Essen und Trinken

Explosive Mischung Bombe in der Pfanne

In der Londoner Innenstadt war vor wenigen Tagen eine Chili-Pfanne die Ursache eines umfangreichen Polizeieinsatzes. Eine vermeintliche Giftwolke hing drei Stunden lang über Soho und löste einen Bioterror-Alarm aus. In dem geschäftigen Viertel wurden Häuser evakuiert und mehrere Straßen abgesperrt. Zahlreiche Menschen hätten aus Angst vor einem chemischen Anschlag panisch Zuflucht gesucht, berichteten Zeitungen. Auf der Suche nach der Brandursache entdeckten die mit speziellen Atemschutzmasken ausgerüsteten Feuerwehrmänner dann eine äußerst scharfe Mischung: Eine brennende Pfanne mit Chilis in einem Thai-Restaurant!

Er habe nur einen extra-scharfen Chili-Dip zubereitet, sagte der überraschte Koch Chalemchai Tangjariyapoon der "Times". Er könne zwar verstehen, dass das für nicht-thailändische Nasen ungewöhnlich sei, aber "es riecht nicht nach Chemikalien. Ich bin etwas verwirrt." Das feurige Objekt wurde konfisziert. In dem Restaurant wird nun überlegt, Schilder mit Warnhinweisen aufzuhängen, wenn das Gericht wieder zubereitet wird ...

n-tv Korrespondent Ulrich Sahm berichtet nun aus Jerusalem, dass sich die israelische Zeitung "Jedijot Achronot" der Sache annahm und eine "Anleitung" zur Herstellung einer solchen "Biobombe" veröffentlichte. Hier nun das vollständige "Rezept" für den "Zündstoff". Alle Zutaten können problemlos erstanden werden:

Zutaten:

1 l Rapsöl
700 Rohrzucker
500 g frischer Knoblauch
250 g getrocknete Shrimps
250 g asiatische Shrimps-Sauce
250 g Tamarindenkonzentrat
1 kg getrocknete Chilis
4 rote Zwiebeln

Zubereitung:

Das Öl in einem großen Topf erhitzen und die 4 kleingeschnittenen Zwiebeln rösten. Dann den Zucker, die zerkleinerten Knoblauchzehen, die Shrimps, Shrimpssauce und das Tamarindenkonzentrat zugeben. Gut verrühren. Dann die in Streifen geschnittenen getrockneten Chilis zufügen.

Diese höllisch scharfe Mischung muss dann eine ganze Stunde gekocht werden - wobei wohl in dieser Phase darauf geachtet werden muss, dass der Topf kein Feuer fängt, um nicht einen Großalarm auszulösen.

Viel Spaß wünscht Uli Sahm aus Jerusalem.

PS von Heidi Driesner: Nehmen Sie das "Rezept" nicht allzu ernst. Falls doch, habe ich eine Bitte: Geben Sie erst Ihren Gästen von dieser Mischung, wenn Sie den Selbstversuch ohne größere Schäden überlebt haben! Und denken Sie immer daran: Das Zeug muss auch wieder 'raus. Bombensicher!

Quelle: ntv.de