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"Friedhof am Ende der Welt" Dem Tod kann man nicht entkommen

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Wer sich auf ein Spiel mit dem Tod einlässt, sollte auf alles gefasst sein.

(Foto: Tiberius)

Kann man dem Tod ein Schnippchen schlagen? Laut "Final Destination" nicht. Auch der britische Film "Friedhof am Ende der Welt" zeigt, dass mit dem Sensenmann nicht gut Kirschen essen ist, wenn man einmal auf seiner Todesliste steht.

Was kommt nach dem Tod? Diese Frage beschäftigt die Menschheit wohl seit ihrem Bestehen. Ist da noch etwas? Gibt es den Himmel und die Hölle wirklich? Eine allumfassende Antwort darauf gibt es bis heute nicht. Kein Wunder also, dass sich die Filmwelt immer wieder dieses Themas annimmt. "Flatliners", "Friedhof der Kuscheltiere", "Hellraiser", "Insidious" und, und, und - vor allem das Horrorgenre arbeitet gern und oft mit dem, was "danach" kommt oder ist. So auch der britische Film "Pet Graveyard", der im Deutschen den etwas sperrigen Titel "Friedhof am Ende der Welt" verpasst bekam.

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"Friedhof am Ende der Welt" ist bei Tiberius erschienen.

(Foto: Tiberius)

Darin spielen vier junge Menschen die Hauptrollen. Alle haben einen lieben Menschen verloren und fühlen sich schuldig - weil sie sich nicht richtig verabschieden konnten oder sogar den Tod der geliebten Person verschuldet oder nicht verhindert haben. Und so lassen sich der Draufgänger Jeff, seine Schwester Lily sowie zwei Bekannte auf ein gefährliches Spiel ein: ein Nahtod-Experiment.

Nacheinander lassen sie sich unter Aufsicht und dem Auge einer Videokamera ersticken, um in eine Zwischenwelt zu gelangen, wo sie hoffen, auf die zu früh von ihnen Gegangenen zu treffen. Nach spätestens drei Minuten soll Lily, die über medizinisches Grundwissen verfügt, sie dann wieder in die Welt der Lebenden zurückzuholen.

Grüß Gott, ich bin der Tod, ...

Was keiner geglaubt hat oder zu hoffen wagte: Das Experiment glückt. Die Teilnehmer treffen die jeweils gesuchte tote Person wieder, sprechen mit ihr, entschuldigen sich oder erklären ihr Handeln. Nur auf die Bitte, doch bei ihnen in der düsteren Zwischenwelt zu bleiben, reagieren Jeff und Co. nicht. Ein tödlicher Fehler, wie sich bald herausstellen wird, denn wen der Tod einmal auf seinem Zettel hat, den holt er sich auch: Gevatter Tod kann man nicht einfach von der Schippe springen.

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Aufgepasst, es sind schon Menschen beim Duschen gestorben.

(Foto: Tiberius)

 Zunächst taucht eine düstere Gestalt urplötzlich auf, teilweise in Träumen, teilweise auch scheinbar in der Realität. Dann erscheinen auch die Toten aus der Zwischenwelt wieder und am Ende eine Katze als Vorbote des Unheils. Als die Vierergruppe sich nach und nach dezimiert, wird vor allem Lily hellhörig und forscht nach.

... vorbei ist deine Not

Lily findet heraus, dass sie nicht die Ersten sind, denen der Zugang zur Zwischenwelt gelungen ist. Allerdings hat das Nahtod-Experiment am Ende auch nie jemand überlebt. Alle sind durch grauenvolle "Selbstmorde" gestorben. Der Tod hat sie sich alle geholt.

Um ihren Bruder Jeff zu retten, muss Lilly nun selbst in die Zwischenwelt, einen ominösen Schädel suchen und diesen zerstören. Der Schädel ist es, der es dem "Grimm Reaper" ermöglicht, in unsere Welt zu gelangen und seine tödliche Sense zu schwingen. Gesagt, getan. Lilly lässt sich mit Jeffs Hilfe ersticken, taucht ein in die düstere Zwischenwelt - und begegnet ihrer Mutter.

Jeff hingegen schaut mit bangen Blicken auf die Uhr. Dann sieht er die Katze. Er weiß, seine Zeit ist gekommen, aber wenn er stirbt, wird auch seine Schwester nicht mehr in die Welt der Lebenden zurückkehren. Der Sensenmann kann sie beide auf einen Schlag holen. Panik pur.

Luft nach oben

Die bleibt beim Zuschauer aus. "Friedhof am Ende der Welt" hat zwar Potenzial, schöpft dieses aber bei Weitem nicht aus. Leider. Das beginnt bei den Hauptdarstellern, deren Leistungen sie allesamt austauschbar erscheinen lassen - und das endet beim Sensenmann, Gevatter Tod, Grimm Reaper. So richtig schaurig kommt der nicht daher.

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Friedhof am Ende der Welt - Pet Graveyard
EUR 7,99
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Regisseurin Rebecca Matthews, bisher vor allem als Produzentin etwa von "Hellkar" oder "Jurassic Island" bekannt, hätte ihren Film viel gruseliger und dämonischer anlegen können, auch blutiger und erschreckender. So bleibt am Ende vor allem positiv im Gedächtnis, dass man sich doch wieder mal die Klassiker "Flatliners" und "Friedhof der Kuscheltiere" anschauen sollte - und der überlebenswichtige Hinweis, nicht mit dem Tod in welcher Form auch immer zu spielen. "Final Destination" lässt hier grüßen.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             

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Quelle: n-tv.de

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