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"Curse of the Nun" Leg dich nicht mit Schwester Catherine an!

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Eine Nonne zum Fürchten: Schwester Margaret Catherine. Wenn man ihr begegnet, hat man ein Problem.

(Foto: Tiberius)

Eine gequälte Seele, die ins Himmelreich fahren will; eine Kleinfamilie, die ein besseres Leben vor Augen hat: Das sind die Zutaten, mit denen Aaron Mirtes ("Der Killerclown") Gruselhorror inszeniert, für den das Prädikat Nonnen-Terror hervorragend passt.

Nonnen sind irgendwie schräg. Das weiß man als Filmfan spätestens seit der Ente-fahrenden Schwester Clotilde aus dem Streifen "Gendarm von Saint-Tropez" mit Louis de Funes. Über sie konnte, musste man lachen. Bei Schwester Catherine ist das vollkommen anders. Sie lebte von 1180 bis 1212. Natürlich in einem Kloster. Nur gibt es das heute nicht mehr, es wurde stattdessen ein stinknormales Haus auf diesem einst heiligen Grund gebaut. Dort lebt Anna Winter (Lacy Hartselle; "Nashville") mit ihrer Tochter Claire und ihrem Mann Mike zur Miete. Noch.

Denn endlich hat die Kleinfamilie etwas eigenes gefunden, kann die Wohnung verlassen, deren Vermieterin ein wahrer Drachen ist. Der Tag des Umzugs steht bevor und Anna ist einfach nur bis über beide Ohren glücklich. Ihr Leben hätte einen ganz anderen Verlauf nehmen können: Ihr Ex hat sie geschlagen, sie bedroht. Anna war abhängig von Pillen. Aber für Claire und dank Mike hat sie die Kurve bekommen. Ein neues Leben liegt nun vor ihr.

Es könnte alles so schön sein, wenn es da nicht Schwester Catherine (Rae Hunt; "Unconditional") gäbe. Eine ruhelose Seele, die einst gesündigt hat und deshalb nicht in den Himmel auffahren kann. Sie wacht über das Kloster, das es längst nicht mehr gibt und hofft so, sich vor Gott zu beweisen, sodass er sie eines Tages doch noch zu sich holt. Jedem, der ihr dabei in die Quere kommt, macht sie die Hölle heiß - im wahrsten Sinn des Wortes. Anna bekommt das schnell zu spüren, denn ihr Auszug passt Schwester Catherine gar nicht, schließlich sollte die junge Frau den Platz der Nonne einnehmen, wenn sie endlich gen Himmel fährt.

Nonnen sind voller Liebe? Von wegen!

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Fenster verriegelt, Türen verschlossen: Anna kann das Haus nicht verlassen. Sie ist eingesperrt, zusammen mit KK (Brad Belemjian). Der weiß, was hier in dem Haus vorgeht, gibt sich als Handwerker der Vermieterin aus und verschafft sich Zugang zum Haus. Er will Anna helfen, Schwester Catherine zu besiegen. Gemeinsam stemmen sie sich gegen den Nonnen-Terror.

Doch KK ist nicht wirklich. Schwester Catherine hat ihn bei einem früheren Besuch des Hauses bereits getötet und benutzt ihn nun als Köder, um auch an Anna und deren Seele heranzukommen. KK spielt also ein doppeltes Spiel - aber das ist noch nicht alles: Anna kämpft mit Halluzinationen, scheinbar holt sie ihre Vergangenheit als Süchtige ein. Sie sieht ihren Ex, der sie bedroht. Sie sieht Mike, der sich dazu zwingt, jede Menge Medikamente zu nehmen. Und sie sieht ein Happy End.

Doch dieses glückliche Ende entpuppt sich immer wieder als Albtraum: Sie sitzt mit ihrer Tochter und Mike vor ihrem neuen Haus, die Pizzen sind bestellt und als der Lieferservice ankommt, hat sie nicht genug Geld zum Bezahlen und das Happy End platzt wie eine zu groß gewordene Seifenblase - Anna wird im Haus wach und der Nonnen-Terror beginnt von Neuem.

Nonnen-Horror ist in

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"Curse of the Nun" ist bei Tiberius auf DVD und BD erschienen.

(Foto: Tiberius)

Clowns als Horrorelement sind mittlerweile an der Tagesordnung. "Der Killerclown" ist eines der zahlreichen Subgenre-Highlights der letzten Zeit. Verantwortlich dafür zeichnet Aaron Mirtes, der nun auch "Curse of the Nun" dämonisch in Szene gesetzt hat. Herausgekommen ist ein Katz-und-Maus-Spiel mit verwirrenden Twists, einer äußerst sympathischen Hauptdarstellerin und einer Horrorfigur namens Schwester Catherine, der man durchaus noch den ein oder anderen weiteren Film zutrauen kann.

Mirtes wiederum zeigt, dass ihm das Horrorgenre liegt und er auch die unblutigeren Töne der Gruselklaviatur spielen kann. "Curse of the Nun" erinnert dabei vom Erscheinungsbild, der Farbgebung und den Schockelementen her an den Hochglanz-Horrorstreifen "Annabelle". Gleichzeitig ist "Curse of the Nun" nicht der einzige Film, der sich dem Terror einer Klosterfrau widmet. Am 17. Januar erscheint mit "The Nun" weiterer Nonnen-Horror auf DVD und BD. Der kommt - so viel sei bereits verraten - wesentlich schockiger daher. Mehr dazu am 15. Januar. Bis dahin ist "Curse of the Nun" ein wunderbarer Nonnen-Appetizer.

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Quelle: n-tv.de

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