ihm auch eine Anzeige wegen Beleidigung zugegangen, erklärt der Comedian in seiner Sendung offenbar weiter. "Ich werde persönlich die Dienstelle aufsuchen, um den Sachverhalt zu klären", sagt Mockridge sicher nicht ganz ohne Ironie.

Kindischer Auftritt

Auch über die Hintergründe seines kindischen "Fernsehgarten"-Auftritts lässt sich Mockridge endlich aus - und die sind tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes "kindisch". Er habe für die Performance besonders gute Gagautoren engagieren wollen, sagt der Komiker laut "Bild"-Zeitung mit einem Schmunzeln im Gesicht. Deshalb habe er sechs Kinder um Rat gefragt. Die von ihnen vorgeschlagenen Witze habe er dann im "Fernsehgarten" präsentiert.

Das mag erklären, weshalb Mockridges Auftritt in der ZDF-Show aussah wie er aussah, einen tieferen Sinn gibt es der Aktion allerdings nicht. Sollte dies die einzige Erklärung sein, die der Comedian zu liefern weiß, bleibt wohl nur festzuhalten: Die Idee zu dieser Einlage war in etwa genauso panne wie die Einlage selbst.

Ob das ZDF und Moderatorin Andrea Kiewel angesichts dessen auf das Friedensangebot Mockridges eingehen, das dieser laut "Bild"-Zeitung unterbreitet, ist zweifelhaft. "Liebe Kiwi, du bist jederzeit eingeladen - ich hoffe, wir können unser kollegiales Verhältnis wieder herstellen und eine Brücke zwischen Sat.1 und dem ZDF bauen. Hier ist meine Hand", wird der Komiker zitiert.

Quelle: n-tv.de, vpr

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