DVD

"Supergrid: Road to Death" Willkommen in der Endzeit

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Auf in den Grid, da erlebst du noch was.

(Foto: Tiberius)

Die nahe Zukunft: Ein Virus hat das Gros der Menschheit ausgerottet. Die wenigen Überlebenden hausen in Stadtruinen - und im "Grid". Dort gibt es keine Gesetze, das Recht des Stärkeren regiert. Zwei Brüder bekommen das zu spüren, als sie was aus dem "Grid" rausschmuggeln sollen.

Ein Blick in die nahe Zukunft ist für viele derzeit mit Unsicherheiten und Ängsten verbunden: Klimawandel, Rechtspopulismus, Aufrüstung, ungebremste Globalisierung und nicht zuletzt die jüngste Epidemie des Coronavirus. Eine gefährliche Gemengelage. Da passt ein Film wie "Supgergrid: Road to Death" perfekt ins angstgeschwängerte Zukunftsbild.

Er spielt in einer nahen Zukunft. Ein unbekanntes Virus hat den Großteil der Menschheit dahingerafft. Wer überlebt hat, haust nun in einer der wenigen übrig gebliebenen Städte. Sie bieten zumindest ein bisschen Sicherheit und sei es nur durch die Stadtmauern, die sie umgeben und so vom unwirtlichen, lebensbedrohlichen Ödland draußen, dem sogenannten "Grid", trennen. Im "Grid" gilt das Gesetz des Stärkeren. Sonst nichts.

Die Brüder Jesse (Leo Fafard; "Wild X-Mas") und Deke (Marshall Williams; "Headcase") verdienen sich als Schmuggler ihren kargen Lebensunterhalt. Als Jesse einen Auftrag erhält, soll es sein letzter sein. Er will danach aussteigen. Sein Bruder hat dennoch Bedenken, am Ende steigt er aber auch mit ein. Sie sollen etwas aus dem "Grid" holen. Was, wissen die beiden Brüder nicht. Aber es scheint wichtig zu sein, denn das Gefährt, das sie für ihren Trip erhalten, hat keinen Verbrennungsmotor mehr unter der Haube. Die Frage lautet nur: Ist die Ware mehr wert als ihr Leben?

Post-Apokalypse-Actioner, der unterhält

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"Supergrid" (Tiberius) erscheint am 5. März auf DVD.

(Foto: Tiberius)

"Road to Death" ist der Beititel des Endzeit-Actioners "Supergrid". Vergleiche mit "Mad Max" oder "Mad Max: Fury Road" kommen dem Zuschauer schnell in den Sinn, sind aber letzten Endes doch etwas zu weit hergeholt. Dafür ist "Mad Max" mit Mel Gibson einfach zu viel Kult und Klassiker und "Mad Max: Fury Road" zu bildgewaltig und apokalyptisch inszeniert. "Supergrid" kommt da jeweils nicht ganz mit.

Dennoch liefert Regisseur Lowell Dean ("Wolfcop"-Reihe) ein unterhaltsames und sehenswertes Stück Post-Apokalypse-Actionfilm ab. Dreckig, staubig, ohne Regeln. Es gibt die Bösen, die Guten. Es gibt Liebe, Familiendrama, ein bisschen Endzeit-Epos oben drauf - und den einen oder anderen Twist in der Handlung. Die Actionszenen können sich sehen lassen, ebenso die Leistungen der Hauptdarsteller Marshall Williams und Leo Fafard.

Keine Angst vor Endzeit-Szenerien

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Das Setting stimmt und dürfte auch dem Produzententeam geschuldet sein. Das zeichnete etwa bereits für " Vampire Nation: Badlands" und "Turbo Kid" verantwortlich, zwei absolute Endzeit-Überraschungserfolgshits. Man sieht, dass da jemand am Werk war, der vor apokalyptischen Szenerien keine Angst hat und der sich auch nicht scheut, Endzeitgeschichten zu entwerfen.

Daran sollte sich der Zuschauer von "Supergrid: Road to Death" ein Beispiel nehmen. Danach kann er dann für sich selbst entscheiden, ob er pessimistisch in die nahe Zukunft blickt oder doch eher ein "Glas halbvoll"-Typ ist.

Quelle: ntv.de