Essen und Trinken

Schweiß auf der Stirn Heiß und glücklich

Weihnachten ist längst vorbei, aber man hat immer noch etwas davon. Nämlich auf den Hüften. Bekanntlich hält sich solch "Hüftgold" hartnäckig, oft genug bis zum nächsten Fest. Die Frequenz der Fitness-Studio-Besuche wird erhöht, "FdH" wird auf ein Drittel reduziert und man kommt sich vor lauter Salatblättern schon wie ein Karnickel vor! Ergebnis: Mit den SEHR LANGSAM schwindenden Pfunden steigt die miese Laune proportional RASANT. Und wer bitte soll das aushalten? Und ich denke da mehr an das häusliche und betriebliche Umfeld der Hungernden ...

Jede fünfte deutsche Frau hat schon mehr als fünf Mal eine Diät gemacht. Allein diese Zahlen zeigen, dass Diäten kaum langfristige Abnehmerfolge einbringen, und so folgt eine Hungerkur der anderen. Unser Körper aber ist auch in der heutigen Zeit von Nahrungsüberschuss und Bewegungsmangel in seiner Funktionsweise immer noch ein Neandertaler und reagiert auch wie einer: In Hungerzeiten bunkert er jede Kalorie, die er kriegen kann. Außerdem schützt er seine Fettreserven an den Hüften, denn es könnte ja noch schlimmer kommen. Gibt's dann wieder was zu futtern, kommt das erst recht in die Reserve. Schon sind wir in dem ewigen Teufelskreis von Diät und Jojo-Effekt.

Unser Übergewicht ist meist die Folge eines Energieüberschusses durch zu viele Kalorien und zu wenig Bewegung. Im Idealfall halten sich Energieaufnahme und Energieverbrauch die Waage, nur dann ist die Energiebilanz ausgeglichen. Alles, was darüber dem Körper zur Verfügung steht, wird halt gebunkert. Dazu kommt, dass Übergewichtige nach der Nahrungsaufnahme einen geringeren Teil der aufgenommenen Kalorien in Körperwärme umsetzen als schlanke Menschen. Durch körperliche Aktivitäten (jeglicher Art) kann ein Großteil des Energieüberschusses verbraucht werden, man gerät ins Schwitzen. Auch mit diversen Gewürzen kann man der Thermogenese auf die Sprünge helfen, denn auch Chili und Pfeffer treiben uns den Schweiß auf die Stirn. Wissenschaftliche Studien weisen nach, dass das in diesen Gewürzen enthaltene Capsaicin den Energieverbrauch und die Fettoxidation erhöht sowie den Appetit vermindert. Positiver Nebeneffekt: Die Schärfe setzt Endorphine frei - und die machen bekanntlich glücklich und zufrieden. Gute "Einheizer" sind auch Ingwer, Kurkuma und Senf.

Mit einer einheizenden "Senf-Chili-Suppe" schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie kurbeln ihren Energieverbrauch an und bekommen gute Laune:

Zutaten (4 Personen):
1 Zwiebel
1 EL Butter
100 g Pilze, am besten Waldpilze
750 ml Rindsbrühe
2 EL grober Senf
1 EL Dillsenf
4 EL süße Sahne
1 TL fein gehackte Petersilie
1 EL Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten
1 frische Chilischote (notfalls auch getrocknet). Mutige nehmen zwei.
Salz, Pfeffer, Mehl

Zubereitung:
Die Zwiebel fein hacken und in der heißen Butter goldgelb anschwitzen. Die geputzten Pilze klein hacken, zufügen, 1 gestrichenen Esslöffel Mehl darüber stäuben und mit anschwitzen. Umrühren und mit der Brühe auffüllen. Den Senf einrühren, die kleingehackte(n) Chilischote(n) (falls Sie nur getrocknete haben, einfach zerkrümeln) zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz aufkochen. Etwa eine Viertelstunde auf kleiner Flamme köcheln lassen. Zum Schluss Sahne und die Kräuter untermengen.

Tipp: Die Brühe kann auch aus Instantpulver oder Brühwürfeln hergestellt werden. Dann aber Vorsicht bei der Salzzugabe!

Im Winter können mangels frischer Waldpilze auch getrocknete (vorher 20 Minuten einweichen) verwendet werden. Natürlich eignet sich auch Feinfrostware.

Ganz Scharfe und Mutige entfernen Kerne und Samenstränge der Chilischote nicht ...

Guten Appetit und viel Spaß beim Schwitzen wünscht Heidi Driesner.

Quelle: ntv.de