Unterhaltung

Kein Duett mit dem "Hauer" Mickie Krause schießt Nazi-nahen Sänger ab

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Mickie Krause will nicht länger mit dem "Hauer" zusammenarbeiten.

(Foto: imago images/Revierfoto)

Es ist eben wichtig, mit wem man sich so abgibt - auch beruflich. Mit Rechten jedenfalls will derzeit kaum ein Künstler assoziiert werden. Auch Mickie Krause hat da keine Lust drauf. Deswegen stampft er ein bereits produziertes Duett mit André "Der Hauer" Groß ein.

Ballermann und Après Ski sind nicht jedermanns Sache, doch die "Zehn nackten Friseusen" des Mickie Krause sind fast jedem ein Begriff. Der Sänger ist ein Star seines Genres. Seine Songs sind catchy Klassiker, die von ganz unterschiedlichen Menschen gegrölt werden. Mit einer bestimmten Sorte jedoch möchte Krause selbst lieber nichts zu tun haben: mit Rechten. Der 49-Jährige hat deswegen seine Zusammenarbeit mit André Groß, der als "Der Hauer" auftritt, beendet.

Krause und der 44-jährige Groß hatten gemeinsam eine neue Version von Hauers Song "Sabine Lawine" aufgenommen. Als Krause jedoch darauf aufmerksam gemacht wurde, dass der Kollege bei der Veranstaltung eines NPD-nahen Vereins aufgetreten war, dampfte er das geplante Partylied ein. Das berichtet die Zeitung "Zeit". Demnach erklärte Krauses Plattenfirma Universal, man habe die Zusammenarbeit "mit sofortiger Wirkung" beendet. Krause distanziere sich ganz entschieden von derartigen Gesinnungen, habe es weiter geheißen. Er wolle damit "unter keinen Umständen in Verbindung gebracht werden".

"Der Hauer" reagierte auf Facebook auf die geplatzte Kooperation sowie die damit zusammenhängende Berichterstattung. "Wie krank muss man eigentlich sein, mich auf eine Stufe mit Mördern aus der NS-Zeit zu stellen?!" nahm er auf den Titel "Nazi-Sänger" Bezug, den ihm die Zeitung "Bild" verliehen hatte. Er habe sich zu dem Thema bereits geäußert, alles werde in die falsche Richtung gedreht. "Warum ist man ein Nazi, wenn man sein Land und ganz besonders sein Erzgebirge liebt und das auch öffentlich sagt?!", fragte sich Groß. Ein Video, das ihn gemeinsam mit Krause voller Vorfreude auf die Zusammenarbeit zeigt, ist weiterhin auf seiner Facebook-Seite zu sehen.

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Quelle: n-tv.de, ame

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