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"Future World": trashig schön Aus Tod und Hass wird Liebe und Leben

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Milla Jovovich ist nur eine der Hollywood-Größen in "Future World".

(Foto: Tiberius)

Oscar-Preisträger James Franco, Milla Jovovich, Lucy Liu und Snoop Dogg in einem Film? "Future World" macht es möglich. Er zeichnet das post-apokalyptische Bild einer nicht allzu fernen Zukunft. "Mad Max" stand dabei Pate.

Die Welt in naher Zukunft: Selbst im abgeschiedensten Winkel der Erde leben Menschen. Riesige Erkenntnissprünge dominieren die Wissenschaft. Die Robotik ist allgegenwärtig, künstliche Intelligenz die neue Religion. Die Synthetics werden geschaffen, die neuen Auserwählten, besser als die Menschen - in jeglicher Hinsicht. Aber solche Macht in Händen von Primitiven kann nur zu einem Ergebnis führen: Krieg. Bomben regnen herab, Welle für Welle für Welle - und die Welt betritt ein neues Zeitalter, geprägt von einer neuen Krankheit, dem Roten Fieber. Nationen gehen unter, Gesellschaften zerbrechen, nur wenige Menschen überleben. Sie werden von marodierenden Banden und Warlords dominiert. Das ist "Future World".

In dieser Welt wächst Prince (Jeffrey Wahlberg; "") auf. Er hat Glück gehabt, seine Mutter Queen (Lucy Liu; "Kill Bill Vol.1"; "3 Engel für Charlie") ist die Herrscherin über eine kleine Oase blühenden Lebens mitten in einer toten Welt. Aber als sie vom Roten Fieber heimgesucht wird, braucht sie Medikamente, die es in der Oase nicht gibt. Und so muss Prince zu einer gefährlichen Reise aufbrechen, die ihn weit weg an den sogenannten Paradise Beach führen soll, einen geheimnisvollen Ort, der Hilfe für seine Mutter verspricht.

Reise mit Hindernissen

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"Future World" ist bei Tiberius erschienen.

(Foto: Tiberius)

Auf seiner Reise macht Prince die Bekanntschaft des Lovelords (Snoop Dogg; "Training Day"), einem Zuhälter, der ein doppeltes Spiel spielt. Prince trifft auch auf den Warlord (James Franco; "Disaster Artist") - und die wunderschöne Ash (Suki Waterhouse; "Die Bestimmung - Insurgent"), die letzte Synthetic - und in den falschen Händen die tödlichste Waffe, die in dieser kranken Welt noch existiert. Warlord hat sie entdeckt, rebootet und will mit ihrer Hilfe sein Reich vergrößern.

Ash foltert, unter dem Befehl des Warlords stehend, Prince, der die Lage der Oase verraten soll. Er tut es. Doch als sich der Warlord mit seiner Bande sowie Ash und Prince auf den Weg zur verheißungsvollen Oase macht, gelingt Prince und Ash die Flucht. Es sieht wie ein Systemfehler aus, vielleicht sogar ein Virus, der Ash befallen hat, als sie plötzlich die Seiten wechselt. Ash und Prince machen sich nun gemeinsam auf die Suche nach Paradise Beach.

Dort angekommen, wird Ash sofort von Druglord (Milla Jovovich; "Resident Evil"-Reihe, "Das fünfte Element") gefangen genommen. Prince wird unter Drogen gesetzt und muss dann in einem ungleichen Kampf gegen einen hünenhaften Krieger um die Medizin für seine Mutter kämpfen. Als wäre das nicht schon genug, hat Prince sich mittlerweile in Ash verliebt und muss sich, als Warlord Paradise Beach aufmischt, entscheiden, ob er seine Mutter rettet oder seine neue große Liebe.

Trashig, aber hochkarätig besetzt

Gier, Tod, Hass, Liebe, Leben: Auch in der nahen Zukunft der "Future World" dreht sich alles darum. Präsentiert wird diese Welt von Oscar-Preisträger James Franco, der als einer von mehreren Regisseuren das Heft des Handelns in der Hand hielt. Er dürfe auch ein Grund gewesen sein, dass noch weitere Hollywood-Größen bei diesem kultverdächtigen Filmprojekt mitgemacht haben, allen voran Milla Jovovich, Lucy Liu und Snoop Dogg.

"Future World" ist wie "Mad Max", nur durchgeknallter, überzeichneter, trashiger - und am Ende ein Appell an die Liebe. Nur sie kann Berge versetzen. Nur sie kann aus einer trostlosen, post-apokalyptischen Welt die Hoffnung auf etwas Besseres, Schöneres kreieren. Das ist die Kernaussage des Films. Als Zuschauer sollte man "Future World" eine Chance geben - der Topbesetzung und auch der nahenden Zukunft wegen.  

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Future World
EUR 9,99
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Quelle: n-tv.de

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