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Wirtz: Erdling Bis zu Ende gedacht

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Kein Witz: Der Herr Wirtz.

Gleich mal vorneweg, ich hab' nicht viel Zeit. Ich hab' heute einen Termin imTattoo-Studio meines Vertrauens. Meine Kinder sollen ein bisschen gepimpt werden. Wie ich darauf komme? Sehen Sie selbst ...

Also, die Große, immerhin schon fast 11 , darf sich aussuchen, ob sie sich Madonna oder Simone Thomalla  auf den Unterarm pinseln lässt (oder mich eben), und die Kleine, immerhin so gut wie vier, bekommt eine Lillifee. Ihr Vater ist nicht einverstanden, also mit dem Motiv, aber der hat da eh nichts zu zu sagen. Später kann sie daraus ja mal 'ne Elbe oder so machen lassen, das findet der dann auch wieder voll Herr der Ringe-mäßig cool.

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Dieser tätowierte Erdling wird Maßstäbe setzen.

Aber was ich eigentlich erzählen wollte, war ja, wie das neue Album von diesem Wirtz ist, und wie ich auf diese Tattoo-Nummer überhaupt gekommen bin. Daniel Wirtz hat ein neues Album rausgebracht, "Erdling" und allein das Cover und die ganze Verpackung ist schon mal ein Gesamtkunstwerk. In diesem Falle besonders schön: Der Inhalt stimmt mit dem Äußeren überein. 

Musik-Kenner sind sich einig: Daniel Wirtz ist gereift. Und alle schwärmen gleich vom ersten Stück "Im freien Fall": Textzeilen wie "eliminiere das was auf der Seele brennt", oder "rigoros konsequent ohne wenn und aber" bringt die, die bereits Fans sind, zum Schwärmen und macht die nachdenklich, die vorher noch nie etwas von dem Künstler gehört haben. "Hier wird die Restglut angefacht und auch das, was weh tut, bis zu Ende gedacht" überzeugen wahrscheinlich selbst Kritiker. Aber das ist ja nicht alles.

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Geradlinig, überzeugend, Hallen füllend .

Der Mann hat Charisma. Und das ist nicht so ein Horst-Schlämmer-mäßiges "Scharyshma", das sich nach Krankheit und Leiden anhört ("Isch hab' Scharyshma, weiße Bescheid, Schätzelein!"),  sondern diese gute alte Eigenschaft, die Menschen in den Bann eines anderen Menschen zieht.

Mit seinem langen Haar, seinen ernsthaften Augen, den Tätowierungen und vor allem mit seiner eindringlichen Stimme schafft der Mann es, dem Zuhörer seinen ganz eigenen Stil nahe zu bringen. Der jammert nicht und lamentiert nicht, der ist klar und deutlich, positiv und offen, rockig, liebevoll.

Durch sein überzeugendes Debütalbum "11 Zeugen" (2007) konnte Daniel Wirtz einiges erreichen. Er ist fortan seiner Linie treu geblieben und begeistert dadurch immer mehr Fans. Gemessen an der ersten Tournee verdoppelte sich die Zahl der Zuschauer bis heute. Nicht zuletzt deshalb machte er gleich nach der zweiten Tour – den zweiten Platz beim renommierten LEA (Live Entertainment Award 2009) in der Kategorie "Club-Künstler des Jahres" (Publikumspreis).

Zusammen mit seinem Produzenten Matthias Hoffmann hat sich in den vergangenen Monaten der eigene Sound weiter geformt und zu einer unverwechselbaren Marke entwickelt. Was das Debüt "11 Zeugen" versprochen hat, wird mit "Erdling" eingelöst. "Es geht um Liebe, Träume, Wahrheit, und Schmerz", sagt Daniel.

Drei Tourneen, Auftritte bei "Rock am Ring" und "Rock im Park" und die Nähe zu seinen Fans, die sich mit ihm und seinen Texten identifizieren und auswendig mitsingen,  haben ihn zu einem vielversprechenden, deutschen Rockstar gemacht.

Wirtz, Erdling, Wirtzmusik/ im Vertrieb von Tonpool, ab 23.10.

Quelle: n-tv.de