Essen und Trinken

Der beste Freund des Mannes Klein, aber oho

Der beste Freund des Mannes ist ? der Apfel. So ein Äpfelchen bringt mit seinem Mix aus Vitaminen und Mineralien das Immunsystem in Schwung. (Natürlich auch das weibliche.) Für Diät-Fans nicht unwichtig: Äpfel heizen mit ihren Ballaststoffen die Fettverbrennung an und machen zudem noch satt ? und das bei nur 52 kcal pro 100 g. Durch den Fruchtzuckeranteil kurbeln sie auch die Leistungsfähigkeit an.

In jedem Apfel stecken mehr als 1000 verschiedene Biostoffe, unter anderem viel Vitamin C und sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die den Apfel zum gesündesten Lebensmittel der Welt machen. Äpfel neutralisieren aggressive Stoffe im Körper und stärken den Kreislauf. Wer zum Beispiel pro Tag drei Äpfel isst, kann das Risiko für eine Herzerkrankung um bis zu 30 Prozent senken.

Doch Mann ist nicht gleich Mann ? und Apfel nicht gleich Apfel. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass in roten Apfelschalen besonders wirksame Radikalenfänger stecken, die krebsfördernde Stoffe minimieren. Die Apfelsorte Jonagold zum Beispiel ist der beste "Krebskiller", er reduzierte im Laborversuch Darmkrebszellen um 43 Prozent, Leberkrebszellen sogar um 57 Prozent.

Die besten Sorten gegen Erkältungen sind Gala, Boskop, Berlepsch und Rubinette, entweder wegen des hohen Gehalts an Vitamin C oder wegen der wertvollen Flavonoide. Mit zwei James Grieve am Tag schützen wir unser Herz, wie Studien zeigen: Er enthält viel Pektin, das den Cholesterinspiegel senkt. Der Golden Delicious wirkt durch sein Procyanidin wie ein "Rostschutzmittel: Der gelbschalige Apfel stärkt die Knochen, strafft die Haut und senkt das Alzheimer-Risiko.

Braeburn ist reich an Chlorogensäure und kann Karies verursachende Bakterien abtöten. Deshalb empfehlen Zahnärzte, Kinder sollten täglich zwei von diesen Äpfeln essen. Elstar punktet mit einem überdurchschnittlichen Gehalt an bioaktiven Enzymen und Antioxidantien. Diese Stoffe fördern die Bildung von Immunzellen und schützen nachweislich vor Gelenkentzündungen. "Wer täglich einen Apfel isst, braucht keinen Arzt?, hatte der amerikanische Obstexperte T. J. Stinson 1904 gesagt. Er musste es ja wissen, denn Stinson wurde 92 Jahre alt.

Äpfel haben immer Saison und es gibt sie auch überall zu kaufen. Jetzt aber ist ihre hohe Zeit: Von Spätsommer bis Oktober ist Apfelernte. Wohl dem, der einen Apfelbaum sein eigen nennt und die Äpfel frisch gepflückt futtern kann. Roh gegessen sind Äpfel natürlich am gesündesten. Das sollte uns aber nicht davon abhalten, dieses Super-Obst auch in der Küche zu verwenden. Wer kann sich schon dem Duft eines frischen Apfelkuchens entziehen und wem läuft bei einem pikanten "Calvados-Kasselerbraten" nicht das Wasser im Munde zusammen?

Zutaten:
1 kg Kasseler-Braten (z.B. Kamm, nicht zu fett) ohne Knochen
2 mal 4 cl Calvados
4 Äpfel (z.B. Elstar)
3 Rosmarin-Zweige
1 TL Rohrzucker
1 TL grobes Meersalz
1 TL grob gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
Das Fleisch in einen Bräter legen, mit 4 cl Calvados beträufeln, mit dem salz und dem Pfeffer bestreuen. Die Rosmarinzweige in 2 oder 3 Stücke teilen, einige davon auf das Fleisch legen, die anderen um den Braten herum verteilen. 150 ccm kochendes Wasser angießen. Den Bräter mit einem Deckel verschließen und in dem auf 190 Grad vorgeheizten Ofen eine Stunde braten.

Dann den Deckel abnehmen und noch eine Viertelstunde weiter braten. In dieser Zeit die Äpfel säubern, halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Die Äpfel um den Braten im Bräter verteilen (mit der Schale nach unten), mit 4 cl Calvados beträufeln und mit dem Rohrzucker bestreuen. Noch etwa eine halbe Stunde ohne Deckel im Herd braten.

Das Fleisch aus dem Bräter nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Dann in Scheiben schneiden, den Bratenfond darauf verteilen (oder extra reichen). Die Äpfel vorsichtig aus dem Bräter nehmen und um das Fleisch verteilen. Wer mag, legt noch die Rosmarinzweige zwecks Garnierung dazu (oder nimmt frische). Am besten schmecken Semmel- oder Kartoffelknödel dazu.

Guten Appetit und viel Spaß wünscht Heidi Driesner.

Quelle: ntv.de