Unterhaltung

"Dschungelcamp" - Tag 4 "Scheißegal, ob ich hier drin verrecke!"

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Rokoko-Appläuschen für den Mann des Tages.

Tatti erzählt von ihrer Vergangenheit als Kindfrau, Kattias Möpse sind einigen ein Dorn im Auge und Tina schwankt. Tag vier im Camp ist auch ein Tag des Sieges. Er gebührt ihm, dem Taubenfreund und leckeren Lutscher: MaMa for President!

"Wenn ich auf der Brücke bin, vibriert die ganze Brücke mittlerweile. Siehst du, wie ich zittern tue?", beschwert sich Dschungeldeutschlands liebster Keifling MaMa, der wandelnde Maiskolben, der schon wieder zur Prüfung antanzen muss. "Immer ich, vielen Dank für die ganze Scheiße!"

Während seine Homies dem Hurzelwurz ins Gewissen reden ("Du musst für die Familie sorgen!"), steht es MaMa "bis oben hin". Nach dreisten Kader Loth-Vergleichen die bittere Erkenntnis: "Ich hätte eigentlich 'ne höhere Gage für den Scheiß hier aushandeln sollen, ich bin der Einzige, der hier arbeiten muss."

Staatsbesuch im "Weißen Irrenhaus"

"Matthias MELANIApane" muss ins "Weiße Irrenhaus". Ja, Staatsbesuche sind öde, aber für eine "First Lady" unvermeidbar. Zwölf Minuten hat die tuffige "Tucke" Zeit, um durchs "Oval Office" und dessen angrenzende Räumlichkeiten zu krauchen und zwischen Gedärmen, Tierkadavern und flatternden Tauben nach zwölf Sternen zu suchen. Überall Horror, überall Gestank und - Donald Trump.

Um ins nächste Zimmer zu gelangen, muss MaMa zwei Kuhaugen, die als Türöffner dienen, aus einer mit Schleim gefüllten Schüssel angeln. "Mit dem Mund?" "Ja", freut Hartwich sich, "im Oval Office wird so Einiges mit dem Mund gemacht." Der Schrotti wühlt sich durch blutige Abfälle und Morast, Tauben malträtieren den geschundenen Körper wie Hitchcocks Vögel, aber MaMa kämpft, er ist heiß, er riecht den Erfolg. Da, ein Kamel! Bei diesem Terz wohl ein weibliches. Warnung: Nicht füttern, don't grab them by the P*ssy! Mit fünf Sternen gelingt "Melaniapane" die Flucht aus dem "Weißen Irrenhaus". "Rokoko-Appläuschen!"

"Mädchen wollen für ihren Mann hübsch sein"

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Tatti, die einstige Kindfrau.

Derweil macht man sich im Camp Sorgen um Tina. Auch dem größten Schnarchsack ist nicht entgangen, dass sie mit offenen Augen und offenem Mund schläft: "Tina, das sieht gruselig aus, als wärest du tot!" Darauf die Frau, die sich das Schlafen nicht verbieten lässt: "Ich schlaf normal, das glaub ich nicht!" Auch sonst ist mit Tina kein Stern zu gewinnen: "Sie isst seit fünf Tagen nicht, sie schwankt", stellen die Notfallhelfer fest. Doch Tina wimmelt ab: "Wieso? Ich habe doch vier wunderbare Trauben gegessen!"

Ist sie bei Tina zurück, die Magersucht, die alte Bitch, die widerliche Krankheit, die "die Haare kaputt" und "die Knochen beschissen macht"? Kein Thema zum Scherzen. Auch Tatti war lange in diesem "Teufelskreis." Es war nämlich so, dass Tattis 47 Jahre älterer, inzwischen verstorbener Mann "Kindfrauen" liebte. Und um dem damals 67 Jährigen zu gefallen, habe sie mit Anfang zwanzig begonnen, nichts mehr zu essen. "Mädchen wollen doch für ihren Mann hübsch sein". Natürlich. Dabei hätten diese Tattergreise, Kindfrauen-Liebhaber und Säcke eigentlich etwas anderes verdient: Dresche.

Wenigstens einer kann sich an diesem erneuten Tag der Tränen freuen: der ins Camp zurückschlendernde fleischgewordene Maiskolben MaMa. "Fünf Sterne, ich bin sehr stolz - morgen wieder dran zu sein mit dieser Scheiße!" Er bettelt förmlich drum, er hat Blut geleckt, der Kampfgeist ist geweckt. Sie seien ihm gegönnt, "die Tribute von MagiaPANEM".

Wenn es dunkel wird

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Im Irrenhaus auf Sternensuche.

Doch wenn "die Sonne untergeht und es dunkel wird", kommen die Zweifel. Der arme Sydney vermisst "sein Baby" immer noch so sehr, dass er überlegt, das Camp zu verlassen. MaMas Gedicht: Schwäche hat er auswendig gelernt wie Schulkinder den Erlkönig. "Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Ich kann einfach nicht mehr." Dicke Tränen kullern ihm über die Wangen, er steht kurz davor, den Wendler zu machen, doch er bleibt. Weil aber der Hunger nicht nur bis in die Knochen kriecht, sondern auch die Gehörgänge verschließt, versteht man einander kaum noch.

Monumentaler Dialog zwischen Daniele, Tina und Sydney:

"Ich bleibe!"
"Nein, du kannst nicht gehen!"
"Ich bleibe!"
"Nein, bitte bleib doch!"
"Ja, ich bleibe!"
"Bleib! Biiiiitttee!"
"Ich bleibe!"
"Bleibst du?"

Indes begeben sich Natascha und David auf Schatzsuche. Ein Spiel feinster Koma-Qualität. Alle Orgelpfeifen sollen einschätzen, wie schlau, erfolgreich und attraktiv sie sind. "Ich bin ein cooler Dummer", reflektiert Daniele bescheiden seine eigene Blödheit.

Jennys Handyhüllen und Kattias Reden

Nur Jenny hadert wieder mit ihrer Rolle. Sie hat keine Lust mehr, immer "ganz hinten" und im Schatten ihrer berühmten Schwester zu stehen. "Immer dieses falsche Abstempeln!"

Hey, Ihr Jenny-Abstempler, Ihr wisst doch gar nicht, was die Jenny schon alles "auf die Beine gestellt hat"! Habt Ihr einen Onlineshop? Na also. Die Jenny "macht aber nicht nur das", sie hat auch "YouTube" und verkauft Schmuck und - Handyhüllen. Sehr gute Handyhüllen sogar, auch für das Siemens S25, das Nokia 1011, möglicherweise kann man bei Jenny - und nur bei Jenny - eine ganz tolle Handyhülle für das sagenumwobene Motorola DynaTAC 8000X erwerben.

Am Ende dieses trostlosen, von RTL musikalisch großartig unterlegten und fetzig zusammengeschnittenen vierten Tages darf auch endlich vom Leder gezogen werden: Diese Kattia geht einem aber auch "auf'n Zeiger", sagt MaMa frotzelnd zu Lästerschwester Tatti. "Aber ich werde einen Teufel tun, das jemandem zu sagen." "Ja, das Reden von der!" "Ja, das Reeeeeden", schlimm. "Und Jenny auch. Die nerven beide so! Aber wir müssen aufpassen, das hören alle, auch wenn wir flüstern."

Genau, deshalb, du liebe "Lieblingsschwuchtel": Ab in die fünfte Dschungelprüfung mit dir! MaMa for President! Er hat sooooooo eine "große Schnauze". You can see it from the moon.

Quelle: n-tv.de

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