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Witzig, blutig, ein Klassiker "Re-Animator" ist nicht tot zu kriegen

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Investigativer Journalismus kann manchmal tödlich sein.

(Foto: Capelight)

"Frankenstein" kennt jeder, den "Re-Animator" nicht. Dabei ist die Filmreihe um den Wiedererwecker Dr. West und sein geheimnisvolles Serum, das Tote zum Leben erweckt, längst Genre-Kult. Das gilt auch für den dritten Film.

Für Horrorfans waren die Endsiebziger und die 1980er das Goldene Zeitalter: "Halloween" rockt die Kinokassen und zeigt, dass man mit Horrorfilmen durchaus Geld verdienen kann. Der breite Siegeszug der Videotheken tut das Übrige, denn nun haben auch Low-Budget-Streifen einen sicheren Vertriebsweg. Genau in diese Zeit fällt der erste "Re-Animator"-Film.

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Er findet hierzulande nicht den Weg in die Kinos, kommt 1988 direkt auf VHs heraus. Heute längst ein Klassiker, sorgt er damals durchaus für Aufsehen wegen der Special Effects. Auch der Plot lässt aufhorchen, geht er doch auf der Kurzgeschichte "Herbert West, der Wiedererwecker" von Horror- und Fantasylegende H.P. Lovecraft (1890-1937) zurück. West ist ein Medizinstudent, der ein Serum entwickelt, dass Tote wieder zum Leben erweckt. Er landet nach einem Zwischenfall an einer US-Uni, ist Untermieter bei einem Medizinstudenten und führt seine Forschungen im Geheimen fort - inklusive Zwischenfällen, Toten und Wiedererweckten.

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Der Film von Regisseur Stuart Gordon, der von Brian Yuzna produziert wurde, findet durchaus Anklang beim Genre-Publikum, sodass 1990 der Nachfolger präsentiert wird: "Bride of Re-Animator". Diesmal sitzt Yuzna, der den Film auch finanziert, selbst auf dem Regiestuhl.

Jahre vergehen

Danach wird es ruhig um den "Re-Animator"-Franchise. Yuzna, der Ideen für weitere Wiedererwecker-Filme hat, fehlt schlicht und einfach das Geld. Sein absoluter Traum heißt "House of Re-Animator". Darin holt der Wiedererwecker West den toten US-Präsidenten in die Welt der Lebenden zurück. Doch ehe es dazu kommt, landet West im Gefängnis: Willkommen bei "Beyond Re-Animator", dem dritten Film der Reihe, mit dem Yuzna die Produktionskosten für sein Lieblingssequel mit dem US-Präsidenten einspielen will.

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Phillips und West: Der Durchbruch ist nah.

(Foto: Capelight)

West (wie immer gespielt von Jeffrey Combs) wurde beim Versuch eine perfekte Frau mit Hilfe seines geheimen Serums, genannt Nanoplasma, zu erschaffen, verhaftet. Ein kleiner Junge, der dabei seine geliebte Schwester verliert, ist Zeuge. Er ist geschockt vom Mord an seiner Schwester und fasziniert von der leuchtend-fluoreszierenden Farbe des Nanoplasmas. 13 Jahre später ist der Junge, Howard Phillips (Jason Barry; "Titanic"), selbst Arzt.

Nun kreuzen sich die Wege Wests und Phillips erneut, denn der junge Arzt wird Doktor in Wests Gefängnis. Der Wiedererwecker hat auch hinter Gitter nicht mit seiner Forschung aufgehört, schließlich gibt es Ratten in der Haftanstalt. Schnell kann er Phillips davon überzeugen, ihn bei seinen Experimenten zu unterstützen, schließlich stünden diese kurz vor dem Durchbruch. Dass das Ganze in einem Blutbad endet, ist hier bereits absehbar - und der Zuschauer kann sich genüsslich zurücklehnen und die Horrorkomödie genießen.

Genre-Highlight

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"Beyond Re-Animator" erscheint in mehreren Ausführungen wie die Film-Trilogie bei Capelight. Letztere auch in einer 4-Disc-Sonderedition im VHS-Schuer.

(Foto: Capelight)

"Beyond Re-Animator" ist keine Neuentwicklung des Ur-Wedererweckers. Yuznas Film baut auf gewissermaßen auf dem Vorgänger auf, ohne jedoch seine Eigenständigkeit zu verlieren. Auch wer die ersten beiden "Re-Animator"-Filme nicht gesehen hat, kann dem Stoff folgen. Yuzna setzt auf die Erfolgsbausteine der ersten beiden Wiedererwecker: Witz, Blut, Liebe, Special Effects der guten alten Schule.

Das sitzt und lässt Genre-Herzen höher schlagen. Langeweile kommt nicht auf, Sympathien für West und dessen neuen Zögling schon. Ins Auge sticht neben den Effekten aber vor allem Elsa Pataky ("Fast & Furious5-8") als Reporterin Laura. Sie recherchiert für eine Story im Gefängnis und verdreht Phillips dabei den Kopf. Der verliert sein Herz an Laura und die wiederum ihr Leben. Dabei kann es Phillips natürlich nicht belassen. Der ganze Plot gipfelt in einer ansehnlichen Gefängnisrevolte, bei der nur eine Person fliehen kann.

Der perfekte Cliffhanger. Denn eines ist klar: Der Wiedererwecker ist nicht totzukriegen, das hat er mit anderen 1980er-Klassikern wie eben "Halloween" gemein. Und wer weiß: Vielleicht erwischt es den US-Präsidenten ja doch noch irgendwann.

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Quelle: n-tv.de