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Gewalt ist die Lösung Sie nennen ihn "Message Man"

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Blick zurück in die Vergangenheit: Sie holt Ryan schnell und brutal ein.

(Foto: Tiberius)

Ein ehemaliger Auftragskiller nimmt es mit einer ganzen Armada an Bösewichten auf, um eine liebgewonnene kleine Familie zu retten: Das klingt zwar nach Action, aber auch nicht wirklich neu. Doch angesiedelt in Indonesien, ist der Film ein absoluter Leckerbissen.

Die Schönheit der indonesischen Inselwelt: Ryan (Paul O'Brien; "Home and Away") kann sie genießen. Er hat ein Boot, kommt gut über die Runden. Seine ruhige, wortkarge Art und der Vollbart führen dazu, dass er nicht weiter auffällt. Der ehemalige Auftragskiller hat es geschafft, ist untergetaucht und lebt unter dem Radar. Eines Tages lernt er allerdings auf einer der Inseln den kleinen Doni (Aji Santosa) kennen. Der sucht Arbeit - und Ryan hat etwas für ihn: Hilfsdienste, das Boot be- und entladen. Nichts Großes, aber es reicht, dass Ryan den Jungen und seine Familie ins Herz schließt. Doni hat noch eine kleine Schwester und seine Mutter, der Vater ist tot.

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Die bösen Jungs wollen Ryan ans Leder.

(Foto: Tiberius)

Bis hierher hat "Message Man" noch die Chance, vielleicht eine Liebesschnulze unter Palmen zu werden. Aber schon der Beititel "Schatten der Vergangenheit" lässt erahnen, dass es bei dem Regiewerk von Corey Pearson ("Harmony") nicht in erster Linie um den Austausch schnöder Körperflüssigkeiten geht. Es sei denn, man meint damit Blut. Denn das fließt reichlich in dem indonesischen Acion-Kracher á la "Raid".

Der Vergangenheit kann man nicht entfliehen

Ryan fällt schnell in alte Muster zurück, als Piraten auf der Insel auftauchen und wahllos Mädchen und junge Frauen verschleppen. Wer sich ihnen widersetzt, stirbt. Ratzfatz, ohne Diskussionen. Doch als die Piraten es bei Ryans kleiner Familie versuchen, macht der Vollbart kurzen Prozess - und schon da ahnt Ryan, dass er gerade in ein Wespennest gestochen hat.

Schon bald tauchen mehr Männer auf, die ihm ans Leder wollen. Ihr Chef ist ein alter Bekannter von Ryan - Ryan hatte einst dessen Eltern ermordet. Nun scheint für Lee, so sein Name, die Zeit der Rache gekommen. Doch die steigenden Opferzahlen unter seinen Leuten machen Lee auch klar, dass er bei Ryan auf alles gefasst sein muss. Kurzerhand lässt er Doni und seine Schwester entführen, die Mutter wird übel zugerichtet und überbringt Lees unmissverständliche Nachricht: Treffen in Jakarta, in zwei Stunden, sonst sind die Kinder tot.

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"Message Man" erscheint am 7. November bei Tiberius auf DVD und BD.

(Foto: Tiberius)

Auch Ryan weiß, dass mit Lee nicht zu spaßen ist. Er macht sich auf den Weg, nutzt sein Auftragskillernetzwerk von einst und organisiert sich einen Scharfschützen als einzige Unterstützung. Dann bricht in Jakarta die Hölle los und der Bodycount nimmt seinen Lauf. Die Knochen brechen, die die Köpfe rollen und das Blut fließt in Strömen. Was für ein Fest - für Fans von Filmen wie "The Raid" etwa.

Pures Action-Feuerwerk

Klar ist die Story nicht neu. Aber sie ist auf den Punkt. Kein Gezeter, keine ausschweifenden Dialoge. "Message Man" passt wie die Faust aufs Auge. Jeder Machetenhieb sitzt, jeder Schuss ist ein Treffer. Der Film ist wie eine gewaltexzessive Version der alten Bud Spencer- und Terence-Hill-Filme: Ryan ist dabei die perfekte Symbiose aus dem kuscheligen Haudrauf Spencer und dem blauäugigen Frauenschwarm Hill. Statt auf Backpfeifen und Schwinger greift Ryan aber auf blutigeres Werkzeug zurück, nutzt gekonnt Macheten, Schwerter und Schusswaffen.

Das alles sorgt dafür, dass "Message Man" ein Action-Feuerwerk allererster Güte geworden ist, treibende Drum-Beats sowie Showdown im Nachtclub inklusive. Und auch die Schönheit der indonesischen Inselwelt wird genügend gewürdigt.

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Quelle: n-tv.de

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