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Todesursache geklärt Justin-Bieber-Double nahm Überdosis

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Er nahm wohl unabsichtlich eine fatale Überdosis ein: Tobias Strebel alias Toby Sheldon.

(Foto: Instagram / Toby Sheldon)

Fast ein Jahr ist vergangen, seit Tobias Strebel tot aufgefunden wurde. Doch erst jetzt ist klar, woran er gestorben ist. Zuvor hatte der Deutsche aus fragwürdigen Gründen Schlagzeilen gemacht. Er tat alles, um auszusehen wie Justin Bieber. Alles? Ja, alles.

Es war der 21. August 2015, als Tobias Strebel in einem Motel bei Los Angeles tot aufgefunden wurde. Die genauen Todesumstände waren auf die Schnelle nicht zu ermitteln. Fest stand nur, dass im Zimmer des damals 35-Jährigen auch Rauschmittel entdeckt wurden.

Nun, knapp ein Jahr später, werden Details aus dem Autopsiebericht bekannt. Und die zeigen: Strebel starb an einem verhängnisvollen Medikamentencocktail. In seinem Blut ließen sich die Beruhigungsmittel Valium und Xanax ebenso nachweisen wie das Schlafmittel Temazepam und Alkohol. Eine Fremdeinwirkung könne ausgeschlossen werden, heißt es in dem Bericht weiter. Und auch ein bewusster Selbstmord komme nicht in Betracht. Strebel habe die Medikamente vielmehr unabsichtlich überdosiert.

Strebel war wenige Tage vor seinem Tod verschwunden. Die Polizei mutmaßte damals, die Trennung von seinem Freund könnte ihn veranlasst haben, mal eben von der Bildfläche zu verschwinden. Womöglich ist das Beziehungs-Aus ja auch der Grund dafür, dass Strebel sich mit Medikamenten offenbar regelrecht vollpumpte.

Video mit "The Plastics"

In Nürnberg geboren, zog Strebel nach Los Angeles, wo er sich alsbald den Künstlernamen Toby Sheldon zulegte. Zu dem, was er gerne sein wollte, passte dieses Pseudonym dann wohl doch besser als sein deutscher Name: Strebel alias Sheldon wollte sein wie Justin Bieber. Jedenfalls was die Optik angeht. Dafür legte er sich x-fach unters Messer. Insgesamt gab er mehr als 100.000 Dollar (rund 90.000 Euro) für Schönheitsoperationen aus.

Sein Wahn, dem Teenie-Idol äußerlich gleichen zu wollen, bescherte Strebel so manche Schlagzeile. In den USA tauchte er in diversen Reality-TV-Serien auf. Mit zwei ähnlich gesinnten Frauen - die gerne wie Madonna beziehungsweise Jennifer Lawrence sein wollen - nahm er unter dem Namen "The Plastics" einen Song samt aberwitzigem Video auf. Nach Justin Bieber klingt der Song jedoch nicht. Kein Wunder, wenn man Strebels einstige Worte bedenkt: "Ich stehe gar nicht so sehr auf seine Musik", erklärte er. "Aber sein Gesicht ist so makellos."

Quelle: ntv.de, vpr

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