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War die Mondlandung ein Fake? "Operation Avalanche": Streng geheim!

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Es gibt Menschen, die halten die Mond-Landung für Fake.

(Foto: Ascot Elite Home Entertainment)

Die Sowjets schießen 1957 den ersten Satelliten ins All. Die USA reagieren geschockt. 1962 gibt US-Präsident John F. Kennedy das Ziel einer Mondlandung noch in den 1960er-Jahren aus. Ein ehrgeiziges Ziel. Zu ehrgeizig? Ein Film zeigt's.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kämpfen die USA und die Sowjetunion um die Vormachtstellung in der Welt. Jede der beiden Nationen beansprucht die Führungsrolle für sich. Statt einer kriegerischen Konfrontation suchen sie den Sieger in der Raumfahrt: Wer ist zuerst im All?

Es sind die Sowjets. Sie schießen 1957 den ersten Satelliten ins All, Sputnik. Die USA reagieren geschockt. Es dauert nicht lange, und das Apollo-Programm wird aus der Taufe gehoben. US-Präsident John F. Kennedy präsentiert am 12. September 1962 bei einer Rede an der Rice Universität in Houston der Weltöffentlichkeit ein hehres Ziel: Noch in den 1960ern will man auf dem Mond landen.

Zum Mond ja, aber ...

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Der Wettlauf zum Mond ist eröffnet ...

(Foto: Ascot Elite Home Entertainment)

Die ganze Nation ist Feuer und Flamme - auch die beiden CIA-Neulinge Matt Johnson und Owen Williams. Als sie hören, dass es bei der Raumfahrtbehörde Nasa einen sowjetischen Spion geben soll und damit der Klassenfeind auch das Rennen zum Erdtrabanten gewinnen könnte, werden sie aktiv. Die beiden Filmverrückten überzeugen ihren Chef, sich anonym als Dokumentarfilmer ausgeben zu dürfen, die einen entsprechenden Film über die Nasa und ihr Mondprogramm drehen. Vielleicht bekommt man so heraus, wer der Spion ist?

Der Chef willigt ein, wenn auch etwas widerwillig. Aber schon bald ist er froh, zwei Leute vor Ort zu haben. Johnson und Williams hören ein Telefonat mit. Darin erklärt der Nasa-Chef höchstpersönlich, dass man zwar auf den Mond fliegen könne, aber nicht dort landen. Nicht in den 1960ern. Technisch sei das nicht machbar.

Griff in die Filmtrickkiste

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Wenn es im Fernsehen läuft, muss es stimmen. Gilt das auch für die Mondlandung?

(Foto: Ascot Elite Home Entertainment)

Johnson und Williams sind geschockt, ihr Chef ebenfalls. Weiß der Spion schon etwas davon? Lachen sich die Sowjets ins Fäustchen? Ist das Wettrennen ins All bereits beendet, bevor es richtig begonnen hat? Den beiden Hobbyfilmern und Stanley-Kubrick-Fans kommt eine Idee: Könnte man die Mondlandung fälschen?

Die Apollo fliegt mit ihren Astronauten ins All. Am Mond angekommen, könnten sie dann ein vorher zurechtgeschustertes Filmchen zeigen, das dann live in aller Welt als Mondlandung der US-Amerikaner in die Geschichtsbücher eingehen wird. Eine von Kubrick entwickelte Filmtechnologie, die Front-Projektion, soll es möglich machen. Die beiden gehen ans Werk.

Sie proben, suchen in den USA nach Orten, die der Mondlandschaft ähneln. Sie denken sich sogar die ersten Worte aus, die der Astronaut sagen soll, wenn er als erster Mensch den Mond betrifft. Nach einem Brainstorming haben sie sie: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit." Alles läuft wie am Schnürchen. Sie hängen ihr Projekt nicht an die große Glocke - je weniger davon wissen, desto einfacher wird es, den Film ins All und damit zu den Menschen auf der Erde zu schicken.

Doch statt des erhofften Ruhms müssen sie plötzlich um ihr Leben fürchten. Der angebliche russische Spion bei der Nasa wird enttarnt. Er stirbt wenig später auf mysteriöse Weise. Johnson und Williams fühlen sich beobachtet, ja sogar verfolgt. Man will ihnen offensichtlich ans Leder. Aber wer steckt dahinter? Erst spät wird ihnen klar, dass selbst sie, die die Idee zur Fake-Mondlandung gehabt haben, als Mitwisser ausgeschaltet werden sollen. Denn wenn es niemanden mehr gibt, der behaupten oder beweisen kann, dass die US-Mondlandung ein filmischer Bluff ist, eine Fälschung - wer soll dann noch an der Echtheit der Bilder zweifeln?

Was ist wahr, was Erfindung?

Fakt ist: Es flimmerten 1969 Bilder der Mondlandung von Apollo 11 über die Fernseher dieser Welt. Neil Armstrong spricht seine legendären Worte. Eine US-Fahne wird an dem Ort hinterlassen, den alle Fernsehzuschauer für den Mond halten.

Fakt ist aber auch, dass um die Mondlandung der US-Amerikaner eine der beliebtesten und bekanntesten Verschwörungstheorien der Welt entstanden ist. Es gibt unzählige Dokumentationen über das Für und das Wider. Der Film "Operation Avalanche" von und mit Matt Johnson baut genau darauf auf. Er zeigt, wie es gewesen sein könnte, wenn wir alle getäuscht worden sind. Die damalige Filmtechnik macht es durchaus möglich.

Das Ganze ist so unterhaltsam, dass man als Zuschauer am Ende selbst nicht mehr weiß, was man glauben soll: Waren die US-Amerikaner nun die erste und einzige Nation auf dem Mond - oder nicht? Unwillkürlich muss man an "Apollo 18" denken, einen anderen Film, der fragt, warum es nach Apollo 17 keine Mondmission mehr gegeben hat. Aber das ist eine andere Geschichte. Oder Verschwörungstheorie, ganz wie sie wollen.

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Quelle: n-tv.de

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