Essen und Trinken

Mit Grüßen nach Istanbul Der Pseudo-Börek

Zweifellos ist die türkische Küche eine der reichsten der Welt. In der "Welt-Hit-Liste" rangiert sie gleich hinter der französischen und der chinesischen Küche. Viele Rezepte haben sich im Laufe der Jahrhunderte unter dem Einfluss verschiedener Kulturen von Generation zu Generation weiter vererbt.

Natürlich hat die türkische Küche auch in Deutschland ihre Fans. Wer kennt nicht den vertikalen Drehspieß beim türkischen Imbiss um die Ecke? Natürlich lohnt auch der Besuch in einem "richtigen" türkischen Restaurant.

Ein wahrhaft osmanisches Gericht ist der Börek. Sowohl Albaner als auch Kurden nehmen für sich in Anspruch, das Rezept erfunden zu haben. Verbreitung fand es im ganzen Osmanischen Reich, auch Bulgaren und Griechen kennen Versionen des Börek. Grundsätzlich handelt es sich dabei um eine Art Auflauf aus Yufka-Teig mit würziger Füllung aus Hackfleisch, Schafskäse oder Gemüse (z.B. Spinat). Yufka, der an Blätter- und Strudelteig erinnert, kann in türkischen Lebensmittelläden gekauft werden.

Oder man macht es einfach so wie Suzan, eine Freundin meines Kollegen Hubertus. Sie macht den Börek im Blätterteigmantel, also eher als Pastete. Suzan hat Verwandte in der Türkei; mein Kollege ging also davon aus, dass ihr Börek sehr authentisch ist. Als er sich bei ihr nach dem Hintergrund des Rezeptes erkundigte, musste er allerdings feststellen, dass er reingefallen war. Ihre Tante in Istanbul wäre entsetzt, wenn sie wüsste, dass sie dieses Gericht als Börek bezeichne, gestand Suzan zerknirscht.

Ihren Börek hat sie selbst "erfunden". Um die Tante aus Istanbul nicht zu erzürnen, wollen wir ihn also lieber Pseudo-Börek nennen. Der große Vorteil des "Pseudo-Börek" ist, dass er sich sehr schnell zubereiten lässt.

Zutaten für 4 Personen:

Blätterteig
300 Gramm Hackfleisch (Rind oder auch Lamm)
1 oder 2 Tomaten
1 Zwiebel
Knoblauch
Tomatenmark
Schafskäse
Nach Wunsch Peperoni oder Pfeffer
Rosenpaprika
Salz

Zubereitung:

Für die Füllung werden zunächst Hackfleisch und Zwiebeln angebraten. Dazu kommen noch Knoblauch, ein oder zwei Tomaten, nach Belieben und gewünschter Schärfe Peperoni oder Pfeffer (Peperoni schmecken besser, allzu scharf sollte es aber nicht werden). Mit Salz und anderen Gewürzen abschmecken.

Auf einem Backblech wird Blätterteig relativ dünn ausgelegt (dann passt mehr Hackfleisch hinein) und mit Tomatenmark bestrichen. Die fertige Hackfleischmasse geben wir auf den Blätterteig. Wer mag, kann noch ein wenig Schafskäse dazu tun. Die Pastete wird mit einer weiteren Teigschicht geschlossen. Am Rand muss der Pseudo-Börek fest verschlossen werden. Das Ganze kann mit Eigelb bepinselt werden und geht dann für etwa 20 Minuten bei 180 Grad in den Ofen.

Statt Hackfleisch kann man auch Spinat nehmen, das schmeckt auch sehr gut. Dann sollte jedoch nicht auf den Schafskäse verzichtet werden.

Viel Spaß wünschen Hubertus Volmer und Heidi Driesner

Quelle: ntv.de