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Liebe, Tod und Teufel "The Inhabitant" weckt den Dämon in dir

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Das Böse hat viele Gesichter.

Capelight

Ein schneller Bruch, eine Stange Geld: So lautet der Plan dreier Schwestern. Ihr Ziel: das Haus eines korrupten Senators. Doch der Teufel steckt im Detail, denn im Keller finden die drei die Tochter des Politikers - ans Bett gefesselt, misshandelt.

Maria (Maria Evoli; "We are the Flesh"), Camila (Vanesa Restrepo) und Ana (Carla Adell) sind jung, hübsch und kleinkriminell. Als sie Geld brauchen, knöpfen sie sich das Haus eines Senators vor. In ihren Augen ist er korrupt, sein Geld bei ihnen besser aufgehoben. Es wird nicht lange geplant, der Bruch einfach durchgezogen. Schnell sind der Senator (Flavio Medina; "Hidalgo") und seine Frau überwältigt, Security gibt es nicht. Dafür aber die Tochter des Paares, Tamara (Natasha Cubria; "Dogma").

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Das Böse lauert - überall.

(Foto: Capelight)

Die Schwestern finden sie im Keller des Hauses. Hinter einer verschlossenen Tür. An ein Bett gefesselt. Offenbar misshandelt. Die drei jungen Frauen sind außer sich vor Wut. Sie stellen den Senator und seine Frau zur Rede. Doch deren angsterfülltes Gestammel prallt an Maria, Camila und Ana ab: Die drei sollen das Haus schleunigst verlassen, sie würden nicht angezeigt, nicht verfolgt. Nur sollten sie den Senator, seine Frau und ihre gefesselte Tochter vergessen.

Die drei Schwestern kümmern sich nicht um das Geschwätz des Paares. Sie befreien Tamara - allen Warnungen zum Trotz. Und schon bald wird ihnen klar, dass sie den Worten des Senators und seiner Frau mehr Gehör hätten schenken sollen. Doch eine zweite Chance bekommen die drei nicht. Sie haben das Böse entfesselt - und das hat nur ein Ziel.

"The Inhabitant" überzeugt auf ganzer Linie

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"The Inhabitant" ist bei Capelight auf DVD, BD und als Mediabook erschienen.

(Foto: Capelight)

Oh ja, die Jugend von heute, sie hört den Alten nicht mehr zu. Was die drei Schwestern nämlich nicht wissen oder auch nur im Ansatz erraten: Tamara ist von einem Dämon besessen, nicht nur von irgendeinem hergelaufenen kleinen Spukgeist. Nein, der Dämon steht in der Höllengeister-Rangliste ganz weit oben, sodass selbst ein von mehreren hohen Priestern durchgeführter Exorzismus erfolglos geblieben ist. Ein erneuter Versuch sollte in Bälde die Erlösung bringen - aber die drei Schwestern geben den Party-Crasher.

"The Inhabitant" sieht gut aus. Die Bilder hinterlassen ihre Wirkung beim Zuschauer. Düstere, verwinkelte Keller- und Zimmerecken. Knarzende Bodendielen, quietschende Türen. Zu später Stunde sorgt das für den einen oder anderen Gänsehautschauer. Dafür verantwortlich zeichnen neben dem Regisseur Guillermo Amoedo, Drehbuchautor von "The Green Inferno" und "The Stranger", auch das Produzententeam von "Knock Knock" mit Hollywood-Superstar Keanu Reeves. Alles in allem also Leute, die ihr Horrorhandwerk verstehen - und das merkt man "The Inhabitant" von der ersten Sekunde auch an.

Dazu kommt, dass der Streifen schnell auf Betriebstemperatur ist und auch durchaus prominent synchronisiert wurde. Den Senator gibt Detlef Bierstedt die erhaben-sonore deutsche Stimme von US-Superstar George Clooney. Damit unterscheidet sich "The Inhabitant" von manch anderem Gruselschocker, wo bei der Synchronisierung ins Deutsche allzu oft Lieblosigkeit vorherrscht und so der Film viel Atmosphäre verliert. Das ist bei "The Inhabitant" nicht der Fall.

Selbst das Ende kann sich sehen lassen und schürt Hoffnungen, dass die Story in irgendeiner Form fortgesetzt oder weitergedreht wird. Allerdings muss dann eine neue Hauptdarstellerriege her. So ein Dämon verlangt eine Menge Blutzoll.

The Inhabitant [Blu-ray]
EUR 12,99
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Quelle: n-tv.de

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