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Stilistischer Reichtum Weiss-Preis für Schulze

Der in Berlin lebende Autor Ingo Schulze ist diesjähriger Preisträger des mit 15.000 Euro dotierten Peter-Weiss-Preises der Stadt Bochum. "Keiner hat wie er mit überlegener sprachlicher Kraft und einem erstaunlichen Reichtum an stilistischen Mitteln, mit besonderer Präzision und herausragendem Einfühlungsvermögen den Prozess der deutschen Einheit in seinen entscheidenden Momenten geschildert", heißt es in der Begründung der Jury. Auch der jüngste Roman des 1962 geborenen Autors, "Neue Leben", beschwöre "auf unnachahmliche Weise den Irrwitz der Wendezeit herauf", schreibt sein Verlag.

Mit der Preisverleihung an Ingo Schulze am Samstag (11. November) beginnen in Bochum die "Peter-Weiss-Tage", in deren Rahmen unter anderem auch die Ausstellung "Fluchtpunkt Paris" im Museum Bochum eröffnet wird. Bis zum 14. Januar bietet sie Einblicke in die Avantgardekunst der 1950er und 1960er Jahre. Bilder, Plastiken, Fotos, Briefe, Manuskripte und Bücher dokumentieren die Aufenthalte des jüdischen Schriftstellers, Malers und Filmemachers Weiss in der französischen Hauptstadt.

Um dem gesamten Spektrum des Schaffens von Peter Weiss Rechnung zu tragen, wird der nach ihm benannte Preis alle zwei Jahre im Wechsel in den Sparten Literatur, Theater, Bildende Kunst und Film vergeben. Er ist nach Angaben der Stadt der einzige Kulturpreis im deutschsprachigen Raum, der diese vier Sparten miteinander verbindet.

Quelle: ntv.de