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Königliche 65 Helen Mirren feiert Geburtstag

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Königlich: Helen Mirren.

(Foto: AP)

Sie hat schon so viele Rollen in ihrem Leben gespielt - aber die eine, die wird ihr ewig anhängen: Sie war die "Queen". Das war sie so überzeugend, dass sie einen Oscar dafür bekam. Heute nun wieder viel Lob und Anerkennung für sie: Die Fleißige wird 65.

Ganz egal, wie viele Filme Helen Mirren in ihrem Leben noch machen wird, und es sieht so aus, als würde sie noch viele machen: Die "Queen" wird sie nicht mehr los.

Zwar sehen sich Mirren und Königin Elizabeth II. tatsächlich ein wenig ähnlich. Ansonsten gibt es aber ziemlich wenige Überschneidungen zwischen den Ladies. Mirren trägt ihe Haare lieber locker und offen – die Queen seit Jahrzehnten steife Lackwellen. Und Mirrens Ansichten sind alles andere als adelstauglich, obwohl sie 2003 von der Queen in den Stand einer Dame erhoben wurde und adliges Blut durch ihre Adern fließt.

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Einmal Femme Fatale, immer Femme Fatale.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Geboren wurde Mirren im königsfeindlichen Londoner Arbeitermilieu. Ihr Vater war zwar russischer Aristokrat, aber extrem Links eingestellt. Die Mutter stammte aus einer Fleischhauerfamilie. Mirren sollte eigentlich Lehrerin werden, wechselte dann aber zur Schauspielerei und erfüllte sich damit einen Traum, den sie schon als Sechsjährige träumte. "Mein erster Instinkt war es immer, ein nettes, gehorsames Mädchen zu sein", so Mirren einmal in einem Interview mit Blick auf die echte Queen. "Aber ich habe alles getan, um dagegen anzugehen. Ich habe immer rebelliert, was sie sich nie erlauben konnte."

Schon kurz nach dem Start ihrer Schauspielkarriere wurde sie in den 1960er Jahren Mitglied der Royal Shakespeare Company. In den 1970er Jahren reiste sie mit Peter Brooks Experimentierbühne "International Center of Theatre Research" durch die Welt. Und dann ging es mit der Film- und Fernsehkarriere los.

Im deutschsprachigen Raum wurde sie in den 1990ern mit der Krimi-Serie "Heißer Verdacht" bekannt. Doch erst seit der Oscar-gekrönten "Queen" kennen die Massen ihr Gesicht. Während andere Hollywood-Kolleginnen klagen, dass es für Frauen ab einem bestimmten Alter keine guten Rollen mehr gibt, rollen Produzenten für Mirren den roten Teppich aus. Zuletzt war sie als Ehefrau des Dichters Leo Tolstoi in "Ein russischer Sommer" zu sehen.

Privat ist sie seit mehr als 20 Jahren mit dem Regisseur Taylor Hackford zusammen. "Ich bin froh, dass ich arbeiten kann", sagt sie. Den Adelsstand im Schauspiel-Business hat Mirren erreicht. Verwechslungen mit ihrer Majestät, der Queen, gehören für sie zum Alltag: "Wenn ich heute ein Foto von ihr sehe, denke ich oft: Huch, das bin ja ich".

Quelle: ntv.de, soe