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"Die letzte Schlacht am Tigerberg" Es lebe die Volksbefreiungsarmee!

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Soldaten, die dem Volkd dienen sollen: "Die letzte Schlacht am Tigerberg" setzt ihnen gewissermaßen ein filmisches Denkmal.

(Foto: Koch Media)

1946: Der Zweite Weltkrieg ist auch in China beendet. Es herrschen Chaos und Anarchie. Warlords terrorisieren die Dörfer. Lord Falke ist der Skrupelloseste. Captain Shao soll ihm das Handwerk legen - mit 30 Soldaten. Ein Himmelfahrtskommando.

Der Zweite Weltkrieg und China? Hierzulande ist das maximal eine geschichtliche Randnotiz. Ganz anders im Reich der Mitte. Dort wird das Thema nicht einfach nur historisch und filmisch aufgearbeitet, es wird opulent, action- und abenteuerlastig in Szene gesetzt. Mit "Die letzte Schlacht am Tigerberg" gelingt so ein an losen Tatsachen angehefteter Überraschungserfolg, der auch hierzulande seine Fans finden wird.

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"Die letzte Schlacht am Tigerberg" ist bei Koch Media erschienen.

(Foto: Koch Media)

1946 ist der Zweite Weltkrieg auch in China beendet. Nach den beiden Atombomben-Abwürfen durch die US-Armee auf Hiroshima und Nagasaki hat Japan kapituliert - bedingungslos. Die Armee zieht sich aus China überhastet zurück. Doch Frieden kehrt dort deshalb noch lange nicht ein.

In vielen Teilen des Riesenreichs entsteht ohne die japanischen Soldaten ein Machtvakuum, das der schwelende Bürgerkrieg noch zusätzlich befeuert. Von der Situation profitieren machthungrige Warlords - skrupellos und menschenverachtend. Sie verschanzen sich in ehemaligen Festungen der Japaner und setzen deren zurückgelassenes Waffenarsenal gegen die Bevölkerung ein. Als wäre der Hunger für diese nicht schon schlimm genug.

Die letzte Hoffnung

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Lord Falke: die Inkarnation des Bösen

(Foto: Koch Media)

Einem kleinen Dorf in der Nähe des Tigerbergs ergeht es besonders schlimm. Viele Männer mussten im Kampf gegen die immer wieder auftauchenden und plündernden Schergen des Lord Falke (Tony Ka Fai Leung; "Bodyguards and Assassins") ihr Leben lassen. Als ein kleiner Trupp Soldaten der Volksbefreiungsarmee unter dem Kommando von Captain Shao Jianbo (Kenny Lin) in dem zerstörten Dorf eintrifft, keimt etwas Hoffnung bei den noch wenigen Bewohnern auf. Doch die währt nicht lang.

Der Captain hat nur rund 30 Mann unter seinem Kommando. Ein direkter Kampf gegen Lord Falke käme einem Himmelfahrtskommando gleich. Doch genau dieses geht der Captain ein: Er schleust einen seiner Männer, den erfahrenen Yang Zirong (Hanyu Zhang; "Heroes of War: Assembly") in der Falke-Gruppe ein. Mit einer List gelingt das. Nun kann die alles entscheidende "letzte Schlacht am Tigerberg" kommen.

Von allem etwas

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Yang soll sich in Falkes Gang einschleusen.

(Foto: Koch Media)

Und sie kommt. Bildgewaltig. Actionlastig. Und spät, denn "Die letzte Schlacht am Tigerberg" ist satte 140 Minuten lang. Von Langeweile kann dennoch keine Rede sein. Das liegt zum einen an den opulenten Aufnahmen und Kamerafahrten, bei denen der Zuschauer fast schon ins Träumen gerät. Zum anderen kann aber auch die Action punkten. Zudem kommt der Humor nicht zu kurz.

Das alles hinterlässt einen bleibenden Eindruck beim Zuschauer, der einfach nicht wegsehen kann. Selbst dann nicht, als ein CGI-gepimpter Kampf auf Leben und Tod zwischen einem Menschen und einem Tiger in einer verschneiten Waldlandschaft durcheinanderwirbelt.

Der Fight hat nicht viel mit der Story an sich zu tun, kommt wie aus heiterem Himmel - macht aber auch deutlich: Wir sind hier in China, verdammt! Tiger gehören dazu. Die Frage ist vielmehr: Wo bleibt der Drachen?

Egal. Der Mensch (Yang Zirong) gewinnt den Kampf. Muss er auch, denn sonst wäre des Captains Plan der Infiltration von Falkes Gang bereits früh gescheitert. Und das will weder der Regisseur Hark Tsui ("Die sieben Schwerter") noch der Zuschauer.

Was am Ende bleibt, ist chinesisches Post-Weltkriegskino mit Action-, Abenteuer- und Comedy-Elementen, das Hollywoods Popcorn-Blockbustern zur Ehre gereicht. Anleihen bei Zack Snyders "300" kommen dann auch nicht von ungefähr. Aber auch "Indiana Jones"-Elemente tauchen auf. Was will man mehr? Na klar, weitere opulenten Action-Schlachten aus China rund um den Zweiten Weltkrieg.

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Quelle: ntv.de