Unterhaltung

Entlastung für Leibarzt Murray Jacksons verzichten auf Millionen

Der frühere Leibarzt von Michael Jackson, Conrad Murray (l., Archivfoto vom 07.07.2006) und Vater Joe Jackson (Archivfoto vom 21.09.2009). Fotos: Thomas Nguyen/Daniel Karmann

Sollte in Joe Jacksons Brust doch ein Herz und keine Registrierkasse klopfen?

Diese Geste macht die Familie des tragisch verstorbenen Michael Jackson zwar nicht reicher oder glücklicher, aber zumindest kann sie sich nicht nachsagen lassen, dass sie rachsüchtig oder verbittert sei. Mal abgesehen davon könnte Murray diese Summe wohl eh nie aufbringen.

Die Familie von Popstar Michael Jackson verzichtet auf die Millionen-Forderung von dem inhaftieren früheren Leibarzt des Sängers. Die Jackson-Familie habe einen früheren Antrag auf Entschädigung zurückgezogen, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Los Angeles dem Promi-Portal "Tmz.com" mit.

Eine für Montag angesetzte Anhörung zu den strittigen Finanzfragen sei abgesagt worden. Nach der Verurteilung des Herzspezialisten Conrad Murray wegen fahrlässiger Tötung im November hatte die Staatsanwaltschaft den Richter aufgefordert, dem Arzt zusätzlich zu vier Jahren Haft eine saftige Geldstrafe aufzudrücken. Den Kindern des toten Popstars seien mehr als 100 Millionen Dollar entgangen, machte die Anklage geltend. Die Nachlassverwalter seien der Ansicht, dass der Sänger mit der geplanten "This Is It"-Tour diese Summe verdient hätte.

Murrays Verteidiger ließ damals durchblicken, dass der Mediziner diese Summe nie aufbringen könnte. In Kalifornien hat er bereits seine Arztzulassung verloren. Nach seiner Entlassung wird Murray möglicherweise nie wieder als Arzt arbeiten dürfen.

Der 58-jährige Mediziner war der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden worden, weil er Michael Jackson das Betäubungsmittel Propofol wie ein Schlafmittel verabreicht hatte. Der Popstar war im Juni 2009 mit 50 Jahren an Herzversagen gestorben.

Quelle: n-tv.de, dpa

Mehr zum Thema