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"Für Sie, mein Führer ..." Dieser Mann tötete Hitler und Bigfoot

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Der junge Calvin Barr (Aidan Turner) tötet Adolf Hitler.

(Foto: Capelight)

"The Man who killed Hitler and then the Bigfoot" ist ganz bestimmt kein normaler Film, das lässt der Titel schon erahnen. Ein Titel, der zudem Fragen aufwirft: Gibt es Bigfoot tatsächlich? Hat Hitler nicht Selbstmord begangen? Die Antworten liefert Calvin Barr.

Wenn es jemanden gibt, der Adolf Hitler zur Strecke bringt, dann gehört der gefeiert, verehrt, ausgezeichnet - denn er ist ein Held. Denkt man. Calvin Barr wird nicht gefeiert, verehrt und auch nicht ausgezeichnet - aber er hat Adolf Hitler getötet. "Für Sie, mein Führer!" - und zack. Nur durfte das keiner erfahren. Damals. Und so lebt Barr Jahrzehnte später zurückgezogen und ruhig sein Leben, mit einem Hund an seiner Seite und einem Whisky in seiner Stammkneipe. Calvin Barr ist kein Held in den Augen der Öffentlichkeit, sondern ein ganz normaler alter Mann.

Barr hat damit kein Problem. Er hat nie damit herumgeprahlt, den Gröfaz zur Strecke gebracht zu haben. Warum auch? Barrs Meinung nach gab es mehrere Hitlers. Schlicht und einfach: Doppelgänger. Der wahre Führer ist schon länger tot, ob nun von einem Drogencocktail dahingerafft oder dahingemeuchelt vom Militär oder anderen Interessengruppen. Also weshalb damit herumprahlen, dass man Adolf Hitler Nummer 24 getötet hat?

Stille Helden gibt es nie genug

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Sam Elliott brilliert als ruhiger und sensibler Held Calvin Barr, der selbst bei der Ermordung Adolf Hitlers Gewissensbisse hatte, einen Menschen zu töten.

(Foto: Capelight)

Anderswo weiß man aber, dass Barr ein wahrer Held ist, dass sein toter Hitler der richtige gewesen ist. Und man weiß auch, dass man sich auf Barr verlassen kann. Dass der die Klappe hält und ein Geheimnis nicht herumtratscht oder zu den Medien rennt. Kein Wunder also, dass, als die Kacke wieder einmal mächtig dampft, das FBI bei Barr auf der Matte steht.

Wieder soll Barr jemanden töten: In Kanada greift ein hochansteckendes Grippevirus um sich. Nur die wenigsten Menschen sind immun dagegen. Wenige wie Barr. Und so soll er, als der Ursprung der Grippe entdeckt wird, dem Urwirt den Garaus machen. Aber es handelt sich dabei um keinen Menschen, nein. Es ist Bigfoot. "Bigfoot?", fragt Barr ungläubig. "Bigfoot", sagt der FBI-Mann zu ihm. Ist Barr nicht erfolgreich, bleibt nur noch die Atombombe. Und wer will schon, dass jemand eine Atombombe auf Kanada wirft? Genau: Niemand! Also macht sich Barr mit einem Gewehr, einem Messer und einer Pistole bewaffnet auf, um die sagenumwobene Gestalt zu erledigen und Kanada zu retten.

"The Man who speaks with the Voice of Optimus Prime"

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"The Man who killed Hitler and then the Bigfoot" ist bei Capelight als DVD, BD und Mediabook erschienen.

(Foto: Capelight)

Als Zuschauer von "The Man who killed Hitler and then the Bigfoot" fragt man sich allein schon beim Titel: Was hat der Regisseur denn da geraucht? Tja, das weiß wohl nur Robert Z. Krzykowski selbst, dessen Regiedebüt "The Man ..." ist. Aber als Zuschauer sollte man sich vom Filmtitel nicht kirre machen lassen. "The Man ..." ist kein Hollywood-Blockbuster á la "Operation Walküre - Das Stauffenberg-Attentat" oder "Inglourious Basterds", Krzykowskis Film stellt Action, Krach und Bumm in den Hintergrund und erzählt vielmehr unaufgeregt und ruhig die Geschichte des Calvin Barr. Er blickt zurück auf Schlüsselereignisse in Barrs Leben, auf dessen ganz große Liebe, die der Zweite Weltkrieg und Barrs "Aufgabe" dann viel zu früh beendet hat. Auch Barrs Bruder, ein Friseur, der eine Uhr mit spiegelverkehrten Zahlen in seinem Salon hängen hat, kommt zu Wort.

Und so lernt man als Zuschauer den Helden, die Legende, den Mythos Barr immer besser kennen und immer mehr schätzen. Was teils auch an der deutschen Synchronstimme Elliotts liegt: Reiner Schöne, die wohl tiefste und whiskygetränkte Stimme im deutschen Sprachraum, bekannt vor allem für "Optimus Prime" der "Transformers"-Reihe - und eben schon eh und je deutsche Stimme Sam Elliotts ("A Star is Born", "The Big Lebowski").

Die ruhige, sonore Stimme Schönes und die gleichermaßen unaufgeregte Erzählweise Krzykowskis machen "The Man who killed Hitler and then the Bigfoot" zu einem besonderen Film - einem Kleinod, wenn man so will. Der Film funktioniert aber eben auch nur mit Sam Elliott in der Hauptrolle (als älterer Barr; den jungen Barr spielt Aidan Turner). Und dessen Ansehen dürfte mit "The Man ..." weiter gestiegen sein, schließlich hat er ja Adolf Hitler getötet. Und naja, leider auch Bigfoot. Aber es für das Überleben Kanadas!

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Quelle: n-tv.de