Unterhaltung

Baldwin erschoss Kamerafrau Polizei ermittelt gegen zwei Set-Mitarbeiter

AP_21295031829004.jpg

Alec Baldwin zeigte sich nach den tödlichen Schüssen erschüttert.

(Foto: AP)

Hollywood-Star Alec Baldwin erschießt am Filmset eine Kamerafrau - nun ermittelt die Polizei, wie es dazu kommen konnte. Die Beamten konzentrieren sich vor allem auf zwei Personen, die mit der Tatwaffe zu tun hatten. Außerdem werden Aufnahmen vom Notruf veröffentlicht.

Nach dem tödlichen Schuss des Hollywood-Stars Alec Baldwin auf eine Kamerafrau konzentrieren sich die Ermittlungen auf die Waffenmeisterin und den Regieassistenten des Filmdrehs. Eine 24-jährige Waffenmeisterin war während des Drehs für die Unglücks-Waffe sowie zwei weitere verantwortlich, wie US-Medien aus einem vorläufigen Untersuchungsbericht der Polizei zitierten.

Ein Regieassistent hatte Baldwin demnach die Waffe während der Probe für eine Szene mit dem Hinweis gereicht, dass es sich um eine "kalte Waffe" handele. Im Filmjargon bedeutet dies, dass sie keine scharfe Munition enthält. Halls "wusste nicht, dass die Waffe mit scharfer Munition geladen war", heißt es im Polizeibericht.

Der 63-jährige US-Schauspieler Baldwin hatte die 42 Jahre alte Kamerafrau Halyna Hutchins am Donnerstag während der Filmarbeiten für den Western "Rust" im US-Bundesstaat New Mexico offenbar versehentlich erschossen, als er eine Requisitenwaffe abfeuerte. Regisseur Joel Souza erlitt bei dem Vorfall eine Schulterverletzung.

Aufnahmen vom Notruf veröffentlicht

Auf am Samstag veröffentlichten Aufnahmen des Notrufs nach dem Unglück sagte eine Mitarbeiterin am Set: "Wir haben zwei Menschen, die versehentlich mit einer Requisitenwaffe angeschossen wurden. Wir brauchen sofort Hilfe." Auf die Frage, ob die Waffe mit echter Munition geladen gewesen sei, sagte sie: "Das kann ich Ihnen nicht sagen." Sie beschimpfte jedoch den Regieassistenten und erklärte: "Dieses Arschloch von Regieassistent, der mich beim Mittagessen angeschrien hat ... Er sollte die Waffen kontrollieren, er ist verantwortlich für das, was am Set passiert."

Laut einem Bericht der "Los Angeles Times" hatte es wenige Stunden vor dem tödlichen Unfall Spannungen am Set gegeben. Sechs Mitglieder des Filmteams verließen demnach aus Ärger über die Arbeitsbedingungen die Dreharbeiten.

Die 24-jährige Waffenmeisterin hatte sich in einem Podcast im September über ihren ersten Filmauftrag für den Western "The Old Way" mit Nicolas Cage geäußert. "Ich war anfangs wirklich nervös und hätte den Job beinahe nicht angenommen, weil ich nicht sicher war, ob ich bereit bin. Aber als ich ihn machte, lief alles glatt", sagte sie.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen