Essen und Trinken

Wie ihr wollt Kohl mit und ohne

Herbstzeit ist Kohlzeit. Mit Kohlgemüse kann sich jede Erkältungsnase gesund essen und bisher verschont gebliebene Menschen ihre Abwehrkräfte stärken. Denn im heimischen Gemüse stecken allerlei Vitamine und Mineralstoffe, die gerade in der Schnupfen-Zeit benötigt werden.

Unabhängig davon, ob Grünkohl, Wirsing, Brokkoli oder Rosenkohl bevorzugt werden - sie alle enthalten Eisen, das für rote Blutkörperchen sorgt, die den Körper fit halten. Kohl liefert außerdem Kalium, das das Herz stärkt. Magnesium hilft gegen Muskelkrämpfe und Kalzium ist für Knochen und Zähne gut. Alle grünen Gemüsesorten enthalten grundsätzlich Folsäure, die wichtig ist für die Zellteilung und das Zellwachstum. Zudem ist das Gemüse ballaststoffreich und fettarm, hält also die Darmflora in Schwung und die Linie schlank.

Wenn es heißt, "das sieht ja aus wie Kraut und Rüben", geht es schlichtweg um ein großes Durcheinander. Bringt man Ordnung in die Angelegenheit, heißt das Ganze "Auflauf".

Die einen mögen's kräftiger und wollen auf ihr Fleisch nicht verzichten, die anderen akzeptieren nur fleischlose Aufläufe. Deshalb heute ein "Wirsing-Kartoffel-Auflauf", der allen gerecht wird.

Zutaten:

800 g Wirsing
500 g Kartoffeln
100 g Schinkenspeck (oder weglassen)
3 Zwiebeln
250 ml Fleisch- oder Gemüsebrühe
100 g geriebener Käse
1 Bund Schnittlauch
etwas Pflanzenöl, Salz frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

Kartoffeln in Scheiben schneiden, Zwiebeln und Schinkenspeck würfeln, den Kohl in Streifen schneiden. Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebelwürfel darin andünsten, Schinkenspeck zugeben und anbraten.

Wirsingstreifen und Kartoffelscheiben hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Brühe angießen und alles zugedeckt im vorgeheizten Backofen bei 180C etwa 1 Stunde garen.

Dann den Auflauf mit Käse bestreuen und ohne Deckel so lange überbacken, bis der Käse geschmolzen ist. Mit Schnittlauchringen bestreuen.

Für Vegetarier den Schinkenspeck weglassen, evtl. etwas mehr Öl verwenden. Diesen Auflauf kann man auch gut als Beilage zu gegrilltem Fleisch oder Bratwürsten reichen - wieder eine Möglichkeit, Fleischesser und Vegetarier in der Familie an einen Tisch zu bekommen. Der eine isst ihn eben mit Fleisch und der andere "mit ohne", wie der Berliner zu sagen pflegt.

Viel Spaß - und bleiben Sie gesund!

Heidi Driesner

Quelle: ntv.de