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Was im Camper passiert ... Richards und Barton sind gefangen in der "Toybox"

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Einsteigen bitte, die mörderische Fahrt in der "Toybox" beginnt!

(Foto: Tiberius)

Denise Richards und Mischa Barton - zwei absolute Hollywood-Hotties in einem Film? Klingt absolut vielversprechend, vor allem, wenn sie in einem Camper gefangen sind. Da spielt die Fantasie verrückt, die Erwartungen sind hoch - und werden enttäuscht.

Denise Richards und Mischa Barton zusammen in einem Film, der Star aus "Wild Things" und die Serienschönheit aus "O.C., California" auf der Leinwand vereint - da vollführen Männerherzen spontan Luftsprünge. Und der Streifen heißt auch noch "Toybox". Da drehen die Assoziationen frei. Zu Recht?

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"Toybox" erscheint am 7. Februar bei Tiberius auf DVD und BD.

(Foto: Tiberius)

"Toybox" fängt ganz gemächlich an: Der in die Jahre gekommene Charles will nach dem Tod seiner Frau mit seinen beiden Söhnen einen Roadtrip in einem vorsintflutlichen Riesen-Camper unternehmen. So richtig freut sich darauf aber nur seine Enkelin Olivia. Aber was solls: Für ihre Eltern Jennifer und Steve ist es nur das, was zählt: die Tochter glücklich zu sehen. Da nimmt es Steve auch in Kauf, dass sein Bruder Jay an Bord ist, der den Tod seiner Mutter Charles anlastet - und entsprechend stichelt.

Nachdem der Motor des Campers endlich angesprungen ist, geht die Familienfahrt los. Erstes Ziel: alte Höhlenmalereien irgendwo in der Pampa. Das Problem: Der Camper hat so seine Macken. Der Fernseher an Bord funktioniert nicht. Die Fenster lassen sich zunächst gar nicht öffnen, später doch, schlagen dann wie aus heiterem Himmel plötzlich wieder zu. Und das Radio spielt nur einen Song.

Als die Familienreisegruppe dann endlich kurz vor ihrem Ziel scheint, entdecken sie ein liegen gebliebenes Auto am Straßenrand. Charles hält den Camper an und steigt aus, um zu helfen. Die warnenden Worte seiner Söhne ignoriert er, schließlich hätte auch der Camper eine Panne haben können und dann wären sie selbst auf fremde Hilfe angewiesen gewesen. Charles bietet den beiden Insassen des Autos, dem Geschwisterpaar Samantha und Mark, an, sie in die nächste Stadt mitzunehmen. Sam wirkt skeptisch, aber Mark kann sie umstimmen und sie fahren mit.

Ein Camper mit "Charakter"

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So richtig gruselig ist das Campingmobil nicht - trotz seiner Macken.

(Foto: Tiberius)

Langweilig bis hierher? Naja, Action sieht anders aus. Aber zumindest befinden sich nun schon einmal Denise Richards (Jennifer) und Mischa Barton (Sam) zusammen in dem Camper. Es kann also gar nicht anders sein, als das endlich Leben in die fahrende Bude kommt. Zunächst bleibt das Campingmobil aber liegen.

Sam kennt sich zwar mit Motoren aus, aber zum Laufen bekommt sie das uralte Teil nicht. Also fängt Charles an, mit einer Hand im Motorraum herumzuwerkeln. Der Motor heilt auf, Charles schreit und ab da beginnt "Toybox" endlich ein unterhaltsamer Film zu werden, ein Horrorfilm wohlgemerkt.

Denn was keiner der Insassen bisher wusste: Das Campingmobil gehörte einmal einem Massenmörder, der darin - in seiner "Toybox" - Frauen zu Tode gefoltert hat. Bei einer Verkehrskontrolle wurde die Polizei auf ihn aufmerksam, es kam zum Schusswechsel und der Mörder starb. Dumm nur, dass sein Geist nun im Camper steckt. Stephen Kings "Christine" lässt grüßen. Und so dezimiert sich die Zahl der Camper-Insassen kontinuierlich - auch die kleine Olivia muss dran glauben (beim Seilspringen überfahren) -, bis der Camper seine Mordlust gestillt hat.

Luft nach oben

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Enttäuscht? Nun ja, ein Film mit Denise Richards und Mischa Barton, da hätte man durchaus auch eine andere Story drehen können. Aber vor allem für Barton sind Horrorfilme nicht neu und Richards wiederum war mit Charlie Sheen verheiratet, irgendwie auch ein bisschen Horror.

Ehrlicherweise sei gesagt, dass "Toybox" ohne diese beiden bekannten Hollywood-Namen es wohl nicht zu größerer Aufmerksamkeit geschafft hätte. Dazu ist die Story etwas zu hanebüchen und nur am Ende des Film gibt es eine Sequenz, die einen kurz einmal Gänsehaut beschert. Das Campingmobil ist zwar alt, aber nicht wirklich gruselig.

Und so bleiben am Ende des mörderischen Camper-Ausflugs wohl nur zwei Sachen beim Zuschauer hängen: Wenn du ein Auto kaufst, schau dir an, wer der oder die Vorbesitzer waren! Und: Denise Richards und Mischa Barton in einem Film? Da ist "Toybox" unbefriedigend.

Quelle: n-tv.de

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