Essen und Trinken

Phantasie kennt keine Grenzen Eine Sünde wert

Das geSÜNDEste Dessert ist zweifellos ein Teller voll Obst. Das wusste bekanntlich schon Eva. Doch immer nur Apfel oder Feige - das wird auf die Dauer langweilig. Mit den gestiegenen Möglichkeiten entwickelten phantasiebegabte Köche in allen Jahrhunderten unzählige süße Kreationen, die nicht nur schmecken sollten, sondern mit denen mitunter ein gewisses Ziel verbunden war. Geheimrezept Nr. 36 im Kamasutra, empfiehlt: "Wenn man eine Knoblauchzehe, Pfeffer und Süßholz in gezuckerter Milch trinkt, wird man potent." Allerdings wohl nicht jedermanns Geschmack ... So hat die Süßspeise im Laufe der Zeit manche Wandlung erfahren. Von dem mit Honig gesüßten Brei unserer Vorfahren über nahrhafte Puddings und Flammeris bis zur Crème Brûlée ist ein langer Weg.

Neben ausgesprochenen Süßmäulern, denen das Dessert oft wichtiger ist als das Hauptgericht, gibt es auch Süßspeisen-Muffel, die sich mit der Nachspeise nicht das gute Essen "verderben" lassen wollen. Dabei ist ein leckerer Nachtisch manchmal die Krönung des Essens.

So wie bei Hauptgerichten haben auch Desserts regionale oder saisonale Besonderheiten, sind ganz einfach oder raffiniert. Eis wird mehr im Sommer gegessen, Bratapfel dagegen, wenn draußen Schnee liegt. Allerdings gibt es auch ausgesprochene Eis-Fans, bei denen die kalte Leckerei eigentlich immer Saison hat. Jahr für Jahr kommen neue Sorten auf den Markt, da ist Abwechslung täglich garantiert. In Norddeutschland liebt man Rote Grütze, im Süden dagegen Bayerische Creme oder süße Knödel. Mousse au chocolat und Crème Brûlée aus Frankreich, Tiramis und Panna cotta aus Italien, Apfelstrudel mit Vanillesauce oder "Schlagobers" aus Österreich, Poffertjes aus den Niederlanden oder Plundergebäck aus Dänemark stehen längst auch bei uns auf den Speisekarten.

Bekanntlich sind Zeitaufwand und Schwierigkeitsgrad der Herstellung eines einfachen Puddings aus der Tüte oder eines Tiramis sehr verschieden. Manchmal aber soll es unbedingt etwas Selbstgemachtes sein, das man zum Beispiel zur Party mitbringen möchte. Aber man hat weder Zeit noch Lust, lange in der Küche zu stehen. Wie wär's denn mal mit einem super-schnellen Gelee aus Weißbier? Mit "Weißbiergelee mit Himbeeren" kriegen Sie vielleicht so gar den eingefleischtesten Dessert-Muffel 'rum:

Zutaten:
1/2 l Weißbier
3 EL Zucker
4 EL Himbeersaft
1 TL Zitronensaft
1 Pä Speisegelatine
1 EL Rum
Himbeeren (frische, gefrostete oder konservierte)

Zubereitung:
Bier, Zucker, Himbeer- und Zitronensaft erhitzen (nicht kochen), die vorgeweichte Gelatine darin auflösen. Etwas abkühlen lassen und dann den Rum dazugeben. Im Kühlschrank erstarren lassen und mit den Himbeeren garnieren.

Viel Spaß wünscht Heidi Driesner.

Quelle: ntv.de