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Horrorspiele made in Down Under "The Furies": Leg dich nicht mit Furien an!

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Hardcore-Horror aus Australien: "The Furies".

(Foto: Splendid)

Mehrere Frauen wachen jeweils in einer Kiste liegend in einem Wald auf. Sie merken schnell, dass sie Teil eines mörderischen Spiels sind, denn maskierte Männer machen Jagd auf sie. Die Frauen scheinen chancenlos, ihr Tod gewiss. Aber eins der Opfer hat etwas dagegen.

"Brich die Regeln des Spiels oder sie brechen dich!" Das ist das Motto der jungen Kayla (Airlie Dodds; "Killing Ground"). Sie versucht es auch ihrer besten Freundin Maddie (Ebony Vagula; "My Life Is Murder") näherzubringen. Doch die ist eher brav unterwegs. Rebellieren gegen die Obrigkeit? Gegen das Patriarchat? Nicht mit ihr, denn das riecht nach Ärger. Und den kann Maddie nicht gebrauchen. Kayla eigentlich auch nicht. Aber dennoch sprayt sie "Fuck the Patriarchy" an eine Hausmauer, während Maddie sich noch sträubt. Dann hören sie ein Geräusch.

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"The Furies" ist bei Splendid auf DVD, BD und auch in einer Uncut-Version erschienen.

(Foto: Splendid)

Zu spät. Kayla wird in einer Kiste wach, die irgendwo tief in einem Wald steht. Sie weiß weder was passiert ist noch wie sie dort gelandet ist. Bruchstückhaft erinnert sie sich an einen Operationssaal. Grelles Licht. Das war's. Fuck. Als ob ihre epileptischen Anfälle, die sie immer wieder wie aus heiterem Himmel treffen und ihren Körper von einem auf den nächsten Moment lahmlegen, nicht schon schlimm genug wären.

Kayla ist alarmiert. Wo ist Maddie? Sie muss ihre Freundin um jeden Preis finden. Zunächst trifft sie aber andere junge Frauen. Auch sie wissen nicht, wie sie in den Wald gelangt sind. Aber sie haben zum Teil auf schmerzhafte Weise herausgefunden, dass sie Teil eines mörderischen Spiels sind. Es findet in einem abgeriegelten Waldstück statt und das einzige Ziel heißt: Überleben. Denn den Frauen sind maskierte und mit Äxten und Macheten bewaffnete Männer auf der Spur und haben es auf deren Skalp abgesehen.

Die Furien nehmen Witterung auf

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Ein mörderisches Spiel.

(Foto: Splendid)

Nach und nach findet Kayla heraus, dass jeder der Jäger mit einer Frau verbunden ist, sie sozusagen ein Team bilden. Stirbt ein Teammitglied, fliegt der Kopf des anderen in die Luft. Die Jäger könnten sich auch direkt miteinander beschäftigen, aber ein Kampf Man gegen wehrlose Frau erscheint doch einfacher und für das Überleben geeigneter.

Allerdings haben die Jäger mit dem Überlebenswillen Kaylas nicht gerechnet. Und auch die anderen Frauen, die ihr nun nach dem Leben trachten, um das eigene zu retten, merken schnell, dass Kayla ein besonderer Gegner ist. Doch auch Kayla weiß: Wenn sie Maddie findet, wird ihre Freundschaft auf eine harte Überlebensprobe gestellt.

Die Jagd hat erst begonnen

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"Tribute von Panem" goes Horror? Oder doch "Die Schöne und das Biest" im Splatterformat? So oder so: Das Regiedebüt von Tony D'Aquino hat es in sich. Rohe Gewalt, viel Blut, nackte Angst: So kennt man und so liebt man australische Horrorfilme, die immer wieder im puren Terror enden. Da macht "The Furies" keine Ausnahme.

Es dauert nicht lange, bis der Zuschauer weiß, wie der Hase läuft. Die immer wieder hochkommenden Erinnerungen Kaylas an eine OP stellen sich als reale Begebenheit heraus: Jeder der Frauen wurde ein Chip verpflanzt. Durch ihn können die Jäger live verfolgen, wo sich ihre potenziellen Opfer befinden und über was sie sich unterhalten. Das klingt nach unlauterem Vorteil, den Kayla am Ende aber zu ihren Gunsten im wahrsten Sinn des Wortes ausschlachtet.

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Apropos ausschlachten: "The Furies" verliert während des Filmverlaufs nicht an Fahrt. Die Dynamik bleibt hoch, die Spannung ebenso. Das Ende des Streifens legt dabei sogar noch einmal eine Schippe drauf. Ohne zu viel zu verraten: Es geht um die eigentlichen Macher des blutrünstigen Spektakels. Die halten sich im Hintergrund, kassieren Kohle und ergötzen sich an den mörderischen Jagden. Aber Kayla hat ihre Witterung aufgenommen, ganz ihrem Lebensmotto folgend: "Brich die Regeln des Spiels oder sie brechen dich!" "The Furies 2" wäre die logische Konsequenz.

Quelle: ntv.de