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Der Titel verspricht Kult "Zombie Shooter": Don't fuck with The Dolph!

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Dolph Lundgren: Da kriegen es selbst Untote mit der Angst zu tun.

(Foto: Tiberius)

Ein mysteriöser Virus, ein skrupelloser Konzern und ein Wirkstoff, der der Menschheit nach der Zombiekalypse das Überleben garantieren könnte: Klingt nicht neu, alles schon mal da gewesen. Aber dann kommt Dolph Lundgren ins Spiel, der "Zombie Shooter".

Es gibt Schauspieler, die tragen einen ganzen Film: Robert de Niro, Bruce Willis - oder eben Dolph Lundgren. Dolph Lundgren? Dolph Lundgren! Der schwedische Hansdampf in allen Action-Gassen! Die 60 Jahre hat er hinter sich gelassen, Hollywood noch lange nicht. Die Filmografie ist lang und beginnt mit Bösewichten-Rollen in "James Bond - Im Angesicht des Todes" oder "Rocky IV". Danach geht es direkt ins Muskel- und Actiongenre mit "Masters of the Universe" und "Red Scorpion". Das war alles noch in den 1980ern. "Universal Soldier" machte ihn dann 1992 zum Superstar.

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"Zombie Shooter" erscheint am 7. Februar bei Tiberius auf DVD und BD.

(Foto: Tiberius)

Mit dem Alter steigt dann die Frequenz der Filme: 2012 sind es fünf, darunter der Knaller "Expendables 2"; 2013 fünf; 2014 vier inklusive "Expendables 3"; 2015 wieder fünf (darunter "War Pigs"); 2016 ebenfalls fünf; 2017 sogar sieben. Neben "Sharknado 5" ist auch "Dead Trigger" darunter, der nun als "Zombie Shooter" dank Tiberius in die deutschen Heimkinos flimmert. Kritiker könnten sagen: viel Masse statt Klasse. Sie könnten recht haben. Aber mal ehrlich: Dolph hat schon immer polarisiert. Entweder man mag ihn - oder nicht. Mit "Zombie Shooter" läuft es genauso!

Egoshooter, made in real life

Der Titel sagt eigentlich schon alles: Es geht um Zombies und ums Töten dieser hungrigen Horden. Die Erde, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Ein mysteriöser Virus - was sonst - hat zwar das Problem der Überbevölkerung gelöst, dafür aber Milliarden Menschen in Untote verwandelt. Der Ursprung dieser Zombiekalypse wird in Terminal City vermutet. Dort befindet sich auch ein Team von Wissenschaftlern, die den Patienten 0 suchen und mit dessen Hilfe einen Wirkstoff gegen den Zombie-Virus entwickeln wollen.

Da sich die Zahl der lebenden Menschen drastisch reduziert hat, wird die Jugend für den Kampf gegen die Zombie-Horden mobilisiert. Statt Untote vor dem Computerbildschirm mit dem Joystick oder Keyboard abzuknallen, heißt es nun: Waffe in die Hand, Crashkurs-Ausbildung und ab ins Gefecht. Für das Überleben der Menschheit!

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Der Dolph.

(Foto: Tiberius)

Captain Walker (Dolph Lundgren) ist ein alter Armeehase, mit allen Wassern gewaschen, ein "Zombie Shooter" vor dem Herrn. Er soll sein Wissen weitergeben und die Jugend zu Killermaschinen formen. Er schnappt sich ein paar Heranwachsende, drillt sie an der Waffe und macht aus ihnen binnen kurzer Zeit Elitesoldaten. Deren erster Auftrag lautet nun: Findet die Wissenschaftler in Terminal City - und sichert den Wirkstoff.

Dass dies eine "Mission: Impossible" ist, wird den Zuschauern schnell klar, denn die Truppe um Walker dezimiert sich schnell. Dabei stellt sich heraus, dass nicht nur die Zombies ihre Feinde sind, sondern auch ein großer Konzern, der mit Waffendeals Milliarden verdient und den Wirkstoff in seine Hände bekommen will. Denn nur so kann er sichergehen, dass dieser hinter Schloss und Riegel bleibt und auch in Zukunft noch gutes Geld mit Waffenverkäufen aller Art verdient werden kann - im anhaltenden Kampf gegen die Zombie-Horden.

Es gibt nur einen Dolph!

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1, 2, Feuer frei!

(Foto: Tiberius)

So viel zum Plot, der durchaus Parallelen zur "Resident Evil"-Reihe aufweist, gleichzeitig aber auch lustiger daherkommt. Man kann "Zombie Shooter" einfach nicht für voll nehmen. Das liegt zum einen an der Auswahl der zur Rettung der Welt auserkorenen Jugendlichen und zum anderen an der fehlenden Charaktertiefe aller Figuren. Man erfährt weder über Walker Näheres noch über die anderen Protagonisten.

Damit ist schnell klar: Dolph Lundgren muss es richten! Und er tut es auch. Markige Sprüche, cooles Grinsen in die Kamera, die Waffen immer schussbereit. So kennt man ihn, so liebt man ihn.

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Wer das nicht tut, sollte um "Zombie Shooter" lieber einen Bogen machen und stattdessen entweder zur "Resident Evil"-Reihe greifen oder zu besseren Zombie-Filmen wie etwa "Dead Snow", "Zombie Nation", "28 Weeks Later" oder "Zombieland". Da hat man als Zuschauer entweder bessere Zombies ("Dead Snow"), mehr Härte ("Zombie Nation"), eine realistischere Story ("28 Weeks Later"), mehr Humor und Kultcharakter ("Zombieland") - aber auch keinen Dolph Lundgren.

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Quelle: n-tv.de

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