Essen und Trinken

Päuschen mit Kläuschen Auto-Stulle

Endlich sind Ferien, und die ganze Familie macht sich startklar. Diesmal wird nicht nach "Malle" geflogen, diesmal wollen wir uns per Auto zum Urlaubsziel stauen. Hund, Katze oder Vogel sind bei Verwandten oder Freunden untergebracht ("Bello" kann ja mitunter mitreisen). Die Reisedokumente liegen bereit, Autokarten sind gecheckt, das "Navi", so vorhanden, mit den Routen gespickt.

Koffer, Taschen, Beutel sind prall gefüllt – und müssen nun in das Auto gepresst werden. Darum kümmert sich ein Teil der Familie, meistens der männliche, der nicht müde wird zu stöhnen, dass wie immer viel zu viel eingepackt wurde. Der Rest der Familie, meistens der weibliche, kümmert sich um das leibliche Wohl für unterwegs, denn wer will schon ständig in den Autobahnraststätten herumhocken, wo ja doch irgendwie alles gleich schmeckt vom Bayerischen Wald bis zur Ostseeküste. Von den Preisen ganz zu schweigen. Wer Single oder alleinerziehend ist, kann sich nicht aufteilen bei der Vorbereitung -  der muss alles selbst machen. Wie dem auch sei: Als letzte Reisevorbereitung steht meistens die "Auto-Stulle" an. Gerade noch rechtzeitig fällt einem ein, dass die nach einer Weile auch keiner mehr will, die durchgepappten Brote sind dann so appetitlich wie die Autobahn-Bratwürste in der Warmhalte.

Autofahren ist anstrengend, da ist höchste Konzentration gefragt. Noch anstrengender, weil nervend, ist allerdings das Autostehen. Da kann eine lange Autofahrt noch länger werden. Gut beraten ist also derjenige, der zwei bis drei Paar High-Heels, das kleine Schwarze und die T-Shirts Nr. 10 bis 15 zu Hause und stattdessen Platz im Kofferraum für die Kühltasche lässt.

"Päuschen" sind für lange Autofahrten besonders wichtig: Die Konzentration erfordert einen konstanten Blutzuckerspiegel, und durch das lange Sitzen werden Darm und Magen eingeengt und deshalb schlechter durchblutet. Verdauung und Leistungsfähigkeit werden negativ beeinflusst. Deshalb ist es wichtig, mehrmals eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Kleine Mahlzeiten belasten weniger als große und fettreiche. Sehr wichtig in der Hitze ist die Flüssigkeitszufuhr, sonst kommt es ziemlich schnell zu Kopfschmerzen, Unwohlsein, Schwindelgefühl und Übelkeit. Ein paar Dehn- und Streckübungen auf einem schattigen Parkplatz am Waldessaum tun auch ganz gut.

Geeignet als Reiseproviant sind: Minifrikadellen, gebratene Hähnchenkeulen, hart gekochte Eier, Tomaten, Möhren und saure Gurken, Äpfel und Bananen, Landjäger oder Mini-Salamis, Mineralwasser, Fruchtsaftschorle, Früchtetee - und "Gemüsemuffins".

Zutaten für 12 Stück:
100 g getrocknete Tomaten
100 g geraspelte Möhren
150 g Zuckermais (Dose)
100 g Bergkäse
150 g Mehl
100 g Maisgrieß
1/2 TL Backpulver
2 TL gekörnte Brühe
1 Ei
60 ml Olivenöl
300 g Naturjoghurt
frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:
Muffinblech einfetten oder mit Papierförmchen auslegen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die getrockneten Tomaten fein würfeln, Maiskörner gut abtropfen lassen, den Käse grob reiben.

Mehl und Grieß mit dem Backpulver mischen und die Gemüsewürfen, den Käse und die gekörnte Brühe gut untermischen. Mit Pfeffer abschmecken. Das Ei verquirlen und mit dem Öl und dem Joghurt verrühren. Darunter dann die Mehlmischung rühren.

Den Teig in die Förmchen füllen und etwa eine halbe Stunde backen. Wenn die Muffins fertig sind, aus dem Ofen nehmen und etwa noch 5 Minuten in der Form ruhenlassen. Dann erst herausnehmen.

Gute Fahrt in den Urlaub wünscht Heidi Driesner.

Quelle: ntv.de