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"Du bist eine Hure" Gina Lisa bricht im Gericht zusammen

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Gina-Lisa Lohfink vor Gericht

(Foto: dpa)

Wegen falscher Verdächtigung muss sich Gina Lisa Lohfink vor Gericht verantworten. Auf einem Video war sie beim Sex mit zwei Männern zu sehen gewesen - nach ihrer Darstellung eine Vergewaltigung. Im Prozess bricht sie unter Tränen zusammen.

Im Prozess gegen das Busen-Model Gina-Lisa Lohfink ist die Angeklagte beim Prozessauftakt im Gericht unter Tränen zusammengebrochen. In dem öffentlichen Verfahren, zu dem zahlreiche Zuschauer gekommen waren, boten drei Zuschauer lautstark ein weiteres Sex-Video an. Als der Sicherheitsdienst eingriff und die Männer des Saales verwies, riefen diese: "Gina, du bist eine Hure". Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Lohfink flüchtete daraufhin unter Tränen auf die Toilette des Berliner Amtsgerichts und erlitt dort einen Zusammenbruch. Dem Bericht zufolge wurde sie von Helfern des Deutschen Roten Kreuzes betreut.

Zuvor hatte sich das Model im Streit um eine von ihr angezeigte angebliche Vergewaltigung gegen den Vorwurf der falschen Verdächtigung gewehrt. Sie habe sich nichts vorzuwerfen und sehe sich "ausschließlich als Geschädigte in dem Verfahren", hieß es in einer von einem Anwalt verlesenen Erklärung. Lohfink wird vorgeworfen, bereits vor mehreren Jahren gelogen zu haben - sie hatte damals angezeigt, von zwei Männern zum Geschlechtsverkehr gezwungen worden zu sein. Die Verteidigung beantragte die Einstellung des Verfahrens. Es sei "eklatant verzögert" worden.

Die 29-Jährige, die durch die ProSieben-Show "Germany's next Topmodel" bekannt geworden war, hatte den jetzigen Prozess mit einem Einspruch gegen einen Strafbefehl erzwungen. Damals hatte das Gericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 24.000 Euro verhängt. Lohfink sagte am Rande des Prozesses, sie wolle einen Freispruch erkämpfen. Videosequenzen, die von den beiden Männern angefertigt worden seien, zeigten eindeutig ein Handeln, das sie nicht gewollt habe.

Bei der Polizei soll sie nach einer Partynacht im Juni 2012 angegeben haben, gegen ihren Willen mehrfach zum Geschlechtsverkehr gezwungen worden zu sein sowie durch K.O.-Tropfen einen Filmriss erlitten zu haben. In einem Verfahren gegen die beiden Männer erhärteten sich die Vergewaltigungsvorwürfe allerdings nicht.

Quelle: n-tv.de, bdk/dpa

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