Essen und Trinken

Alle Jahre wieder? Diesmal ist er superscharf

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Ein Weihnachtsmann mit Rentier Rudi auf Gut Basthorst.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Alle Jahre wieder … steht bei den meisten Familien am Heiligabend ein geschmückter Weihnachtsbaum im Wohnzimmer, behängt mit allerlei Glitzerndem und Süßem, und darunter liegen die liebevoll verpackten Päckchen und Pakete. Wenn sie denn Platz haben in Größe und/oder Anzahl …

Die Lust auf den Weihnachtsbaum im eigenen Wohnzimmer ist in Deutschland ungebrochen. Auch in diesem Dezember werden wieder 28 Millionen Christbäume Wohnstuben, aber auch Büros, Kirchen und Plätze schmücken. Der immergrüne Tannenbaum im strahlenden Lichterglanz in der dunkelsten Zeit des Jahres übt immer wieder eine Faszination aus. Die immergrünen Bäume galten schon in vorchristlicher Zeit als Hoffnungsträger, als Symbol für die Fruchtbarkeit und die Unsterblichkeit der Natur.

Erstmals erwähnt wurde ein Weihnachtsbaum wohl 1419: Den Erzählungen nach soll die Freiburger Bäckerschaft einen Baum mit allerlei Naschwerk, Früchten und Nüssen behängt haben, den die Kinder am Neujahrstag abschütteln und plündern durften. Die erste urkundliche Niederschrift folgte 1539 und besagte, dass im Straßburger Münster ein Weihnachtsbaum aufgestellt wurde.

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Die Lust auf den Weihnachtsbaum im eigenen Wohnzimmer ist in Deutschland ungebrochen.

(Foto: dpa)

1605 wurden die Bäume von Handwerkerzünften mit Süßem und Äpfeln geschmückt; die ersten Kerzen sollen 1611 von Herzogin Dorothea Sybille von Schlesien an einem Weihnachtsbaum angebracht worden sein. Mundgeblasene Christbaumkugeln kamen zum ersten Mal 1830 an den Baum; 1878 kam erstmals in Nürnberg Lametta an die Zweige.

Halten Sie ruhig fest an der schönen Tradition eines geschmückten Weihnachtsbaumes. Ob der nun rot, golden, silbern oder gar in Pink glänzt, ist Geschmackssache und jedem selbst überlassen.

Auch das Essen, das am Heiligen Abend gereicht wird, ist zumeist traditionell "belastet”. Alle Jahre wieder … stehen bei vielen Familien am Abend des 24. Dezember Kartoffelsalat und Würstchen auf dem Tisch. Das hängst manchen irgendwann zum Halse heraus - und dennoch kehren die meisten nach kurzen Ausflügen in andere kulinarische Niederungen deutscher Kochkunst zu Mutters Kartoffelsalat und den Bockwürsten zurück.

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EU-Kommissionspräsident lernt auf dem Münchner Viktualienmarkt den berühmten bayerischen "Bierradi" kennen.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Ich weiß, wovon ich schreibe - ich bin eine Betroffene! Ich hab’s mit Wild, Geflügel, Fisch und Fondue probiert, um doch wieder beim Salat zu landen. Nur anders könnte er manchmal sein, nicht so schwer mit der Majonäse, sondern leichter, frischer. Wenn es Ihnen genau so geht - versuchen Sie’s doch einmal mit meinem "Scharfen Heiligen”. Dürfte jungen Paaren sehr entgegenkommen, zumal wenn der Heilige Abend fern von Eltern und Großeltern in Zweisamkeit verbracht wird und nicht nur heilig und still sein soll:

Zutaten (4 Personen):

700 g festkochende Kartoffeln, möglichst kleine
300 g Rettich
1 Salatgurke
1 Bd. Radieschen
1 Pä Senfsprossen oder Rettichsprossen
100 ml Gemüsebrühe
4 EL Oliven- oder Rapsöl
3 EL weißer Balsamico
1 EL Sojasauce
Tabasco-Sauce, Salz, frisch gemahlener weißer Pfeffer

Zubereitung:

Die Kartoffeln gut waschen und mit der Schale gar kochen. Nach dem Abgießen zum Pellen etwas abkühlen lassen. Beiseite stellen.

Rettich und Gurke schälen, Radieschen putzen. Alles in recht feine Scheiben hobeln. Mit etwas Salz bestreuen und eine halbe Stunde ziehen lassen.

Die Kartoffeln ebenfalls in Scheiben schneiden. Die Gemüsebrühe aufkochen und mit Essig, Öl und Sojasauce zu einer Salatsauce verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Tabasco kräftig abschmecken. Die Kartoffelscheiben unter das Gemüse heben. Dann das Dressing unterheben und den Salat eine Stunde ziehen lassen.

Die Sprossen abschneiden und über den fertigen Salat streuen. Heiße Würstchen oder Buletten dazu servieren.

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Omas Kartoffelsalat widersetzt sich keinesfalls Modernisierungsversuchen.

(Foto: Heinz Ober / pixelio.de)

Ein fröhliches Weihnachtsfest wünscht Ihnen Heidi Driesner.

Quelle: ntv.de