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"Tschüs, Jan Fedder" Der Michel ehrt den Kultschauspieler

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Die Trauerfeier für Jan Fedder fand im Michel statt - hier soll er nun auch geehrt werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mehr als zwei Wochen ist Jan Fedder bereits tot. Doch Hamburg versinkt noch immer in Trauer über den Verlust. Inzwischen wurde der Schauspieler auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt. Aber auch vor dem Michel soll ihm gedacht werden.

Die Stiftung St. Michaelis würdigt den gestorbenen Schauspieler Jan Fedder mit einer eigenen Michel-Tafel. "Jan Fedder war ein Kind des Michels - Taufe, Konfirmation, Hochzeit und Trauerfeier haben hier stattgefunden. Deshalb wollen wir an ihn mit einer eigenen Michel-Tafel erinnern", erklärte Hauptpastor Alexander Röder. Die Tafeln sind auf dem Boden vor dem Michel eingelassen und erinnern an berühmte Persönlichkeiten.

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Fedders Grab auf dem Ohlsdorfer Friedhof - am Donnerstag wurde er beigesetzt.

(Foto: imago images/Andre Lenthe)

Unter der Überschrift "Tschüs, Jan Fedder" und seinem Geburts- und Sterbedatum sei Platz für 69 Namen von Menschen, die in Erinnerung an Jan Fedder 300 Euro oder mehr für den Michel spenden möchten, sagte Röder. "Hamburg war Dein Revier, und der Michel war Dein Anker" werde neben dem markanten Konterfei des Ehrenkommissars der Hamburger Polizei oben auf der Tafel stehen.

Ein Sonnenstrahl zum Abschied

Familie, Freunde und Fans hatten am Dienstag mit einer großen Trauerfeier im Hamburger Michel Abschied von dem beliebten Schauspieler genommen. Am Donnerstag wurde Fedder auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg beigesetzt. "Ein Sonnenstrahl fiel auf sein antikes Kreuzdenkmal von 1899, als seine Frau Marion, engste Freunde und Familienmitglieder heute mit Rosenblättern Abschied nahmen", hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens Fine-Funerals.

Das Denkmal, an dem sich nun Fedders Grab befindet, gehörte einst einem Hamburger Kaufmann. Es handelt sich um ein Kreuz, über dem eine Trauernde lehnt und die Arme ausbreitet. Die Ruhestätte liege unter schattigen alten Bäumen und habe den antiken Charme, den Fedder so schätzte, hieß es weiter.

28 Jahre "Großstadtrevier"

Fedder war am 30. Dezember im Alter von 64 Jahren in Hamburg gestorben. Der Schauspieler war 2012 an Krebs erkrankt und hatte seit Jahren immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Am 14. Januar, dem Tag seiner Trauerfeier, wäre er 65 Jahre alt geworden.

Der Schauspieler spielte 28 Jahre in der ARD-Serie "Großstadtrevier" den Hamburger Polizisten Dirk Matthies, der auf dem Kiez für Recht und Ordnung sorgte. Mit unverwechselbarer Stimme und Akzent machte Fedder norddeutsche Charaktere zu seinem Markenzeichen. Neben dem "Großstadtrevier" drückte er auch der Serie "Neues aus Büttenwarder" als Bauer Brakelmann seinen Stempel auf. Auch für vier Siegfried-Lenz-Verfilmungen und den Film "Das Boot" stand er vor der Kamera.

Quelle: ntv.de, vpr/dpa