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Treffen mit Anna WintourKönigin Camilla lächelt Andrew-Skandal weg

20.02.2026, 10:58 Uhr
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Königin Camilla und Anna Wintour (v.l.) treffen sich zu Beginn der London Fashion Week. (Foto: Imago/Spotlight Royal / James Whatling)

Nur Stunden nach der Festnahme von Andrew Mountbatten-Windsor steht für Königin Camilla ein offizieller Termin im Kalender. Bei einem Treffen mit Ex-"Vogue"-Chefin Anna Wintour bewahrt sie Haltung.

"Never complain, never explain", lautet die ungeschriebene Regel, an die sich die britischen Royals quasi seit Anbeginn der Monarchie eisern halten. Sich nicht zu beschweren, aber auch nichts zu erklären, hat auch Königin Camilla als angeheiratetes Mitglied der königlichen Familie längst perfektioniert. Und so lud die Gattin von König Charles III. nur Stunden nach der Festnahme ihres Schwagers Andrew Mountbatten-Windsor zum Auftakt der London Fashion Week einen besonderen Gast ein - ganz so, als hätte der Morgen die britische Monarchie nicht erschüttert.

Auf einem Instagram-Foto, das der Palast veröffentlichte, posiert Königin Camilla an der Seite einer Frau, die in der Modewelt als "Eiskönigin" gefürchtet ist: die ehemalige "Vogue"-Chefin Anna Wintour, die sich für den Anlass ausnahmsweise ohne ihre legendäre Chanel-Sonnenbrille zeigte.

Die echte Königin wählte ein komplett schwarzes Ensemble, während die Fashion-Königin von Kopf bis Fuß Burgunderrot trug. "Am ersten Tag der London Fashion Week traf Dame Anna Wintour die Königin im Clarence House, um über britische Mode und die Arbeit von 'The Queens Reading Room' zu sprechen, eine Wohltätigkeitsorganisation, die sich der Förderung und Würdigung der Vorteile des Lesens verschrieben hat", schreibt der Palast zu dem gemeinsamen Foto.

Wenige Stunden nach dem Besuch von Wintour im Clarence House übernahm dann König Charles den Staffelstab von seiner Frau und zeigte royale Präsenz bei der Modewoche. Der Monarch wurde lachend neben der britischen Designerin Stella McCartney in der Front Row fotografiert.

Schwarzer Tag für die Monarchie

Der demonstrative Auftritt der Royals fiel auf einen Tag, der das Königshaus in eine seiner schwersten Krisen stürzte. Am Morgen hatten sechs zivile Fahrzeuge gegen 8 Uhr Wood Farm auf dem Sandringham-Anwesen angesteuert - das neue Zuhause des in Ungnade gefallenen Ex-Prinzen. Die Thames Valley Police nahm Andrew Mountbatten-Windsor wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch in seiner früheren Rolle als britischer Handelsgesandter fest. Gleichzeitig durchsuchten Beamte auch die Royal Lodge in Windsor, wo Andrew über 20 Jahre lang gelebt hatte.

Hintergrund der Ermittlungen sind E-Mails aus den sogenannten Epstein-Akten. Diese deuten laut "Daily Mail" darauf hin, dass Andrew vertrauliche Informationen mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geteilt haben könnte - darunter mögliche Investitionsgelegenheiten sowie Details zu seinen offiziellen Reisen. Mehrere Quellen berichten, dass weder König Charles noch der Buckingham-Palast vorab über die Polizeiaktion informiert worden sei.

Der König reagierte noch am selben Tag mit einem offiziellen Statement. Er äußerte seine "tiefste Besorgnis" über die Festnahme seines jüngeren Bruders und stellte klar: "Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen." Weiter erklärte er laut: "Was nun folgt, ist der vollständige, faire und ordnungsgemäße Prozess, in dem diese Angelegenheit in angemessener Weise und von den zuständigen Behörden untersucht wird." Die königliche Familie werde dabei "voll und ganz" kooperieren. Inzwischen ist der Ex-Prinz unter Auflagen wieder auf freiem Fuß.

Quelle: ntv.de, csp/spot

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