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"Land of Blood and Honey" Jolie-Film floppt in Belgrad

Angelina Jolies Film über eine Liebe zwischen einer Muslimin und einem bosnischen Serben stößt in Serbien auf Ablehnung. Zur Premiere in Belgrad kommen nur zwölf Zuschauer. Die serbische Presse kritisiert den Streifen als parteiisch.

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Die Serben sind nicht begeistert von Angelina Jolie.

(Foto: REUTERS)

Wenige Tage nach der mit tausenden Zuschauern in Bosnien gefeierten Premiere des Regiedebüts von Hollywoodstar Angelina Jolie hat der Film in Serbien nur wenige Neugierige ins Kino gelockt. Lediglich zwölf Zuschauer kamen am Donnerstag zum Start des Streifens "In the Land of Blood and Honey" in der Hauptstadt Belgrad. Von den zwölf Kinobesuchern hätten mehrere vorzeitig den Saal verlassen, berichtet das serbische Internetportal Mondo.

Jolies erste Regiearbeit erzählt die komplizierte Liebesgeschichte zwischen einer Muslimin und dem Sohn eines bosnisch-serbischen Generals in den Wirren des Balkan-Krieges. Für den Film, der zahlreiche sehr brutale Szenen enthält, engagierte Jolie fast ausschließlich Schauspieler aus Ex-Jugoslawien.

Die serbische Presse hatte den Film als "parteiisch" kritisiert. Ein Vertreter der Belgrader Filmakademie, Mirko Beokovic, wurde in einem Medienbericht mit den Worten zitiert, der Film zeige die Bosnier als zivilisierte Menschen und die Serben als "wilde Bauern".

Bei der Premiere des Kriegsdramas in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo war Jolie vergangene Woche von 5000 Zuschauern in einer Sporthalle bejubelt worden. Sie habe "tiefe Gefühle für alle in diesem Land", sagte die Regisseurin, die mit ihrem Lebensgefährten Brad Pitt zu der Gala-Vorführung erschienen war.

Während des Bosnienkrieges (1992-1995) wurden rund 100.000 Menschen getötet. Rund 20.000 überwiegend muslimische Frauen wurden in dem Konflikt Opfer von sexueller Gewalt.

Quelle: n-tv.de, AFP

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