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"Annabelle 3": Kreischalarm Mit Horrorpuppen spielen doch nur Mädchen

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Babysitterin Mary Ellen hat am Ende alle Hände voll zu tun.

(Foto: Warner Bros)

Für viele Eltern sind Barbies der reinste Horror. Für die Dämonologen Lorraine und Ed Warren ist dagegen die Puppe Annabelle das pure Böse. Sie landet deshalb in ihrem mehrfach geweihten Artefakte-Raum. Aber Annabelle kann sich befreien. Das Unheil nimmt seinen Lauf.

Was Disney kann, kann Warner Bros schon längst: eine erfolgreiche Filmreihe so lange melken, bis die Zuschauer es satt haben. Bei Disney ist es das "Star Wars"-Universum, bei Warner Bros die Horrorreihe um "The Conjuring". Und wie bei den Sternenkriegern mit Laserschwert gibt es auch beim Dämonenhorror Filme, die sich zwar abseits der Haupthandlung bewegen, aber dennoch zur Filmreihe gehören. Bei Warner sind es die Verfilmungen um die Horrorpuppe Annabelle. "Annabelle 3" gibt es jetzt fürs Heimkino - und es wird noch immer nicht der letzte dämonische Streifen sein, dafür sorgt die Handlung von Teil 3.

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"Annabelle 3" ist als DVD und BD erschienen.

(Foto: Warner Bros)

Die Dämonenjäger Lorraine (Vera Farmiga; "Conjuring"-Reihe; "Departed") und Ed Ed Warren (Patrick Wilson; "Conjuring"-Reihe, "Hard Candy") sind der besessenen Puppe habhaft geworden. Sie wissen um die Macht, die Annabelle auf ihre Besitzer ausübt: Die Puppe dient nur als ein Gefäß für das Böse, das die erstbeste Gelegenheit nutzt, um von einem Menschen Besitz zu ergreifen. Also muss die Puppe sicher verwahrt werden. Die Warrens haben in ihrem Wohnhaus dafür extra einen Artefakte-Raum eingerichtet, der einmal pro Woche von einem Priester geweiht wird und diverse dämonische Gegenstände beherbergt.

Es lebe der Artefakte-Raum

Dort landet Annabelle. Und da Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ist, wird die monströse Puppe noch einmal in eine heilige Glasvitrine gepackt, die dann verschlossen und extra geweiht wird. So soll das Böse in Annabelle endlich in die Schranken gewiesen werden. Aber hey, dann bräuchte es ja auch gar keinen dritten Film der "Annabelle"-Reihe geben?! Also bekommt die Handlung etwas Pfiff: Die Tochter der Warrens, Judy (Mckenna Grace;"I, Tonya") hat in Kürze Geburtstag, ihre Eltern sind jedoch als Dämonologen irgendwo unterwegs und nicht zu Hause. Der Teenager Mary Ellen (Madison Iseman; "Jumanji", "Gänsehaut 2") soll auf Judy aufpassen.

Kein Problem, Madison ist zuverlässig. Ihre beste Freundin Daniela (Katie Sarife; "Youth & Consequences") ist das nicht wirklich, sie hat ihren eigenen Kopf und ihre eigenen Ideen, wie Judys Geburtstag ablaufen sollte. Zuerst einmal lädt sich Daniela selbst ein. Das war nicht weiter schwierig, Judy wird in der Schule wegen der Arbeit ihrer Eltern gemieden, in letzter Zeit sogar gemobbt. Freunde hat sie daher keine. Daniela weiß das und nutzt es für ihre eigenen Zwecke. Daniela weiß Bescheid über die Arbeit der Warrens. Sie hofft in deren Haus irgendetwas zu finden, durch das sie Kontakt mit ihrem toten Vater aufnehmen kann, der bei einem gemeinsamen Autounfall ums Leben gekommen ist. Daniela gibt sich daran die Schuld.

Als Judys selbst gebackener Geburtstagskuchen im Ofen ist, sieht Daniela ihre Chance gekommen: Sie überreicht Judy ihr Geburtstagsgeschenk, ein paar gebrauchte Rollschuhe, und das Mädchen ist sofort Feuer und Flamme. Ein paar Minuten später sind Mary Ellen und Judy aus dem Haus. Daniela gibt vor, auf den Kuchen aufzupassen, und schaut sich stattdessen im Haus um. Ihr Weg führt sie direkt zum Artefakte-Raum und zu Annabelle. Der Schlüssel dafür findet sich auch und schon ist die Puppe aus ihrem gläsernen Gefängnis befreit - das Unheil nimmt seinen Lauf.

Ein paar Dämonen mehr

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 Abgesehen von den ersten paar Minuten des Films, die eine kleinen Einblick, gewissermaßen eine Mini-Einführung in das "Conjuring"-Universum geben, beginnt jetzt "Annabelle 3" erst richtig: Es knarzen Dielenbretter, huschen Schatten über die Wand, quietschen Türen und tauchen ein paar Dämonen auf, denen man lieber nicht begegnen würde. Ein Höllenhund etwa ist unterwegs, erinnert an die guten alten Filme über den "Hund von Baskerville".

Die kreischenden Teenies sorgen zudem beim Zuschauer für einen gewissen Wohlfühlfaktor. Ja, "Annabelle 3" ist ein Horrorfilm. Regisseur Gary Dauberman, bekannt etwa als Drehbuchautor für die Neuverfilmung von "Es" oder "The Nun" (ebenfalls aus dem "Conjuring"-Universum), kann Suspense und klassischen Grusel. "Annabelle 3" ist dabei aber für ein jüngeres Publikum gedacht: Teenie-Horror à la "Scream". Das ist aber positiv zu werten, denn so werden auch Zuschauer für die "Annabelle"-Reihe gewonnen, die diese bisher nicht kannten und nun Teil des "Conjuring"-Universums von Warner Bros werden können.

Einzig das Ende des Films ist ein bisschen zu viel Friede, Freude, Eierkuchen. Zu viel Hollywood-Happy-End-Kitsch. Aber das ist bei der "Star Wars"-Saga von Disney ja nicht viel anders.

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Quelle: n-tv.de