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Motörhead-Frontmann in der Klinik Sorge um Lemmy

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Nein, gerade gesund leben tut er nicht: Motörhead-Sänger Lemmy Kilmister.

(Foto: REUTERS)

Wie schlecht steht es tatsächlich um Lemmy Kilmister, legendärer Sänger der nicht minder legendären Hardrock-Band Motörhead? Erst vor Kurzem ließ er sich wegen Herzproblemen einen Defibrillator einsetzen. Nun sagt seine Gruppe auch einen bevorstehenden Festival-Auftritt ab. Denn Lemmy liegt erneut im Krankenhaus.

Eines steht fest: Wenn es einen Rockstar gibt, der offensichtlich alles andere als ein Kind von Traurigkeit ist, dann Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister. Zeit seines Lebens soll er sich exzessiv Alkohol, Zigaretten und Drogen hingegeben haben. Und auch heute mit 67 Jahren macht er keinen Hehl daraus, dass er noch immer gern zu Whiskey und Kippen greift.

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Die Live-Auftritte der Gruppe müssen erst einmal pausieren.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Doch der ungesunde Lebenswandel, der zum Teil auch das Markenzeichen des Sängers und Bassisten mit der rauen Stimme ist, geht auch an Kilmister nicht spurlos vorüber. Erst vor wenigen Tagen bestätigte eine Motörhead-Sprecherin, dass sich der Musiker im März einen Defibrillator einsetzen ließ. "Lemmy geht es gut, er hat sich zu dem Schritt entschieden, da er ganz sicher noch einige Jahre touren will", erklärte sie. Der Eingriff sei erfolgt, nachdem bei dem Musiker während einer Routineuntersuchung Herzprobleme erkannt worden seien.

Ein Defibrillator überwacht den Herzrhythmus, erkennt Unregelmäßigkeiten und greift notfalls lebensrettend ein. Der Apparat wird üblicherweise im oberen Brustbereich eingesetzt. Anders als ein Schrittmacher reguliert er kein zu langsam, sondern ein zu schnell schlagendes Herz.

"Schwere Hämatome"

Kilmister scherzte noch nach der Operation: "Normalerweise hätte ich das während Mikkeys Drum-Solo gemacht", sagte er, Bezug nehmend auf Motörhead-Schlagzeuger Mikkey Dee. "Aber ich bin kein junger Hüpfer mehr und mit zunehmendem Alter nicht mehr so beweglich. Noch vor zehn Jahren hätte ich mich der Prozedur sogar während meines Bass-Solos unterzogen."

Doch ganz so spaßig scheint es um die Gesundheit des 67-Jährigen auch nach der überstandenen Operation nicht zu stehen. Motörhead sagten in den vergangenen Tagen mehrere geplante Auftritte in Italien und Österreich ab. Ein Veranstalter erklärte, "schwere Hämatome" machten es für Kilmister unmöglich, auf die Bühne zu gehen. Mittlerweile ist bekannt, dass der Sänger wegen der Blutergüsse im Krankenhaus behandelt wird. Deshalb sagten Motörhead nun auch die ursprünglich an diesem Wochenende beabsichtigte Teilnahme am Metal-Festival "With Full Force" im sächsischen Löbnitz ab.

Über die Gründe für die Hämatome und den tatsächlichen Gesundheitszustand wurde nichts Näheres bekannt. Die übrigen Band-Mitglieder versuchten jedoch in einer Mitteilung, allzu große Sorgen zu zerstreuen: "Lemmy is alive, breathing, talking, f...ing, drinking, eating, reading and will be back to playing shows shortly" (Lemmy lebt, atmet, spricht, f…t, trinkt, isst, liest und wird bald zu Auftritten zurück sein). Lemmy und Co glaubten an die Denkweise, "ruhig zu bleiben und weiterzumachen".

Quelle: n-tv.de, vpr/dpa

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