DVD

Klassische "Bad Taste"-DVDs Geister, Poe und Hollywoodstars

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Liam Neeson ist mittlerweile eine feste Größe im Action- und Thriller-Genre.

(Foto: Unversum)

Im Frühjahr kommen die ersten Hollywood-Blockbuster in die Kinos. Wer eher abseits des Mainstreams vom heimischen Sofa aus Filme schauen will, für den hat das erste Quartal einiges Sehenswertes zu bieten: Grusel, Action und schwarzen Humor.

Alle Jahre wieder lassen die großen Hollywood-Filmstudios im Frühjahr die ersten Blockbuster auf die Kinogänger los: "Fast & Furious 7", "American Sniper" oder auch "Cinderella". Wer es nicht ganz so pompös mag und zu volle Kinosäle eher meidet, bleibt stattdessen zu Hause und greift zur DVD. Auch dieser Markt gibt einies her im ersten Quartal. Sehenswertes stellt ihnen n-tv.de kurz vor.

"Ruhet in Frieden"

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"Ruhet in Frieden" ist bei Universum auf DVD und Blu-ray erschienen.

(Foto: Universum)

Matthew Scudder (Liam Neeson; "The Grey", "Non-Stop") war Cop, nun ist er ein lizenzloser Privatdetektiv und trockener Alkoholiker. Er schnüffelt hier ein bisschen herum, tut dort einem Kumpel einen kleinen Gefallen. Als New York von einer grauenhaften Mordserie erschüttert wird und die Polizei nicht weiterkommt bei ihren Ermittlungen, ist es an Scudder, Licht ins Dunkel zu bringen. Engagiert hat ihn der Bruder eines Anonymen-Alkoholiker-Freundes, dessen Frau entführt und bestialisch ermordet wurde. Das Problem: Es handelt sich um einen Heroin-Dealer. Nur widerwillig macht sich Scudder an die Nachforschungen. Dabei ist Gesetzestreue zweitrangig, für Scudder zählt nur, die Mörder dingfest zu machen, moralische Bedenken kann er sich dabei nicht leisten. Die Spuren führen ihn bis zur DEA und ein paar ehemalige Beamte, die offenbar Jagd auf Drogendealer machen.

"Ruhet in Frieden" ist ein klassischer Liam-Neeson-Film der letzten Jahre. Wem "96 Hours" gefallen hat oder auch "Non-Stop", wer zudem auf knallharte Privatdetektivgeschichten steht, die mit einem nachvollziehbaren und relativ anspruchsvollen Plot daherkommen, ist hier richtig. 

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"The Second Coming"

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"The Second Coming" ist bei Ascot Elite auf DVD und Blu-ray erschienen.

(Foto: Ascot Elite)

Dass Japan nicht nur Deflation kann, sondern auch ein erstklassiges Horrorfilm-Land ist, weiß man nicht erst seit der "Ring"-Reihe oder "Ju-on". Sie wurden von Hollywood aufgegriffen und mit bekannten Gesichtern wie Sarah Michelle Gellar ("The Grudge") neu aufgelegt. Nun erwächst dem Horror-Mutterland Asiens Konkurrenz: "The Second Coming - Die Wiederkehr" ist eine Co-Produktion aus Singapur, Hong Kong und Taiwan - und auch da dürften Hollywood-Studios aufhorchen.

Familie Chen ist eigentlich glücklich. Sie haben einen Sohn und eine Tochter. Doch genau die bereitet ihnen nun Sorgen. Sie verhält sich ungewöhnlich, wird dann aber immer gewalttätiger. Nach und nach wird die vernarbt geglaubte blutige Vergangenheit der Familie offengelegt. Eine Vergewaltigung und ein grausamer Mord kommen ans Tageslicht - und eine Seele, die keine Ruhe zu finden scheint.

Was "The Second Coming" so beeindruckend macht, sind die Twists innerhalb der Story. Haunted House zu Beginn, ein bisschen Exorzist am Ende. Und dazu die an "Ring" und "Ju-on" erinnernden Spezialeffekte. Das kann sich sehen lassen, garantiert Gänsehaut und dürfte nicht nur in Hollywood gut ankommen.

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"Stonehearst Asylum"

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"Stonehearst Asylum" ist bei Universum auf DVD und Blu-ray erschienen.

(Foto: Universum)

Jede Menge Stars bietet auch "Stonehearst Asylum" auf. Neben Gleeson (diesmal nicht die Hauptrolle) mischen etwa Michael Caine, Ben Kingsley, Kate Beckinsale oder auch Jim Sturgess mit. Brad Anderson ("Transsiberian", "The Call") führte Regie. Der Plot basiert auf einer Kurzgeschichte des Horror-Altmeisters Edgar Allan Poe.

Sturgess spielt darin den Oxford-Studenten und angehenden Nervenarzt Edward, der in der abgelegenen Nervenheilanstalt praktische Erfahrungen sammeln will. Er ist überrascht, als er unter der Begleitung von Direktor Silas Lamb (Kingsley) sieht, dass sich die Patienten frei bewegen können. Es werden auch keine Medikamente verabreicht. Edward interessiert sich dabei vor allem für die bildhübsche Eliza (Beckinsale), die unter Hysterie leidet. Nach und nach entdeckt Edward die größeren Zusammenhänge: Lamb ist nicht der Direktor, er ist Patient und hat die gesamte Ärzteschaft im Keller einsperren lassen. Er verabscheut deren zurückgebliebenen Behandlungsmethoden. Edward ist nun hin- und hergerissen zwischen der Wahrheit, der Liebe zu Eliza und den Möglichkeiten, die sich ihm bieten, denn auch Edward hat ein dunkles Geheimnis.

Bis zum Ende weiß der Zuschauer nicht, wer hier Gut und wer Böse ist. Glaubt man Lamb oder doch dem eingesperrten Dr. Salt (Caine)? Zudem spielt der Film 1899, kurz vor dem Beginn des damaligen "neuen Jahrtausends" und als Zuschauer von heute kann man die angewandten Uralt-Heilungsmethoden des eingesperrten Ärzteteams nur ablehnen - die Sympathien gehören damit dem vermeintlichen Film-Bösewicht Lamb. Der Twist am Filmende kommt überraschend und ist ganz hollywood-like. Das muss nicht gefallen, aber Oscar-Preisträger wie Caine und Kingsley in einem Film zu sehen, macht das wieder wett.

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Quelle: n-tv.de