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Große StimmeSaint Lu

12.11.2009, 16:20 Uhr
imageSabine Oelmann

Mal wieder Lust auf eine richtige Rockröhre? Ohne Tina Turner, Anastacia oder zarteren Kalibern wie Sheryl Crow zu nahe treten zu wollen - die drei sollten sich in Acht nehmen!

Mal wieder Lust auf so eine richtige Rockröhre? Ohne jetzt Tina Turner, Anastacia oder etwas zarteren Kalibern wie Sheryl Crow zu nahe treten zu wollen - aber die drei sollten sich in Zukunft in Acht nehmen. Denn Saint Lu wird sie in die Tasche singen.

Spontanes Mitsingen-Müssen, Fußwippen und Mehr-Hören-Wollen sind die Effekte, die Saint Lu auf den Hörer ausübt. Die Besucher ihrer Konzerte sind begeistert, von der Atmosphäre, der Stimme und den Songs. Und auch Saint Lu ist glücklich: "Zum ersten Mal ist alles genau so, wie ich es haben möchte", so Saint Lu. "Jeder Ton, jedes Wort, alles ist so, wie ich es mir vorstelle. Ich musste keine Kompromisse eingehen." Und warum ist das so?

Zum Beispiel weil sie da aufgenommen hat, wo schon die Größten der Großen im Studio waren: Im Abbey-Road-Studio in London, wo Bläser und Streicher unter der Leitung von Steve Sidwell (der bereits für Seal, die Pet Shop Boys und Robbie Williams arbeitete), das Arrangement komplettierten.

Aber sicher hat auch der Rest seinen Beitrag dazu geliefert, mit großen Namen tut sich Saint Lu nun wirklich nicht schwer: Peter Weihe ist dabei, der bereits Eric Clapton, Chaka Khan und Rio Reiser seinen Stempel verpasste, an den Drums sitzt Marlon Browden (John Scofield, Vernon Reid, Norah Jones), und Christian Lohr schlug in die Tasten - er war für Joss Stone bereits am Keybord tätig.

Gibt's noch mehr als Rockmusik?

Und die Stimme? Leidenschaftlich und rockig, modern und doch vertraut. Mit viel Volumen - für welche die Sängerin mit dem zugegeben etwas eigensinnigen Namen eine ganz einfache Erklärung hat: Sie ist auf einem Bauernhof in Österreich aufgewachsen, da ging es nicht gerade zart besaitet zu. Es gab weit und breit keine Nachbarn, wenn da einer was vom anderen wollte, wurde eben geschrien. "Ich bin überzeugt, dass das meine Stimme geprägt hat." Und der Hörer ist überzeugt, dass ihm eigentlich egal ist, woher die Stimme kommt, solange sie weiter so singt!

Inzwischen wohnt die Künstlerin mit den vielen Ketten, Armbändern und Ringen in Berlin. Der Weg führte sie jedoch nicht direkt von den Alpen an die Spree: Saint Lu singt, seit sie 8 Jahre alt ist, vor einem Publikum steht sie, seit sie 14 Jahre alt ist. Schon da gründete sie ihre erste Band, und zog als Teen mit selbstgeschriebenem Repertoire durch ganz Österreich. Es war schon immer Rockmusik, die sie besonders liebte und die sie durch die Plattensammlung ihrer älteren Schwester von klein auf gewöhnt war. "Bis ich 12 war, wusste ich nicht mal, dass es etwas anderes gibt als Rockmusik," erzählt sie.

Auf eigene Kosten

Nach der Schule ging es erstmal nach Austin, Texas, Erfahrungen sammeln. "Ich hatte zwei Koffer dabei", erinnert sie sich. "In dem einen waren meine Klamotten, in dem anderen hatte ich mein Laptop und mein Musikequipment. Der war doppelt so groß."Nach einer Weile zog es sie dann nach New York. Dort feilte sie mit befreundeten Musikern an ihren Song-Ideen.

Bald ging sie mit ihrer Band auf eigene Kosten ins Studio und nahm ein Demo auf, das sie einer ganzen Reihe von Produzenten schickte. Auch Echo-Gewinner Patrik Majer ("Wir sind Helden"), der sie nach Berlin einlud. Nach dem ersten Treffen mit ihm packte sie ihre Sachen und zog umgehend in die Hauptstadt.

Was nach dieser Zeit dabei rausgekommen ist, sollten sie auf keinen Fall verpassen.

Saint Lu, "Saint Lu", Warner Music, ab 20.11.2009, die Single ist seit dem 6.11. erhältlich

Quelle: ntv.de