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Carrière in "Bergblut" Mathieu kann auch anders

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Was Mathieu Carrière wohl trinken muss?

Während Mathieu Carrière im Dschungelcamp Insekten und einen Trunk aus Stinkfrucht und pürierten Maden zu sich nimmt, tritt er in "Bergblut" in Uniform auf: Er mimt den "Capitaine" der französischen Besatzungsmacht in Tirol, gegen die sich das Volk im Tiroler Volksaufstand von 1809 erhob.

Vielleicht dürfen wir Ihre Aufmerksamkeit kurz einmal von Dschungelcamp, rappenden Politikersöhnen und Hollywoodstars ablenken, denn auch bei uns - quasi vor der Haustür - passieren spannende Dinge. Der Film "Bergblut" dürfte dazu gehören: Erzählt wird die Geschichte der jungen bayerischen Arzttochter Katharina (Inga Birkenfeld), die sich gegen alle Widerstände unsterblich in den armen südtiroler Bauernsohn Franz (Wolfgang Menardi)verliebt.

Im Jahre 1809 muss Katharina mit ihm von Augsburg nach Tirol fliehen. Auf dem Bergbauernhof ihrer Schwiegereltern erlebt Katharina die Härte des kargen Bauernlebens und gerät zusammen mit der Familie in die Wirren des Volksaufstands um Andreas Hofer.

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Katharina muss sich auf dem Hof beweisen.

Der Film, der den BR Publikumspreis auf dem diesjährigen Münchner Filmfest gewann, kommt ganz ohne die üblichen Verdächtigen (z.B. Christine Neubauer, Veronica Ferres), die in deutschen Produktionen sonst immer eine tragende Rolle spielen - aus, und das ist auch gut so, denn dadurch kann das junge Team um Regisseur Philipp J. Pamer zeigen, dass es durchaus möglich ist, Heimat-Themen auch jenseits von Rosamunde Pilcher-Kitsch zu verfilmen.

Reinhold Messner sagt über den Film "Bergblut": "Philipp J. Pamer ist es gelungen, die bäuerliche Welt um 1809 in Tirol einzufangen. Mit der authentischen Darstellung des bäuerlichen Lebens am Berg, der Hilflosigkeit der Bergbauern und der Atmosphäre von damals hat er großes Kino geschaffen."

Der Film läuft ab dem 27. Januar in deutschen und österreichischen Kinos.

Quelle: n-tv.de, soe

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