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Missbrauch durch Jackson Lügt das angebliche deutsche Opfer?

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Die "Leaving Neverland"-Doku über den mutmaßlichen Kindesmissbrauch durch Michael Jackson wirbelt gerade jede Menge Staub auf.

(Foto: dpa)

Der 35-jährige Michael Jacobshagen gibt ein Interview, in dem er behauptet, mit 14 Jahren von Michael Jackson sexuell missbraucht worden zu sein. Nun gibt es erste Zweifel an seinen Aussagen. Offenbar hat er nämlich schon einmal gelogen.

In einem Interview mit "Bild" behauptet der aus München stammende Michael Jacobshagen, im Alter von 14 Jahren von Michael Jackson sexuell missbraucht worden zu sein. Er habe durch die Dokumentation "Leaving Neverland" den Mut gefasst, sein Schweigen zu brechen. Doch all das könnte auch gelogen sein, wie unter anderem das "OK! Magazin" berichtet.

Es soll 1998 in einem Hotel in München passiert sein. Damals will Jacobshagen zwei Wochen lang mit Jackson dort gewohnt haben, den er angeblich drei Jahre zuvor gemeinsam mit seiner Familie im Disneyland Paris kennenlernte. "Er hat sich an mich gepresst und meinen Nacken geküsst. Nachts habe ich gemerkt, dass seine Hand an meinem Oberschenkel lag. Und an meinem Hintern. (…) Ich habe seine Erektion gespürt. Manchmal ist er dann ins Badezimmer, aber ich habe kein Wassergeräusch gehört. Es hörte sich an, als würde er masturbieren", wird Jacobshagen von "Bild" zitiert.

Gefälschte MJ-Souvenirs verkauft

*Datenschutz

Allerdings sagte der heute 35-Jährige noch vor gut fünf Jahren in einem Interview mit RTL: "Da war niemals die Hand, wo sie nicht hätte sein sollen. Niemals. Aber natürlich weiß man, dass Michael Jackson sehr vermögend war und dann gibt es natürlich auch Leute, die daraus Kapital schlagen wollen." Und nicht nur deshalb glauben viele nun, Jacobshagen könnte heute lügen - aus demselben Grund. Er soll vor zwei Jahren schon gefälschte Michael-Jackson-Souvenirs verkauft habe.

Ein TV-Team von "akte 20.17" wurde damals auf ihn aufmerksam, weil er offenbar zahlreiche signierte Objekte und Briefe von Michael Jackson an Fans verhökerte. Ein Schweizer soll nach eigener Angabe damals 30.000 Euro bei Jacobshagen in vermeintliche Sammlerstücke investiert haben. Misstrauisch wurde er, als der Münchner konkrete Wünsche erfüllte.

"I love Switzerland"

"Am liebsten hätte ich eigentlich die Briefe, die irgendwie in Verbindung mit der Schweiz stehen. Weil ich hatte den Michael immer in der Schweiz getroffen. Und am liebsten hätte ich die Briefe mit Filzstift und nicht mit Bleistift. Beim nächsten Treffen hat er einfach so aus dem Nichts fünf Briefe mit 'I love Switzerland' mit Filzstift geschrieben mitgebracht. Da fing es langsam an", erzählte der Schweizer damals. Und tatsächlich wird Jacobshagen wenig später der Fälschung überführt.

Auch soll Jacobshagen immer wieder unterschiedliche Angaben dazu gemacht haben, wann er Jackson kennengelernt und wie oft er ihn getroffen habe. Zudem erinnert sich offenbar niemand aus dem Umfeld Jacksons an ihn.

Auch n-tv.de hat zu diesem Thema eine E-Mail erhalten. Darin schreibt eine Sonja W., dass sie genau wisse, dass Jacobshagen lügt. Sie sei dabei gewesen, als er Jackson 1998 in jenem Münchner Hotel traf und könne bezeugen, dass er zu keiner Zeit dort übernachtet habe. Es habe sich um eine normale Autogrammstunde und nicht etwa ein exklusives Treffen gehandelt. Zudem habe Jackson nach Jacobshagens Namen gefragt, was wohl unnötig gewesen sei, hätten sich die beiden tatsächlich bereits gut gekannt.

Quelle: n-tv.de, nan

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